Das Jahr 2025
Stadtverordnetenversammlung
Im Januar haben die Freien Wähler Hessen eine Stadtvereinigung in Maintal-Wachenbuchen konstituiert. Vorsitzender ist der FW-Bundestagskandidat Heico Becker. Bis auf die obligatorischen sieben Gründungsmitglieder gibt es derzeit keine weiteren. Heico Becker rechnet damit, dass die FW Hessen am 23. Februar die Fünf-Prozent-Hürde schafft. Er will vor allem mit seinem Wahlstand präsent sein. Deutschland müsse zudem mehr wie ein Unternehmen geführt werden. Darunter versteht Becker etwa den Abbau oder die Reduzierung von überbordender Regulierung und den damit verbundenen Strukturen, um das so freiwerdende Geld an anderen Stellen zu investieren, in Kitas oder Schulen.
Die Wählergruppe Bürger für Bürger Maintal lädt für Mittwoch, 26. Februar, um 19 Uhr zu einer Resümee-Veranstaltung im Bürgerhaus Wachenbuchen ein. Alle Ergebnisse und Beschlüsse, auch aus der Blockabstimmung, werden präsentiert und erörtert. Danach gibt es eine offene Gesprächsrunde.
Bei der Einbringung des Doppelhaushalts 2025/2026 Anfang Dezember hatte es noch zwei große Fragezeichen gegeben: Wie viel Kreis- und Schulumlage muss Maintal nach der Erhöhung durch den Kreis zahlen? Und wie viel Gewerbesteuer bricht der Stadt durch den Wegzug von 1&1 weg ? Bei beidem sieht die Verwaltung nun klarer: Mit 4,2 Millionen Euro pro Jahr beziffert sie den erwarteten Rückgang der Gewerbesteuer durch den Umzug des Telekommunikationsanbieters von Maintal nach Frankfurt. Dafür, dass sie weniger Steuern einnimmt, erhält die Stadt allerdings mehr Zuweisungen vom Land und muss weniger Umlagen an den Kreis abgeben: Im Zuge des sinkenden Gewerbesteuer-Aufkommens steigen die Schlüsselzuweisungen 2027 um knapp eine Million, 2028 um fast zwei Millionen Euro an. Für die Jahre 2026 bis 2028 steht ein erwarteter Fehlbedarf von knapp zehn Millionen Euro im Haushaltsentwurf. Dieses Defizit kann die Stadt zwar durch ihre Rücklagen ausgleichen – allerdings nur noch bis 2026.
Kritik haben die beiden Fraktionen CDU und FDP an dem Verwaltungsentwurf geäußert, da er ein strukturelles jährliches Defizit von rund zehn Millionen Euro aufweist. Beide sehen in der Personalausstattung der Stadtverwaltung einen Ansatzpunkt, um Ausgaben zu senken. Der Stellenplan umfasst 30 neue Stellen. FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Schäfer fordert, das Personal auf 300 Vollzeit-Stellen zu begrenzen. Sie sehen die Grundsteuer-Erhöhung sehr kritisch.
Dirk Kirchmann ist seit Kurzem Vorsitzender der Grünen-Fraktion in der Maintaler Stadtverordnetenversammlung. „Meine primäre inhaltliche Motivation ist der Wunsch, den Schutz der Umwelt und der Artenvielfalt und die Klimaanpassung auf lokaler Ebene voranzubringen“, beschreibt er, was ihn antreibt.
Im April einigen sich die Fraktionen auf den Haushaltsentwurf: Die Grundsteuer steigt auf 950 Punkte. In der Stadtverordnetenversammlung dürfte der Entwurf eine Mehrheit finden, denn die drei Fraktionen CDU, Grüne und SPD verfügen über einen komfortablen Stimmenvorsprung von 31 zu 14 Stimmen, wenn alle Stadtverordneten anwesend sind. Bei den Personaleinsparungen wollen die Stadtverordneten dem Magistrat jedoch freie Hand lassen.. Klar ist jedoch, dass das Kitapersonal von den Einsparungen ausgenommen werden soll.
Bei Bauvorhaben der Stadt allein über die Freigabe des Gelds abzustimmen, das ist den Maintaler Stadtverordneten zu wenig. Sie wollen künftig bei Ausschreibungen auch mitreden, ob ein externer Projektsteuerer verpflichtet wird. Auslöser dafür war eine Debatte im Ausschuss für kommunale Investitionsprojekte über die Freigabe von rund 902.000 Euro für einen Projektbetreuer, dem der Bau des neuen, knapp 23 Millionen Euro teuren Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Dörnigheim übertragen werden soll.
Während Thomas Schäfer (FDP) Zweifel hegte, ob die Ausschreibung überhaupt an ein Anwaltsbüro übertragen werden müsse, hielt Götz Winter von der CDU die Einsetzung eines Projektbetreuers an sich für fraglich. Andere Kommunen in ähnlicher Größe schafften dies auch. Es wurde der Beschluß gefaßt: Vergaben, über deren „Volumen gemäß Geschäftsordnung der Ausschuss beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung zu entscheiden hat, sind vor Beginn des formalen Ausschreibungsverfahrens dem zuständigen Ausschuss zur Entscheidung vorzulegen.
Im Mai ließ die Sstadt verlauten; Auf der Einnahmenseite werden vor allem mehr Steuern fällig. Neben der bereits bei der Einbringung des Haushalts im Dezember vorgeschlagenen Erhöhung des Grundsteuer-B-Hebesatzes von derzeit 580 auf 950 Punkte soll die Grundsteuer A auf land- und forstwirtschaftliche Grundstücke von 471 ebenfalls auf 950 Punkte angehoben werden. Auch die Hundesteuer für sogenannte Listen- oder gefährliche Hunde soll von derzeit 512 auf 1.000 Euro pro Hund steigen.
Neu hinzu kommen eine Grundsteuer C auf baureife, aber unbebaute Grundstücke, eine Zweitwohnungssteuer und eine Tourismussteuer. Für alle drei Abgaben muss eine Satzung erarbeitet werden. Für die Grundsteuer C wird ein Hebesatz von 4750 Prozentpunkten angestrebt und 250.000 Euro Einnahmen will die Stadt damit generieren. Die neue Zweitwohnungs- und Tourismussteuer sollen Maintal je 25.000 Euro pro Jahr einbringen.
Der Verkauf des Grundstücks, auf dem die Klingvilla steht, ist eine der genannten Maßnahmen, die sich positiv auf den Investitionshaushalt auswirken. 2,35 Millionen Euro hat die Stadt dafür eingeplant. Damit könnte insgesamt der Fehlbedarf im Ergebnishaushalt 2026 auf 7,8, in den beiden Folgejahren auf unter vier Millionen Euro gesenkt werden. Eine Deckung aus den Rücklagen wäre dann bis Ende 2027 möglich.
