Verhältnis zum Islam
Versteckte Kreuze und das Schweigen der UNESCO.
Das Bild der kreuzlosen Bischöfe auf dem Jerusalemer Tempelberg sorgt für heftige Diskussionen. Ein Kommentar, warum die Demutsgeste so brisant ist (von Johannes Gerloff)
Die deutschen Bischöfe haben bei ihrer Pilgerreise im Jahr 2016 das Kreuz in einer Region verschwinden lassen, in der Tausende von Christen in jüngster Zeit ihr Leben dafür gelassen haben und Hunderttausende ihr Leben aufs Spiel setzen, weil sie eben dieses Kreuz nicht verstecken wollen. Warum haben Kardinal Reinhard Marx und der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sich nicht mit diesen Menschen solidarisiert und von ihren muslimischen Gesprächspartnern eine eigentlich selbstverständliche Toleranz eingefordert?
Das Bild der kreuzlosen Bischöfe reiht sich zudem nahtlos ein in eine Kampagne, deren jüngstes Produkt ein Unesco-Entscheid zum „besetzten Palästina“ darstellt, das wenige Tage vor dem Bischofsbesuch verabschiedet worden war.
Unter der Überschrift „Besetztes Palästina“ bemängelt die „Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur“ in 41 Paragrafen die Weigerung Israels, einen ständigen Unesco-Vertreter in Ostjerusalem zu genehmigen, bedauert die archäologischen Ausgrabungen Israels in Ostjerusalem und verurteilt „israelische Aggression gegen die muslimische Verwaltungsbehörde (Waqf)“. Zum Tempelberg fordert sie freien Zugang für Muslime und freie Hand für den Waqf in allen Verwaltungs-, Renovierungs- und Restaurierungsangelegenheiten….
Problematisch an diesem UnescoBeschluss ist nicht, dass er Israel kritisiert. Israels Verwaltung heiliger Stätten darf kritisch begutachtet werden und gewiss gäbe es da auch manches zu verbessern. Skandalös ist - genau wie bei den Kreuzen der deutschen Bischöfe - was unsichtbar ist, verborgen, nicht genannt, ignoriert oder vielleicht sogar geleugnet wird.
So schwieg die Unesco, als zwei Jahre nach ihrer Gründung 58 Synagogen in Jerusalems Altstadt zerstört wurden. Ein jordanischer Kommandeur verkündete nach der Sprengung der traditionsreichen Hurva-Synagoge: „Zum ersten Mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im Jüdischen Viertel. Kein einziges Gebäude verbleibt intakt. Das macht eine Rückkehr der Juden unmöglich.“ Die Unesco schwieg auch, als die jordanischen Besatzer in den darauffolgenden zwei Jahrzehnten Juden den Zugang zu ihren heiligsten Stätten aus ideologisch-religiösen Gründen verwehrten.
Das Schweigen der Unesco schreit unablässig zum Himmel, bis hin zum Ausbaggern der Südostecke des Tempelbergs in den Jahren 1999 und 2000. Damals entfernte der Waqf zum Bau einer Moschee 9000 Tonnen Schutt aus den sogenannten „Ställen Salomos - ein archäologisches Verbrechen, das mit der Sprengung der Buddha-Statuen durch die Taliban und dem Zerschlagen von archäologischen Schätzen durch den Islamischen Staat vergleichbar ist.
Weil der jüdische Staat Israel derartige Ungeheuerlichkeiten unter seiner Hoheit aus politischen Gründen duldete, könnte man ihm in diesem Fall sogar Komplizenschaft vorwerfen…….