Mit einer Mehrheit von CDU, Grünen und SPD haben die Stadtverordneten im Mai den Doppelhaushalt 2025/2026 mit deutlichen Steuererhöhungen verabschiedet. Dafür, dass diese Erhöhung der kommunalen Abgaben nötig wurde, fanden die Vertreter der drei Fraktionen deutliche Kritik an Bürgermeisterin und Finanzdezernentin Monika Böttcher: Das strukturelle jährliche Defizit von rund zehn Millionen Euro im eingebrachten Haushaltsentwurf seien das „Ergebnis schlechten Wirtschaftens“, warf Götz Winter (CDU) der Bürgermeisterin vor und machte sich Luft über das seiner Meinung nach ausufernde Personalwachstum in der Stadtverwaltung, die mangelnde Digitalisierung im Rathaus und die „katastrophale“ Vermarktung der Gewerbegebiete.
Die größte Einsparung soll es im Personalbereich geben. Ausgehend von 338 Vollzeitäquivalenten im Stellenplan 2024 – den Kita-Bereich ausgenommen – ist es das Ziel, zum Stellenplan 2029 eine Reduzierung um 30 Vollzeitäquivalente zu erreichen. Wo und wie die Verwaltung personell verschlankt werden kann, indem auch die Organisationsstruktur optimiert wird, soll ein externer Dienstleister analysieren.
Gleichzeitig liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Maintal deutlich unterhalb des Landes und dem Bezirk des Regierungspräsidiums Darmstadt. Dieser vergleichsweise niedrige Wert zeigt, dass in der Vergangenheit in Maintal deutlich weniger investiert und saniert wurde als notwendig. „Diesen Investitionsstau bauen wir gerade ab. Auch im Sinne der Verantwortung für die junge Generation investieren wir kräftig in die Infrastruktur. Zu nennen sind hier der Neubau des Schwimmbads, Neu- und Erweiterungsbauten von Kitas für die frühkindliche Bildung, Förderung von Klimaschutz und Klimaanpassung, die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum, zwei neue Feuerwehrwachen und das Bürgerhaus Bischofsheim im Rahmen der Quartiersentwicklung. Damit schaffen wir Werte. Wir steigern die Lebensqualität und Attraktivität unserer Stadt – als Wohn- und als Gewerbestandort“, so die Finanzdezernentin.
Stadtverordnetenvorsteher Martin Fischer lädt für Dienstag, 27. Mai, um 18.30 Uhr zu einer Bürgerversammlung ins Bürgerhaus Bischofsheim ein. An diesem Abend geht es um die Nordmainische S-Bahn. Im Rahmen der Bürgerversammlung können sich Interessierte aus erster Hand über das Bauvorhaben, den Baufortschritt und was sich vor Ort ändern wird, informieren.
Bürgermeisterin Monika Böttcher im September eine Haushaltssperre verhängt. Die Gründe: Die Kommune muss hohe Steuereinbußen verkraften. Mit 800.000 Euro weniger Einkommenssteuer rechnet man im Rathaus. Auch die Gewerbesteuer fällt deutlich geringer aus, unter anderem weil mit „1 und 1“ der größte Steuerzahler der Stadt den Rücken zukehrt und nach Frankfurt umsiedelt. Für 2025 rechnet die Stadt aktuell mit einem Rückgang der Steuereinnahmen von rund fünf Millionen Euro.
Die Kommunalaufsicht hatte den Haushalt für 2025 daher nur mit Auflagen genehmigt. Die geplante Neuverschuldung sei zu hoch, kreidet die Aufsicht an. Die Tilgung könne ab 2027 nicht mehr aus eigenen Mitteln geleistet werden. Als Sparprogramm hat der Magistrat deshalb nun eine haushaltswirtschaftliche Sperre beschlossen.
Die Wahlalternative Maintal führt Kooperationsgespräche mit der Europa-Partei Volt. Inhaltlich passt es bei den beiden Gruppierungen. WAM und Volt könnten in Maintal bei der Kommunalwahl im März 2026 zu einem ernsthaften Mitbewerber um die Sitze im Stadtparlament werden. Die Wahlalternative Maintal (WAM) will sich personelle Verstärkung von der Partei Volt holen. In Maintal soll es jedoch, anders als in Hanau und den Landkreisen, keine eigene Liste geben, bestätigen Volt und WAM. Es soll lediglich um Kandidatenübernahmen gehen. Ob die Liste einen doppelten Namen tragen wird oder lediglich WAM heißt und etwas Volt drin ist, ist derzeit noch offen. Traditionell ist die Maintaler WAM ein Sammelbecken für politisch Aktive, die sich einst in anderen Parteien engagierten.
Wie man Frauen dazu bewegen kann, sich mehr in der Politik zu engagieren, war das Anliegen eines Frühstücks im September explizit für Frauen, zu dem die Grünen in Maintal am Wochenende eingeladen hatten.
Auf das ehemalige DHL-Gelände und ein Stückchen des Gewerbegebiets in Bischofsheim will Amazon ein Rechenzentrum bauen. Wie viele weitere Maintal verträgt, wurde in der Stadtverordnetenversammlung heiß diskutiert. Zwei Rechenzentren sollen nach derzeitigem Stand nach Maintal kommen: Das amerikanische Unternehmen Edgeconnex, das bereits einige Standorte im Rhein-Main-Gebiet betreibt oder baut, hat dazu den ehemaligen Sirius-Business-Park an der Honeywellstraße in Dörnigheim gekauft und plant, dort bis Ende 2027 ein Rechenzentrum zu bauen. Auf dem ehemaligen DHL-Gelände will der US-Riese Amazon ein weiteres errichten, das sich auch zu einem kleinen Teil auf das Gewerbegebiet Maintal-West in Bischofsheim erstrecken soll.
Die WAM wollte die Ansiedlung von Rechenzentren in Maintaler Gewerbegebieten „möglichst zu verhindern“. Sie brächten der Stadt nämlich keine Vorteile, Nur acht der 25 auf dem Sirius-Areal beheimateten Gewerbe könnten in Maintal gehalten werden, begründete der WAM-Fraktionschef seinen Vorbehalte. „Wir wollten Arbeitsplätze und Gewerbesteuer“, beides brächten Rechenzentren nicht.
Die Maintaler Linke hat Jan Fiedler und Oliver Körting zum Sprecherrat gewählt. Auch eine Liste für die Kommunalwahl am 15. März 2026 hat der Ortsverband aufgestellt. „Maintal braucht ein Gesamtkonzept für eine lebenswerte und bezahlbare Stadt für alle“, erklärt Fiedler. Die Mieten und Betriebskosten seien für viele Menschen nicht mehr bezahlbar. Zahlreiche Mieterinnen und Mieter stünden vor kaum noch tragbaren Belastungen, hohen Nachforderungen und der existenziellen Frage, wie sie ihren Alltag finanzieren sollen.
Die Maintaler Grünen schlagen Alarm: Die Arbeit im Ortsverband hänge an einigen Wenigen. Ohne weiteres Engagement sei es ein Kraftakt, eine Liste für die Kommunalwahl im März 2026 aufzustellen.. Doch dafür muss es genügend Freiwillige geben, die sich in den Ortsverbänden engagieren und für ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung kandidieren wollen. Und davon gibt es im Maintaler Ortsverband der Grünen derzeit nicht genug, beklagt Sprecher Ahmet Cetiner.
Die Maintaler FDP zieht mit 21 Kandidaten in die Kommunalwahl. Spitzenkandidat ist, wenig überraschend, Thomas Schäfer, der der fünfköpfigen Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung vorsitzt.
Auf der Liste stehen erfahrene Lokalpolitiker wie Ortsvereinsvorstand Leo Hoffmann und junge Nachwuchskräfte wie seine Stellvertreterin Julia Kleiß.
Doch die eigentlichen Herausforderungen der nächsten Legislaturperiode sieht er auf einer anderen Ebene: „Wir müssen Maintal aus der Pleite führen. Dies erfordert eine strikte Ausgabendisziplin“, macht Thomas Schäfer deutlich und erklärt, dass seine Fraktion dies nicht durch Steuererhöhungen erreichen will.
Nach zwei Jahrzehnten hat WAM-Fraktionsmitglied Klaus Seibert sein Mandat abgegeben. Der streitbare 73-Jährige will sich trotzdem weiter für die Probleme der „kleinen Leute“ starkmachen. Nach vier Legislaturperioden und 20 Jahren in der Maintaler Stadtverordnetenversammlung ist Schluss. Seine Gesundheit erlaube es ihm nicht mehr, sich in den politischen Gremien zu engagieren, erzählt der 73-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung. Seibert ist seit vielen Jahren herzkrank und kann sich nicht mehr so intensiv mit allen Themen befassen, wie er es gerne möchte, sich durch mehrere hundert Seiten Papier lesen, um sich auf die Sitzungen vorzubereiten.
Die Maintaler SPD startet mit 29 Kandidaten in den Wahlkampf. Viele junge Bewerber sollen frische Perspektiven in die Stadtpolitik bringen.
Spitzenkandidat ist Fraktionsvorsitzender Sebastian Maier. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Vorsitzender und Stadtverordneter Necdet Kalipcioglu und Co-Fraktionschef Tobias Eberhardt, die weiteren Fraktionsmitglieder Martin Spichal, Heiko Koch und ehrenamtliche Stadträtin Janna Maier finden sich auf den Listenplätzen 8, 10 und 11. I
Stadt Maintal
Die vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar setzt Wahlorganisatoren allerorten gehörig unter Zeitdruck. Wie laufen die Vorbereitungen in Maintal? Dass Stephanie Gruber-Schwalbach relativ entspannt wirkt, liegt zum einen an der jahrelangen Erfahrung der Maintaler Gemeindewahlleiterin. Dass nun doch „erst“ Ende Februar gewählt wird, habe es der Stadt zumindest erspart, das Rathaus über den Jahreswechsel offen lassen und eine Urlaubssperre für die betroffenen Mitarbeiter aussprechen zu müssen. Rund sieben Mitarbeiter sind es, die die Wahl in der heißen Phase vorbereiten – Mitarbeiter, die in „wahlfreien Zeiten“ mit anderen Aufgaben betraut sind.
„Der erste Aufschrei kam von den fastnachtstreibenden Vereinen“, berichtet Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser. Doch den Befürchtungen, dass die Fastnachter womöglich wegen der Wahl auf Räumlichkeiten für ihre Sitzungen verzichten müssten, kann er schnell den Wind aus den Segeln nehmen: „Wir lassen die Bürgerhäuser außen vor“, gab er Entwarnung. Damit niemand umherirren muss, will die Stadt zusätzlich vor den Bürgerhäusern am Wahlsonntag auf die Ausweich-Wahllokale hinweisen.
Ob sich genügend ehrenamtliche Wahlhelfer melden, war eine andere spannende Frage. „Wir haben bei dieser Wahl zum Glück keine Probleme, Wahlhelfer zu finden“, berichtet Stephanie Gruber-Schwalbach von einer hohen Bereitschaft, dieses wichtige Ehrenamt zu übernehmen. Ob ausgerechnet der vorgezogene Wahltermin für höheres Interesse gesorgt habe, bleibt dahingestellt. „Aber es war sonst schon immer eher knapp. Diesmal haben sich viele Freiwillige neu gemeldet“, freut sich die Gemeindewahlleiterin. Auf 399 Ehrenamtliche kann das hauptamtliche Team Wahlen zurückgreifen.
Die vorgezogene Neuwahl des Deutschen Bundestags am Sonntag, 23. Februar, bedeutet eine verkürzte Vorlaufzeit für die Wahlorganisation. Derzeit werden die Wahlbenachrichtigungen durch die Deutsche Post zugestellt. Diese geben Auskunft über das zugewiesene Wahllokal. Zudem kann über den Vordruck auf der Wahlbenachrichtigung Briefwahl beantragt werden.
Dies ist zusätzlich online über die städtische Webseite „www.maintal.de/wahlen“ möglich. Wahlberechtigte, die bis 2. Februar keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, aber glauben, wahlberechtigt zu sein, können sich beim Wahlamt der Stadt Maintal melden. Es ist zu berücksichtigen, dass Briefwahl-unterlagen aufgrund der verkürzten Fristen durch die vorgezogenen Neuwahlen erst ab Anfang Februar versendet werden können – auch wenn diese bereits im Januar beantragt wurden. In der Folge verkürzt sich die Zeit für die Rücksendung auf dem Postweg. Wer diesen nutzen möchte, sollte die Briefwahl so früh wie möglich beantragen und die ausgefüllten Unterlagen umgehend zurücksenden.
Im Januar wurden rund 35 Zeitkapseln in einem speziellen Schacht neben dem Kunstwerk „Der Apfel thront“ am geographischen Mittelpunkt Maintals in Hochstadt versenkt. Die Zeremonie, begleitet von mystischer Musik, zog zahlreiche Besucher an und verlieh dem Ereignis eine besondere Atmosphäre. Der neu gestaltete Bereich nahe des Hochstädter Obertors war durch Strahler in Szene gesetzt. Der geöffnete Schacht offenbarte den Blick in etwa zwei Meter Tiefe. Mit zwei Bollerwagen, beladen mit Zeitkapseln und Weinkisten, erreichten der Erste Stadtrat Karl-Heinz Kaiser und der Kulturbeauftragte Tom Wörner gemeinsam mit zwei Fackelträgern den Veranstaltungsort. Nacheinander wurden die Kapseln im Schacht versenkt. Im Anschluss erhielten die Eigentümerinnen und Eigentümer der Zeitkapseln ihre Urkunden mit den Nummern ihrer Zeitkapseln. Schließlich soll im Jahr 2049, wenn die Zeitkapseln anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Stadt Maintal, wieder geborgen werden – ebenso wie der Wein, der bis dahin beste Lagerbedingungen in dem Schacht hat -, eine eindeutige Zuordnung möglich sein.