Die Verbindung der Heiligen Schrift von Juden und Christen zu diesem Ort inhaltlich ebenso ignoriert, wie die Jahrhunderte unumstrittener Geschichte, in der ein israelitischer und jüdischer Tempel auf diesem Hügel stand. „Die jüdische Geschichte: ausgelöscht, konsequent bis in die Sprache. König Salomon hin, Herodes her“, beklagt Georg M. Hafner in der Jüdischen Allgemeinen und bezeichnet den Unesco-Entschluss zum „Besetzten Palästina“ als „schamlosen antisemitischen Plot, der seinesgleichen sucht“. Durch den Zusatz „die Besatzungsmacht“ wird die Legitimität des Staates Israel, wann immer er namentlich im Unesco-Beschluss genannt wird, ebenso unterhöhlt wie die der nur als „sogenannte“ bezeichneten Israelischen Antiken-Behörde.
Die jüngsten Vorgänge um den Jerusalemer Tempelberg werfen eine ganze Reihe von Fragen auf. Was treibt die offizielle Völkergemeinschaft? Haben selbst gebildete Araber überhaupt keine Sorge um ihre Glaubwürdigkeit, wenn historische Tatsachen derart mit Füßen getreten werden?
Sind führende Köpfe der deutschen Christenheit wirklich so wenig informiert, dass sie überhaupt kein Gespür mehr dafür haben, wie unglaubwürdig sie werden, wenn sie sich von politischen Narrativen und religiösen Herrschaftsgefühlen derart instrumentalisieren lassen, dass eigene Wertvorstellungen wertlos werden?
Brief an Bedford-Strohm:
Mit Bedauern habe ich gelesen, daß Sie vor dem Besuch des Tempelsbergs Ihr Bischofskreuz abgelegt haben, um die Gefühle der Moslems nicht zu verletzen, vor allem die der Sie begleitenden moslimischen Würdenträger. Da müßten Sie auchin den bayerischen Schulen und Gerichtssälen die Kreuze abhängen, denn dort verkehren bekanntlich auch moslemische und sogar religionslose Menschen, derenGefühle man verletzen könnte. Papst Benedikt jedenfalls war am 11. Mai 2009 im Beisein muslimischer Würdenträger auch auf dem Tempelberg und trug selbstverständlich auch sein Brustkreuz; es hat sich niemand darüber beschwert. Sie hätten ja auch in Zivil – also im Straßenanzug – auf den Tempelberg gehen können. Aber für die Presse macht es sich natürlich besser, wenn man im vollen Ornat kommt. Nur gehört zur Amtskleidung beim Landesbischof auch das Kreuz.
Mohammed war kein Friedensfürst Glaube und Heimat 8/15
Ich wundere mich darüber, daß - offenbar aus einem gewissen Opportunismus - Politik und die Medien überwiegend die Friedfertigkeit des Islams und die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland betonen.
Daß die Mehrzahl der Moslems nicht nur in Deutschland friedlich ist, ist sicher unbestritten. Aber im Koran heißt es u. a. in Sure 2, Vers 212 ff.: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.“ Und in Sure 9, Vers 5: „Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlagt die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf.“
Es lassen sich noch andere derartige „Kampfaufträge“ im Koran finden. Der Prophet Mohammed war kein Friedensfürst. Seit seiner Hidschra aus Mekka 622 war er ständig im Krieg gegen Mekka. Beschränkte sich dieser Krieg zunächst auf Schlägereien und Raubüberfälle auf mekkanische Karawanen, so gelang Mohammed 624 bei Badr mit seinen 300 Gefolgsleuten gegen eine Übermacht von 950 berittenen Mekkanern ein glänzender Sieg. Allerdings wurde er ein Jahr später bei Uhud besiegt und nach Jathrib (Medina) zurückgetrieben. 627 verhinderte Mohammed im sogenannten Grabenkrieg den Fall von Jathrib. 628 drang er bis Mekka vor, das er dann 630 einnehmen konnte.
In den Jahren 624 bis 628 bekämpfte er auch die seine Offenbarung ablehnenden jüdischen Stämme in der Umgebung Jathribs. Bereits 628 unterwarf er sich den bis dahin christlich-jüdischen Jemen.