Ab Februar können alle Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamts-Card in Maintal von einer weiteren Vergünstigung profitieren: Sie erhalten einen Rabatt auf den regulären Preis des Büchereiausweises. Mehr als 40 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis engagieren sich bereits freiwillig. Mit der E-Card können sie von über 1.700 hessenweiten Vergünstigungen profitieren. Neben Rabatten in Kinos, Museen und Freizeitparks umfasst das Angebot auch einen Rabatt von 25 Prozent auf ein Abonnement der Volksbühne Maintal sowie ab sofort einen Vorteil von fünf Euro auf den Ausweis für die Maintaler Büchereien.
Derzeit wissen viele Menschen in Deutschland noch nicht, wo sie am 23. Februar für die Wahl des Deutschen Bundestags ihr Kreuzchen machen sollen. Da liegt die Versuchung nahe, gar nicht erst wählen zu gehen. Doch Nichtwählen kann keine Lösung sein. Das dachten sich auch die Freiwilligenagentur–Maintal Aktiv und die Integrationsbeauftragte der Stadt Maintal. Sie starteten daher die Kampagne „Gib der Zukunft Deine Stimme – geh´ wählen!“ Die Kampagne zur Bundestagswahl richtet sich an junge Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund, denn Statistiken zeigen, dass die Wahlbeteiligung in diesen Gruppen tendenziell niedriger ist als im Durchschnitt. Um dem entgegenzuwirken, setzt die Kampagne auf verschiedene Kommunikationsmittel, darunter Banner, Plakate und Social-Media-Nachrichten. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung des Wahlrechts zu schärfen und alle Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken.
Anlässlich des dritten Jahrestages des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine findet am Montag, 24. Februar, um 17 Uhr eine Mahnwache vor dem Bürgerhaus in Bischofsheim statt. Herr Kliem von der Medizinhilfe Karpato-Ukraine wird sprechen. Die Medizinhilfe leistet praktische Hilfe für die vielen Opfer (
Die CDU erzielt bei der Bundestagswahl einen deutlichen Vorsprung in Maintal und hat die Kommunalwahl 2026 im Blick. Mit 29 Prozent ist die CDU in Maintal deutlicher Sieger der Bundestagswahl – mit einem Vorsprung auf SPD, AfD und Grüne, der noch größer ist als im Bundestrend. Grund zur Freude gibt es aus Winters Sicht bei einem weiteren Vergleich des Maintaler Ergebnisses mit dem Bundestrend, nämlich den, dass die „demokratischen Parteien in Summe stärker sind als die nicht-demokratischen“. Denn auffällig ist, dass sowohl AfD-Direktkandidat Dominik Asch trotz der örtlichen Nähe zu dessen Heimatort Schöneck und der Tatsache, dass er Sprecher des für Maintal zuständigen Ortsverbands ist, mit 16,8 Prozent Erststimmen und ebenso vielen Zweitstimmen noch unter dem bundesdeutschen Ergebnis (20,8 Prozent) liegt.
Mit neun Prozent für Direktkandidat Matthias Okon und 9,3 Prozent für die Partei, die in Maintal keinen Ortsverband hat, nicht in der Stadtverordnetenversammlung vertreten ist und auch ansonsten nicht in Erscheinung tritt, haben die Linken in Maintal überraschend stark abgeschnitten. Doch dass die Wahlentscheidung über den Bundestag scheinbar wenig mit dem lokalpolitischen Engagement zu tun hat, zeigt auch das schlechte Abschneiden der FDP (4,7 Prozent). „Das ist eine bittere Niederlage, die allerdings nicht unerwartet kam“, kommentiert Leo Hoffmann, Vorsitzender des Ortsverbands, das Ergebnis, mit dem die Liberalen nicht mehr im Bundestag vertreten sind.
Im März veranstaltete die Gruppe „Offenes Treffen Nachhaltigkeit“ zusammen mit der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Maintal einen Informationsabend im Stadtteilzentrum Bischofsheim. Thematisiert wurde „Maintal als Fairtrade-Town und der faire Handel“. nEs gab einen Vortrag der Fairtrade-Projektbeauftragten Anne Kunze und einen Film über Fairtrade-Kooperationen und fairen Handel. Fairtrade steht für mehr Gerechtigkeit im Welthandel. Der Kauf von fair gehandelten Produkten soll Kleinproduzent und Arbeiter im globalen Süden unterstützen und eine menschenwürdige Existenz ermöglichen.
m Januar 2018 bildete die Stadt Maintal die erforderliche Steuerungsgruppe bestehend aus Bürgern, Mitglieder einer Kirchengemeinde, Politikern, dem Globus-Geschäftsleiter und Bürgermeisterin Monika Böttcher. Gemeinsam fördere man den fairen Handel im Einzelhandel, der Gastronomie und in öffentlichen Einrichtungen in Maintal. Und auch in der Öffentlichkeitsarbeit wurde viel unternommen: Neben Podiumsdiskussionen, Infoständen und Ausstellungen wurden fair gehandelte Mobilfunkgeräte (Fairphones) in der Stadtverwaltung zum Einsatz gebracht.
Am 30. März 2020 wurde Maintal als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. „Wir ruhen uns nicht auf der Urkunde aus, sondern engagieren uns weiter, denn davon lebt die Kampagne“, erklärte die Fairtrade-Projektbeauftragte der Stadt Maintal, Anne Kunze. Allerdings musste die Fairtrade-Kampagne der Stadt eine Zwangspause einlegen, die Stelle war kurzzeitig nicht besetzt. Seit Januar dieses Jahres gibt es eine neue Steuerungsgruppe, die das Thema Fairtrade wieder zum Gegenstand öffentlicher Diskussion machen will.
Der freiwillige Einsatz für ein lebendiges Gemeinwesen stand daher im Mittelpunkt der Veranstaltung „Engagiert – Maintal sagt Danke“ am Ende des Jubiläumsjahres 2024. Einige Geehrte, die an diesem Tag verhindert waren, erhielten nun nachträglich von Bürgermeisterin Monika Böttcher und Erstem Stadtrat Karl-Heinz Kaiser die Maintal-Nadel in Gold und Silber:
- Gisela Kratz eine tragende Säule der Turngemeinde Dörnigheim (TGD).
- Kornelia Schlegel. Übungsleiterin für das Mutter-Kind-Turnen der FTW Wachebuchen .
- Ervin Susnik., das Gesicht des SC Budokan, seit 2000 Vorsitzender des Vereins,.
Hochstädter hat wertvollen Schatz versteckt: Wer findet die Kiste mit Gold?
Johannes Squar hat in Maintal eine Gold-Unze versteckt. Wer den Schatz heben will, findet Hinweise in einem von ihm selbst getexteten Gedicht, das der Hochstädter auf seinem You tube -Kanal veröffentlicht hat. Das rätselhafte Gedicht verrät den Ort, an dem der 28-Jährige einen echten Schatz versteckt hat: eine Kiste mit einer Unze Gold im Wert von rund 3.000 Euro. Der Finder darf sie behalten – doch zuerst muss er das Rätsel des Gedichts lösen, das die exakte Lage verrät.
Als Inspiration diente ihm Forrest Fenn. Der US-Millionär hatte 2010 einen Goldschatz in den Rocky Mountains vergraben und in seiner Biografie ein rätselhaftes Gedicht veröffentlicht, das den Aufenthaltsort des Schatzes beschreibt. Zehn Jahre lang dauerte es, bis die Kiste mit Goldmünzen und Schmuck im Wert von über zwei Millionen UD-Dollar schließlich entdeckt wurde.
Im Mai wurde das Verwaltungsgebäude an der Dörnigheimer Kirchgasse mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. 34 Arbeitsplätze bietet das sanierte Gebäude. Der ursprüngliche Herrenhof wurde über drei Jahre und acht Monate komplett saniert und entsprechend den gegenwärtigen Bedürfnissen einer Stadtverwaltung umgebaut. Die auf rund zwei Millionen Euro angesetzten Kosten haben sich am Ende um rund 1,5 Millionen Euro erhöht. Neben der Teuerung am Bau und den hohen Auflagen des Denkmalschutzes sollen auch bauliche Überraschungen den Preis nach oben getrieben haben. In dem L-förmigen Gebäude, dessen ältester Teil aus dem Jahr 1764 stammt, sind 34 Arbeitsplätze entstanden, vor allem für den Fachbereich Soziales und Familie sowie das Kinder- und Jugendbüro, die bislang im maroden Anbau an der Hochstädter Sandgasse untergebracht war.
Erschwerend ist hinzugekommen, dass das ursprüngliche Haus im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut und erweitert worden sei, gerade so wie man es brauchte. Davon erzählt außen die frisch sanierte Fassade aus Felder mal mit Ziegeln, dann mit Sandsteinquader oder Bruchstein. Innen sind es die Böden der Korridore, die alle paar Meter das Niveau ändern und somit eine andere Epoche der Immobilie verkünden.
Der älteste Gebäudeteil war der Herrenhof, der vergleichbar mit einem Schlösschen war, erklärt Jan Fricke vom Vorstand des Geschichtsvereins. Es war die Heimstätte der Herren von Dörnigheim. Mit der Industrialisierung ab Mitte des 19.?Jahrhunderts und dem verstärkten Zuzug wurde der Herrenhof zur Schule, zudem richtete man unter seinem Dach eine Wohnung für den Dorfarzt ein. Der nächste große Wandel erfolgte 1923. Dörnigheim wurde an die Wasserleitung angeschlossen, der Herrenhof wurde zur Badeanstalt mit zwei Wannen umgebaut. Die Feuerwehr quartierte sich ein und die Gemeindeschwester. Vor der Polizeistation waren in dem Haus die Bücherei und das Rathaus anzutreffen.
Urkunden beglaubigen oder den Verkehrswert von Immobilien ermitteln: Nur zwei Aufgabenbereiche, um die sich Bernd Fuchs kümmert. Der Maintaler ist neuer Ortsgerichtsvorsteher für Dörnigheim/Hochstadt.. Der gelernte Bankkaufmann ist seit Februar im Ehrenamt. Zu seinen Aufgaben zählen etwa Beglaubigungen von Urkunden. Bei Todesfällen müssen die Hinterbliebenen kontaktiert und befragt und diese Informationen an das Nachlassgericht in Hanau weitergeleitet werden. Auch wenn sich der Vorstand eines Vereins ändert, muss das im Vereinsregister geändert werden. Außerdem beschäftigt sich der Ortsgerichtsvorsteher mit Immobilien – ein umfangreiches Thema, wie Fuchs feststellen musste: Immobilienbesichtigungen zu unterschiedlichen Anlässen, Bodenrichtwerte ermitteln, Schenkungen abwickeln und den Verkehrswert eines Grundstücks oder Gebäudes ermitteln.
Den Auftakt der diesjährigen Sommertour von Bürgermeisterin Monika Böttcher bildet ein Besuch im Cafair im Evangelischen Gemeindehaus Hochstadt (Wallgraben 2) am Sonntag, 27. Juli, ab 14.45 Uhr. . Auf den Termin in Hochstadt folgen Bischofsheim (Haus der Begegnung), Dörnigheim (in der Sommergastronomie „La Main“ am Dörnigheimer Mainufer) und
Wachenbuchen mit den Landfrauen im Bürgerhaus.
Parklets sind mobile Stadtmöbel, mit denen sich auf öffentlichen Flächen schnell und unkompliziert Sitzmöbel und damit zusätzliche, teils begrünte, Aufenthaltsbereiche einrichten lassen. Maintal erhielt in den letzten beiden Jahren die Möglichkeit, mobile Stadtmöbel von der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) kostenlos auszuleihen und zu testen. Nun erfolgte eine Bewertung des Projekts. Dabei beteiligten sich rund 150 Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage und beurteilten unter anderem das Projekt selbst, die Standorte und die eigene Nutzung.
77 Prozent der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger bewerteten das Pilotprojekt mit „sehr gut“ oder „gut“, etwa 15 Prozent fanden das Projekt „nicht gut“. 36 Prozent der Befragten haben die Parklets „sehr oft“ oder „oft“ genutzt. 31 Prozent gaben an, keine der Stadtmöbel genutzt zu haben. Der Standort, der am besten bei den Bürgerinnen und Bürger ankam, war jener an der Hauptstraße in Hochstadt. Hier wurde die Nähe zu einem (Eis-)Café als positiv bewertet [Am Eiscafé sitzt man aber genau mitten im Verkehr in der „verkehrsberuhigten“ Hauptstraße]
Die Finanzaufsicht des Main-Kinzig-Kreises hat den Doppelhaushalt der Stadt Maintal für 2025/2026 nur zu einem Teil und mit einigen Auflagen genehmigt. Die Stadtverordneten haben beschlossen, einen Nachtragshaushalt für 2026 auf den Weg zu bringen. Für das laufende Jahr erhält die Stadt die Freigabe unter folgenden Bedingungen: wenn sie über den aktuellen Finanzplanungszeitraum hinaus, nämlich noch bis 2029 plant, bis Ende November einen Statusbericht für das Haushaltsjahr 2026 vorlegt und nachträglich die bereits beschlossene Erhöhung des Grundsteuer-A-Hebesatzes auf ebenfalls 950 Prozentpunkt, analog zur Grundsteuer B, korrigiert.