Daß der Islam nicht zu Deutschland und zu Europa gehört, belegt die frauenfeindliche Sure 4, Vers 34: „Die Männer sind den Frauen überlegen ... Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit, wie Allah für sie sorgte. Diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet, warnet sie. Verbannt sie aus den Schlafgemächern und schlagt sie.“
Ich bin kein Anhänger der Dresdner Anti-Islam-Demonstranten, sondern Physiker im Ruhestand. Mich beunruhigt jedoch, daß die Kirche immer mehr den aktuellen Trends nachjagt und immer weiter nach links rückt.
Prof. Dr. habil. Christian Hofmann, Jena.
Allah ist groß
Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin nicht ausländerfeindlich und auch kein Fremdenhasser. Wenn mich interessierte Leute fragen: „Eure neuen Nachbarn sind wohl keine Hochstädter?“ dann sage ich: „Doch das sind Hochstädter, die wohnen schon eine ganze Zeit hier!“ Dabei sind sie Ausländer und Anhänger der moslemischen Religion (man gestatte mir diesen altertümlichen Ausdruck, so habe ich es gelernt, er ist nicht diskriminierend gemeint). Sie sind auch keine „Mitbürger“ (also nur Bürger zweiten Rangs), sondern Einwohner wie alle anderen auch. So wie es früher eine nennenswerte Zahl von Juden unter uns gab, so gibt es heute die Moslems.
Diese genießen bei uns die Religionsfreiheit wie alle anderen religiösen Gruppen auch. Sie dürfen und können ihre Religion leben. Sie können dafür auch Grundstücke erwerben und Gebäude errichten und Schriften herausbringen. Es wird sogar geduldet, daß einige wenige Haßprediger in den Freitagsgebeten gegen unsere Gesellschaftsordnung hetzen. Wir wissen ja, die ganz große Mehrheit der Moslems bei uns ist friedlich und auf ein gutes Miteinander ausgerichtet.
Aber es wird ihnen auch vorgeworfen, sie wollten sich nicht integrieren. Doch da muß man fragen: Was soll man unter „Integration“ verstehen? Sind sie nur integriert, wenn sie Deutsche werden und auch eine in Deutschland übliche Religion annehmen? Das kann man doch wohl nicht fordern, sondern es geht darum, daß wir uns gegenseitig respektieren. Wenn der „alte Fritz“ sagte, jeder soll nach seiner „Fasson“ selig werden, dann meint er damit die christlichen Konfessionen. Aber wir können das gern auch auf die Religionen ausdehnen. Wir müssen nun einmal der Tatsache ins Auge sehen, daß es in Deutschland auch andere Religionen gibt als die christliche.
Nur wird man nicht wollen, daß Deutschland ein „islamisches Land“ wird. Diese Angst aber kommt auf, wenn im Frankfurter Stadtteil Hausen gleich drei Moscheen in unmittelbarer Nähe gebaut werden. Es gibt Menschen, die sagen: „Das ist doch ein Zeichen der Integration, das zeigt doch, daß sie hier bleiben wollen!“ Ich verstehe unter Integration, daß sie unsere Sprache lernen, daß sie sich mit der Geschichte und Gesellschaft unseres Landes befassen und vielleicht auch die eine oder andere Sitte übernehmen, ohne daß man ihnen ihre Sitten verbieten würde. Dazu gehört auch, daß einige Frauen ein Kopftuch tragen, nicht aus modischen Gründen, sondern als Ausdruck ihres Glaubens und ihrer Kultur. Nur im Staatsdienst ist das nicht erlaubt (wie übrigens bis vor kurzem auch in der Türkei), weil das auch als Bekenntnis zu einer anderen Gesellschaftsordnung verstehen könnte.
Wir wissen ja, daß manche Frauen dieses Kopftuch nicht aus Überzeugung tragen (auch wenn sie das nach außen sagen), sondern weil ihre Männer das erwarten. Und dann wird das Kopftuch zum Zeichen der Unterdrückung der Frau. Wir könne aber nicht dulden, daß die Frauen nur als Geschöpfe zweiten Ranges gesehen werden, daß sie zwangsverheiratet werden oder gar Genitalverstümmlung erleiden müssen. Hier gilt für uns nicht das islamische Gesetz, sondern unser Grundgesetz.