Schwerer wiegt jedoch die Tatsache, dass die Aufsichtsbehörde die Genehmigung des Haushalts für 2026 zurückstellt. Der Grund: Schon die neuen Schulden in diesem Jahr könnten nur durch Rücklagen aufgenommen werden. Dennoch plant die Stadt 2026 mit weiteren Verpflichtungen. Spätestens 2027 sei die Liquidität aufgebraucht. Die Tilgungen könnten dann nicht mehr aus eigenen Mitteln geleistet werden. Auch die Rücklagen seien bis 2028 fast abgeschmolzen. Gut zehn Millionen Euro fehlten 2025 aus der laufenden Verwaltung, um Kredite zu tilgen; 2026 sind es knapp acht Millionen Euro zu wenig. Der Doppelhaushalt sei, so die Kommunalaufsicht, daher nicht ausgeglichen. Zu hoch sei die Neuverschuldung für die großen Investitionsprojekte. Die Finanzaufseher listen hier unter anderem das Maintalbad, die Neubauten für den Eigenbetrieb Betriebshof und den Stadtverkehr Maintal und weitere Bauprojekte auf.
Die Steuer für sogenannte „gefährliche Hunde“ steigt in Maintal ab 2026 von 512 auf 1.000 Euro. Die Stadtverordneten haben einige Ausnahmen beschlossen. Maintaler Besitzer von sogenannten Listen- oder gefährlichen Hunden werden ab Januar stärker zur Kasse gebeten: Die Stadtverordneten haben in der vergangenen Woche fast eine Verdoppelung der bisherigen Abgabe von 512 auf 1.000 Euro beschlossen. Mit großen Erträgen ist allerdings nicht zu rechnen. Es gibt nämlich im Stadtgebiet nur rund 30 Hunde, die in diese Kategorie fallen. Doch die Einnahmen von rund 15.000 Euro sind nicht das alleinige Ziel, das die Kommune mit der Erhöhung verfolgt. Sie erhofft sich von der steigenden Abgabe auch eine gewisse „Lenkungsfunktion“, die langfristig dazu führen soll, dass sich die Anzahl der gefährlichen Hunde im Stadtgebiet reduziert, erklärte Bürgermeisterin Monika Böttcher bei der Vorstellung der Vorlage, die den Beschluss zum Doppelhaushalt 2025/2026 umsetzt.
Die Stadt Maintal informiert auch über ihren städtischen WhatsApp-Kanal über aktuelle Themen, Veranstaltungen, Verkehrsmeldungen und Stellenausschreibungen. Der Kanal kann kostenlos abonniert werden. Mit dem zusätzlichen Kanal ergänzt die Stadt ihre digitalen Informationen, die sie bereits auf der städtischen Webseite sowie auf dem Facebook- und Instagram-Account maintal.de präsentiert. Selbstverständlich erhalten auch weiterhin lokale und überregionale Print- und Onlineredaktionen über den Presseverteiler die städtischen Mitteilungen zur Veröffentlichung. Der neue Kanal ist ein zusätzliches Angebot, das sich an alle richtet, die Informationen bevorzugt mobil und in Echtzeit erhalten möchten.
Der Weg zum WhatsApp-Kanal führt am einfachsten über die Homepage der Stadt Maintal auf „www.maintal.de“ direkt über die Startseite unter „Aktuelle Themen“. Nach dem Beitritt erhalten die Nutzerinnen und Nutzer automatisch alle neuen Meldungen. Um keine neuen Nachrichten zu verpassen, sollte im Kanal die Glocke oben rechts abonniert werden.
Städtische Einrichtungen
Maintalbad:
Am 30. Dezember um 18.35 Uhr verließen die letzten Gäste das Maintalbad. Anfang Januar wurde die Technik abgeschaltet. Am 24. Januar wurden noch einmal zwei Filme im leeren Becken gezeigt. Dann wurde noch ein Großbrand im Bad geübt. Im Februar durften sich bei einem Flohmarkt sich viele Stammgäste Erinnerungsstücke und andere Schnäppchen aus dem Inventar des Schwimmbads sichern.
Im Mai sind die Abrissarbeiten am alten Maintalbad in vollem Gang. Die sogenannte Baufeldfreimachung ist ungefähr bis August geplant. Im Spätsommer ist vor der Gründung der offizielle Spatenstich für das neue Maintalbad geplant. Derweil laufen im Hintergrund viele Ausschreibungen und Vergaben für den Neubau, den das Planungsteam – bestehend aus Krieger Architekten, dem Projektsteuerer Constrata und dem technischen Gebäudeausstattungsplaner Kannewischer – begleitet. Über den Herbst und Winter sind Bodenverbesserungen geplant.
Denn das neue Bad wird an Ort und Stelle des bisherigen Schwimmbads gebaut.
Gut sechs Monate nach Beginn der Abrissarbeiten ist am Fende September mit dem Spatenstich der Startpunkt für den Bau des neuen Maintalbades gesetzt worden. Wie Planer Andreas Brose erklärte, wird es jedoch bis Anfang nächsten Jahres dauern, bis es mit dem Rohbau in die Höhe geht. Zuvor sei aufwändig das in dem Quartier hoch stehende Grundwasser abzusenken und eine richtig große Baugrube zu baggern. An die 3.000 bis 4.000 Kubikmeter Erde werden dabei aus dem Boden geholt.
Der offizielle Spatenstich markiert den Baubeginn des neuen Maintalbads. Konkret geht es los mit der sogenannten Gründung. Im Februar 2026 ist die Grundsteinlegung geplant. Währenddessen laufen die Ausschreibungen und Vergaben an die ausführenden Firmen weiter. Die eigentliche Bauzeit soll im November beginnen und im Juni 2027 abgeschlossen sein. Für August 2026 ist das Richtfest geplant. Dass dieser Zeitplan so aufgeht, ist aber auch wegen der schon bewilligten Fördermittel wichtig, die an eine Fertigstellung bis Ende 2027 geknüpft sind
Im Dezember wird aber bekannt: Der Boden, auf dem das neue Maintalbad gebaut wird, ist zu nass und zu weich. Der Neubau des Maintalbads verzögert sich um mindestens drei Monate. Unklar ist, ob dadurch der Bundeszuschuss in Millionenhöhe auf dem Spiel steht. Wegen Problemen bei der Gründung für das neue Maintalbad wird sich die Wiedereröffnung voraussichtlich auf Anfang März 2028 verschieben – und damit drei Monate später als geplant stattfinden. Die ursprüngliche Planung sah eine Bodenverdichtung mittels der sogenannten Rüttelstopfsäulen-Technik vor. Hierbei wird Kies und Schotter in Bohrlöcher gegeben, um die Tragfähigkeit des Grundes zu erhöhen. Nach den jüngsten Erkenntnissen habe man das Verfahren jedoch verwerfen müssen. Statt Säulen aus losem Gestein sollen nun Betonpfähle im Durchmesser von 30 Zentimetern und einer Länge von fünf bis sechs Metern in den Boden gegossen werden – und davon rund 700 Stück.