Hier können wir mehr Verständnis bei den Moslems erwarten. Sie könnten auch zurückhaltender sein mit ihrer Forderung, daß eine Moschee - finanziert durch Öldollars aus Saudi-Arabien - unbedingt ein oder mehrere Minarette haben müßte. Als in der Schweiz eine Volksabstimmung für viele überraschend der Bau neuer Moscheen mit Minaretten abgelehnt wurde, erhob sich im Ausland ein Sturm der Entrüstung. Aber wenn man das Volk schon fragt, muß man auch schlucken, wenn es „falsch“ entscheidet. So ein Abstimmungsergebnis zeigt doch, daß da Ängste vorhanden sind, die auch die Moslems verstehen müßten.
Als Christ kann ich nicht wünschen, daß unser Land ein moslemisches Land wird, mit Gebetsräumen in den Schulen, mit Minaretten in jedem Dorf und dem Lautsprechergesang des Muezzins und am Ende dann mit der Einführung der Scharia, des moslemischen Rechts, in dem der sogenannte „Ehrenmord“ erlaubt wird. Schuld an diesen Ängsten sind natürlich auch die Terroristen, die ausschließlich aus dem moslemischen Bereich kommen. Das kann man den bei uns lebenden Moslems nicht vorwerfen, aber vielleicht verstehen sie doch, daß so etwas Vorurteile gegen eine Religion nährt.
Sie können bei uns ihre Gottesdienste halten, sie können auch ohne eigenen Gebetsraum beten, sie haben alle Freiheiten, solange sie sich an unsere Gesetze halten. Es ist auch nicht nötig, daß sie in irgendwelche ehemaligen Fabriken im Industriegebiet abgeschoben werden. Aber auch bei manchen christlichen Gemeinschaften ist da so, weil sie nicht das Geld für eine repräsentative Kirche haben. Aber warum sollten sie nicht auch im Wohngebiet eine Moschee bauen, so wie man heute bei uns eine Kirche oder ein Gemeindehaus oder eine Synagoge baut (nämlich ohne Turm).
Häufig wird auch darauf hingewiesen, daß die Christen in moslemischen Ländern auch keine neuen Kirchen bauen dürfen und in manchen Ländern sogar mit dem Tod bedroht werden, nicht von der Gesellschaft, sondern vom Staat. Das Gegenargument ist dann: Wir müssen als freiheitlicher Staat denen zeigen, wie es sein soll, dann werden sie vielleicht angeregt, es auch so zu machen! Das stimmt schon. Aber dann sollten sie zuerst einmal Religionsfreiheit gewähren und nicht über ihre Unterdrückung in Europa klagen. Unsre Religionsfreiheit hat den Christen in moslemischen Ländern nicht die mindeste Freiheit gebracht. Es ist doch verständlich, wenn die breite Masse des Volks erst einmal Fortschritte in diesem Punkt sehen will, ehe man dem Bau von Minaretten bei uns näher tritt.
Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Dohnanyi hat vorgeschlagen, daß eine moslemische Gemeinde, die eine Synagoge bauen will, erst einmal darüber abstimmt, ob ein Brief an den türkischen Ministerpräsidenten geschickt wird, in dem um die Erlaubnis zum Bau einer Kirche in der Türkei gebeten wird. Wenn dann 75 Prozent der Gemeinde dem zustimmen und so ihre Toleranz zeigen, sollte man auch ihnen entgegenkommen und die Baugenehmigung erteilen. Toleranz gilt beidseitig.
Minarette sind sehr schnell ein Zeichen für den Anspruch militanter Moslems, demonstrativ ihre Religion und Weltanschauung zeigen zu wollen. Sie sind sicher auch ein Zeichen dafür, daß sie alles so haben wollen wie in ihrem Herkunftsland und sich nicht integrieren wollen. Moslem kann man auch sein ohne Minarett. Einen Versammlungsraum braucht man, nicht ein weithin sichtbares repräsentatives Gebäude.
Doch das muß man auch sagen: Unser Bild wird zu sehr von den militanten Moslems bestimmt. Es gibt aber auch die anderen - und das ist die große Mehrheit - die sich positiv über ihre Arbeitsleistung hinaus in unsre Gesellschaft einbringen. So haben zum Beispiel die Mitglieder der Ahmadija-Gemeinde am Neujahrsmorgen die Westendstraße vom Müll der Nacht gesäubert.
Die Moslems können uns auch ein leuchtendes Beispiel sein, wenn man sieht, wie sie zum Gottesdienst gehen und vielfach auch tagsüber die Gebetszeiten einhalten, gerade auch die Männer. Wir denken vielleicht, es sei der falsche Gott. Aber wer es ernst nimmt mit dem Glauben, der ist allemal besser als einer, der (angeblich) gar nichts glaubt.
Vergessen wir auch nicht: Wir sind alle Fremde in der Welt. Aber durch Gott sind wir „Bürger mit den Heiligen“ (Epheser 2,19) geworden. Da können wir doch auch alle Menschen unsrer Umgebung als Bürger ansehen und behandeln.
Zweitfassung:
Gedanken zum Sonntag
Fremde unter uns
Von Peter Heckert, Hochstadt
Wenn mich interessierte Leute fragen: „Eure neuen Nachbarn sind wohl keine Hochstädter?“ dann sage ich: „Doch das sind Hochstädter, die wohnen schon eine ganze Zeit hier!“ Dabei sind sie Ausländer und Anhänger der islamischen Religion. Sie sind auch keine „Mitbürger“ (also nur Bürger zweiten Rangs), sondern Einwohner wie alle anderen auch. So wie es früher eine nennenswerte Zahl von Juden unter uns gab, so gibt es heute die Muslime. Diese genießen bei uns die Religionsfreiheit wie alle anderen religiösen Gruppen auch. Sie dürfen und können ihre Religion leben. Und wir wissen, die ganz große Mehrheit der Moslems bei uns ist friedlich ist und auf ein gutes Miteinander ausgerichtet.
Wir wollen ja, daß sie sich bei uns integrieren, also unsere Sprache lernen, sich mit der Geschichte und Gesellschaft unseres Landes befassen und vielleicht auch die eine oder andere Sitte übernehmen, ohne daß man ihnen ihre Sitten verbieten würde. Nicht dazu gehört aber, daß sie auch die bei uns vorherrschende Religion annehmen. Aber wir erwarten auch, daß sie es mit ihrer Religion nicht übertreiben. Muß es unbedingt eine repräsentative Moschee mit vier Minaretten sein? Das wäre doch eher ein Zeichen dafür, daß man alles so haben will wie im Herkunftsland. Muslim kann man auch sein ohne prachtvolle Moschee, Gebetsräume in den Schulen und mit Minaretten in jedem Dorf. Viele christliche Gemeinschaften kommen ja auch mit einfachen Räumen aus. Deutschland ist nun einmal kein islamisches Land und soll es auch nicht werden. Und wir dürfen auch erwarten, daß sie das Grundgesetz respektieren und es nicht zu Zwangsheirat oder „Ehrenmorden“ kommt.
Doch das muß man auch sagen: Unser Bild wird zu sehr von den militanten Muslimen bestimmt. Es gibt aber auch die anderen - und das ist die große Mehrheit - die sich positiv über ihre Arbeitsleistung hinaus in unsre Gesellschaft einbringen. So haben zum Beispiel die Mitglieder der Ahmadija-Gemeinde am Neujahrsmorgen die Westendstraße vom Müll der Nacht gesäubert.