Als neuer Eheschließungsort etabliert hat sich das historische Rathaus in Hochstadt. Zusätzlich kann in der Eventlocation „99 Windows“ im Technologiepark und womöglich auch bald im Evangelischen Gemeindezentrum in Dörnigheim geheiratet werden. Das ist das Ergebnis des Pilotprojekts zur Ausweitung von Trauorten, das die Stadt nun beendet hat.
Seit 20 Jahren ist Iris Klapper als Schiedsfrau im Einsatz Maintals. Damit ist sie die Dienstälteste in dieser Position. Gerade hat sich die 55-Jährige für eine weitere Amtszeit beworben.
Im ersten Telefonat macht sie auch gleich klar: Hier geht es um Streitschlichtung, nicht um Rechtsprechung. Voraussetzung dafür ist, dass beide Seiten kompromissbereit sind. Dann läuft es im Idealfall auf einen Vergleich hinaus. Finden die beiden Parteien jedoch auch mit Iris Klappers Hilfe nicht zueinander, steht am Ende eine sogenannte Erfolglosigkeitsbescheinigung. Mit dieser kann der Beschwerdeführer Klage einreichen. Die muss Iris Klapper allerdings nur sehr selten ausstellen.
Die Trauerhalle auf dem Alten Friedhof Dörnigheim soll in den nächsten Monaten abgerissen werden. Die Bestatter stellt das jedoch vor Herausforderungen. Über die veränderten Abläufe habe es mit den Verantwortliche der Stadt keine Gespräche gegeben. Noch steht sie, die Trauerhalle mit der roten Klinkerwand und dem großen Kreuz auf dem Alten Friedhof in Dörnigheim. Doch die Tage sind gezählt. Im Durchschnitt wurde die Trauerhalle rund zweimal im Monat genutzt, die Kühlzelle nur an einem Tag im Monat. Das Hin und Her zwischen zwei Standorten sei auch für die Organisation eine Herausforderung. Vor etwa drei Wochen habe der städtische Mitarbeiter nach der Trauerfeier auf dem Neuen Friedhof das geöffnete Grab samt Urne allein lassen müssen, um wegzufahren, und sich an einem anderen Ort Arbeitskleidung anzuziehen. Denn die Kleidung auf dem Friedhof zu wechseln, sei nicht erlaubt.
Gerhard Schmidt-Daubertshäuser übt in Dörnigheim das Ehrenamt des Schiedsmanns aus.
Durchschnittlich bis zu vier Schiedsverfahren im Jahr begleitet Schmidt-Daubertshäuser. Hinzu kommen die so genannten Tür- und Angelfälle, bei denen ausschließlich ein telefonischer Austausch, aber kein Schiedsverfahren erfolgt.
In Maintal gibt es in jedem Stadtteil eine eigene Schiedsperson, die in dem jeweiligen Stadtteil wohnt. Wer Schiedsmann oder Schiedsfrau werden möchte, darf nicht vorbestraft sein, sollte Menschenkenntnis, Lebenserfahrung sowie die Bereitschaft, an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen, mitbringen. Gewählt werden Schiedspersonen durch die Stadtverordnetenversammlung, zunächst für die Dauer von fünf Jahren.
Sie waren das Gesicht des Ortsgerichts Dörnigheim/Hochstadt: Hans-Werner Marhauser, Werner Jung, Edgar Weber und Ulrich Huhn haben sich viele Jahre mit Leidenschaft dem Ehrenamt verschrieben, das es nur in Hessen gibt. Nun haben sie die Aufgaben in jüngere Hände übergeben. Als neuer Ortsgerichtsvorsteher wurde kürzlich Bernd Fuchs vereidigt, sowie Sabine Rehme und Ergün Calik als Schöffen.
Die Stadt Maintal erhält eine finanzielle Unterstützung vom Bund in Höhe von sechs Millionen Euro für den Neubau des Maintalbads. Die Förderung wurde im März offiziell übergeben und soll maßgeblich zur Realisierung des Bauprojekts beitragen. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) eilte wohl eigens ob der Übergabe des symbolischen Schecks im kamera-freundlichen Großformat aus Berlin herbei.
Sie waren das Gesicht des Ortsgerichts Dörnigheim/ Hochstadt: Hans-Werner Marhauser, Werner Jung, Edgar Weber und Ulrich Huhn haben sich viele Jahre mit Leidenschaft einem besonderen Ehrenamt verschrieben, das es nur in Hessen gibt. Nun haben sie die Aufgaben in jüngere Hände übergeben. Vor wenigen Tagen wurden Bernd Fuchs als neuer Ortsgerichtsvorsteher, sowie Sabine Rehme und Ergün Calik als Schöffen vereidigt.
Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town der Stadt Maintal und die Evangelische Kirchengemeinde Dörnigheim laden für Sonntag, 30. März, in Kooperation mit den Fotojournalisten Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner zu einer Multivisionsshow ein. Die „Weltreise zu Fair-Trade-Produzenten – Naturwundern – Heiligtümern“ beginnt um 19 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, Berliner Straße 58. An diesem Abend wird auch der Eine-Welt-Laden der Evangelischen Kirchengemeinde geöffnet sein. Dadurch können die Gäste vor Ort fair gehandelte Produkte erwerben.
Maintal bietet Alternativen zu den klassischen Grabstätten an. Auf dem Friedhof in Bischofsheim wurde nun ein gärtnerisch betreutes Grabfeld fertiggestellt. Bei der Eröffnung sowie einer daran anschließenden Friedhofsbegehung können Interessierte die neue Bestattungsform sowie weitere Alternativen kennenlernen. Die Fläche soll ansprechend bepflanzt oder naturnah sein und ist nicht zu verwechseln mit anonymen Grabfeldern. Denn bei den gärtnerbetreuten Anlagen sind die Namen der Verstorbenen auf Grabmalen verewigt. Sichtbare Grabgrenzen gibt es hingegen nicht.
Der „Herrenhof“ in der Kirchgasse 7 in Dörnigheim ist ein historisches Gebäude mit einer wechselvollen Geschichte. Mit dem Einzug von Teilen der Maintaler Stadtverwaltung wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nach einer aufwändigen Kernsanierung des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes nutzen der Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und Kulturelle Bildung sowie der Fachbereich Kinderbetreuung die Räumlichkeiten. Für Freitag, 16. Mai, lädt die Verwaltung von 15 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.
Das Baden in den Maintaler Seen, wie etwa dem ehemaligen Surfsee in Dörnigheim, ist verboten. Die Maintaler Seen dienen dem Natur- und Artenschutz. Zudem hat das Wasser nicht die für Badeseen erforderliche Qualität. der Bevölkerung. Zusätzlich werden am ehemaligen Surfsee zeitnah Hinweisschilder angebracht, die über das Badeverbot informieren.
Die Stadtpolizei wird die Einhaltung der geltenden Regeln verstärkt kontrollieren und gegebenenfalls mit einem Bußgeld ahnden.