Die Muslime können uns auch ein leuchtendes Beispiel sein, wenn man sieht, wie sie zum Gottesdienst gehen und vielfach auch tagsüber die Gebetszeiten einhalten, gerade auch die Männer. Wir denken vielleicht, es sei der falsche Gott. Aber wer es ernst nimmt mit dem Glauben, der ist allemal besser als einer, der (angeblich) gar nichts glaubt.
Vergessen wir auch nicht: Wir sind alle Fremde in der Welt. Aber durch Gott sind wir „Bürger mit den Heiligen“ (Epheser 2,19) geworden. Da können wir doch auch alle Menschen unsrer Umgebung als Bürger ansehen und behandeln. [Auch nicht eingesandt].
Peter Heckert
Maulbeerweg 21
63477 Maintal
Tel. 06181/9451936
E-Mail:. heckertp@arcor.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Anliegen betrifft Sie nicht direkt, aber ich habe keine andere Anschrift einer islamischen Gemeinschaft in Maintal gefunden. Deshalb bitte ich Sie, mein Schreiben an die zuständige Stelle in Bischofsheim weiterzuleiten bzw. überhaupt in den Gemeinden in Maintal zu besprechen.
Es geht um folgenden Vorgang: Mit einer siebten Klasse aus der Kästnerschule in Bischofsheim habe ich eine Führung durch Hochstadt gemeint. Als wir aber an der Kirche waren, weigerten sich drei Jungen mit hineinzugehen: Sie seien Muslime und dürften das nicht! Dabei wollte ich gar nicht mit ihnen in das Kirchengebäude gehen, sondern ihnen nur die Befestigungsanlage rund um die Kirche zeigen. Und als ich den Standort der früheren Synagoge zeigte, fragten die gleichen Jungen nach und machten irgendwelche Bemerkungen zu den Juden.
Ich möchte nun fragen, ob es den Moslems wirklich verboten ist, eine Kirche zu betreten? Sie laden ja auch immer zum „Tag der offenen Moschee“ ein und kein Gast findet etwas dabei. Handelt es sich hier nur um eine private Meinung der Jungen? Wenn es so ist, dann müßte man sie vielleicht anders informieren und auch jeden Antisemitismus abbiegen.
Ich bitte Sie herzlich um eine Antwort
Der Imam rief an und sagte, es sei einem Moslem nicht verboten, in eine Kirche zu gehen, er selber schon öfter in eijner Kirche gewesen. Ich habe das über die Lehrerin den Schülern ausrichten lassen.
Peter Heckert
Maulbeerweg 21
63477 Maintal
Tel:. 06181/9451936
E-Mail: heckertp@arcor.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Anliegen betrifft Sie nicht direkt, aber ich habe keine andere Anschrift einer islamischen Gemeinschaft in Maintal gefunden. Deshalb bitte ich Sie, mein Schreiben nicht nur bei Ihnen auszuwerten, sondern auch an eine entsprechende Gemeinde in Bischofsheim weiterzuleiten. Es geht um folgenden Vorgang:
Vor einigen Tagen machte ich eine Führung durch Hochstadt mit einer siebten Klasse aus der Kästnerschule. Als ich aber mit ihnen in die Kirche gehen wollte, weigerten sich drei Jungen, mit hineinzugehen: Sie seien Muslime und dürften das nicht! Dabei wollte ich gar nicht in das Kirchengebäude gehen, sondern ihnen nur die Befestigungsablage rund um die Kirche zeigen.
Als ich später den Standort der früheren Synagoge zeigte, fragten die gleichen Jungen wieder nach und machten abschätzige Bemerkungen.
Meine Frage ist nun: Dürfen Muslime wirklich nicht die Kirche betreten? Schließlich wird von dort ja auch zum „Tag der offenen Moschee“ eingeladen und niemand von den Gästen findet etwas dabei. Wenn es sich hier um eine Privatmeinungen der Jungen handelt, dann würde ich Sie doch bitten, hier richtig zu informieren und auch einem Antisemitismus entgegenzutreten. Mit freundlichen Grüßen