Die Maintal Werke gehen neue Wege im Kundenservice: Mit Vertriebsmitarbeiter Matthias Buchner sind die Stadtwerke ab sofort in Maintal persönlich präsent. Er besucht Bürgerinnen und Bürger direkt zu Hause, um Fragen rund um Strom- und Gasprodukte unkompliziert zu beantworten. Unsere Mitarbeitenden kommen nur mit Ausweis und klarer Kennzeichnung – so können Sie sicher sein, dass Sie es tatsächlich mit den Maintal Werken zu tun haben“, betont Geibel und nimmt damit Bezug auf Vorkommnisse, bei denen Vertreter fremder Firmen fälschlicherweise im Namen der Maintal Werke aufgetreten sind.
Mitte November bis zum Jahresende sind die Ableser der Firma Ifi GmbH aus Offenbach im Auftrag der Maintal Werke unterwegs und erfassen die aktuellen Zählerstände für Strom, Gas und Wasser. Alle Mitarbeiter tragen sichtbar einen Ableserausweis mit Namen und Lichtbild. Kunden dürfen sich diesen Ausweis jederzeit zeigen lassen und auch den Namen notieren, wenn sie das für notwendig erachten.
Stadtentwicklung und Infrastruktur
Maintal ist ein gefragter Wirtschaftsstandort. Dies bestätigt jüngst die Auswertung einer Unternehmerbefragung der städtischen Wirtschaftsförderung aus dem November 2024. Daran hatten sich 47 Unternehmen beteiligt. Ziel der Online-Umfrage war es, von den Maintaler Unternehmerinnen und Unternehmern zu erfahren, wie die Stadt den Wirtschaftsstandort weiterentwickeln kann und welche Unterstützung die Unternehmen benötigen, um ihre Zukunft erfolgreich zu gestalten.
Der überwiegende Teil der Befragten zeigt sich optimistisch: 19 Unternehmen berichten von einer gleichbleibenden wirtschaftlichen Lage, 21 schätzen ihre Situation positiv ein, während 7 eine Verschlechterung der Situation feststellen. Dies spiegelte sich auch in der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen wider: 18 Unternehmen planen, insgesamt rund 74 neue Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter einzustellen. Lediglich vier Unternehmen gaben an, Personal abbauen zu wollen.
Die Stadt Maintal wird vor allem wegen ihrer zentralen Lage, der guten Verkehrsanbindung und der Nähe zu Frankfurt geschätzt. Auch die überschaubaren Strukturen und das Leben im Grünen zählen zu den positiven Aspekten des Standorts.
Die Unternehmen äußerten auch Verbesserungsvorschläge. Häufig genannt wurden der Bedarf an Gewerbeimmobilien und Grundstücken, die Sanierung der Gutenbergstraße, die Förderung des Einzelhandels sowie die Aufwertung der Innenstadt. Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) und der Glasfaserausbau wurden als Anregung zurückgemeldet.
Bei der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung wurde ein Einzelhandelskonzept in Auftrag gegeben. Im Februar ist Hauptkritikpunkt an dem Papier, das in weiten Teilen die Einzelhandelsversorgung in den vier Stadtteilen analysiert und Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung abgibt, war, dass es die fußläufige Erreichbarkeit der Geschäfte nicht ausreichend berücksichtigt hatte.
Ein weiterer Punkt, den der Magistrat als Hausaufgabe zu erledigen hatte, war die Absicherung des Globus-Standorts im Dörnigheimer Gewerbegebiet. Denn da das Bauplanungsrecht zumindest in einigen Gebieten dort gar keinen Einzelhandel vorsieht, ist lediglich der Bestand geschützt. Eine von Globus angestrebte Erweiterung wäre bauplanungsrechtlich daher nicht abgedeckt. Diese Rechtslücke soll die Stadt schließen. Um der Stadt die Möglichkeit, in den nun leerstehenden vier Ladenlokalen in der Kennedystraße wieder kleinere Geschäfte anzusiedeln, weiter offenzuhalten, empfahl der Ausschuss außerdem die Verlängerung der dort geltenden Veränderungssperre.
Der geplante Bau von Windkraftanlagen auf Maintaler Gemarkung zwischen Wachenbuchen, Oberdorfelden und Mittelbuchen lässt auf sich warten. Damit wird es fraglich, ob die Anlagen, wie 2024 angekündigt, bis Ende 2026 in Betrieb gehen. Als Gründe führt die EnBW Energie Baden-Württemberg vor allem eine erforderliche Umplanung, eine lange Gutachtendauer und eine Kostensteigerung an. Der Energieanbieter teilt mit, dass voraussichtlich Ende des zweiten Quartals der Antrag auf eine Bundesemissionsschutzgenehmigung eingereicht werden kann.
Laut Bundesverband Windenergie entsteht in einem tieferen Frequenzspektrum bei einer Windgeschwindigkeit von rund 24 Kilometern in der Stunde eine Lärmemission von knapp 60 Dezibel A, gemessen in einem Abstand von 150 Metern. Die Pegelangabe bezieht sich jedoch nicht auf einen spezifischen Anlagentyp. Werden die Mindestabstände zur Bebauungsgrenze eingehalten, ist offenbar von keiner akustischen Beeinträchtigung durch Windkraft auszugehen.
In einer Untersuchung des Bayerischen Landesamts für Umwelt heißt es: „Beim Einschalten der Windkraftanlagen in etwa 900 Meter Entfernung wurde in den Wohnungen kein signifikanter Unterschied messtechnisch nachgewiesen.“ Allerdings waren die Messungen für diese Untersuchung an deutlich kleineren Anlagen vorgenommen worden, als sie in Maintal geplant werden.
Zum hörbaren Schall gesellt sich oft in ungefähr gleicher Größenordnung ein Infraschallanteil, der zwar unterhalb der menschlichen Hörgrenze liegt, aber dennoch negative Auswirkungen auf den Organismus haben kann. Infraschall kann jedoch auch viele andere Quellen haben. Statt der zunächst bis zu fünf geplanten Anlagen sollen es im Windpark Maintal nun nur noch drei werden, allerdings in einer größeren Dimension hinsichtlich der Leistung und der Abmessungen. Die Rotorhöhe soll 175 statt 160 Meter betragen. Und auch die Flügel werden offensichtlich länger ausfallen, sodass die Gesamthöhe von einst 250 auf dann 280 Meter steigen soll.
Im Bischofsheimer Gewerbegebiet Maintal-West und auf einem Gelände am Technologiepark im Stadtteil Dörnigheim soll je ein Rechenzentrum entstehen. Die beiden Betreiber Edgeconnex und Amazon stehen in den Startlöchern. Konkret sind offenkundig die Pläne von Edge-connex. Der Rechenzentrum-Betreiber ist mittlerweile Eigentümer des mehrere Hektar großen Geländes, das er für sein Vorhaben exklusiv nutzen will. Von den einst rund 25 im Sirius-Park ansässigen Firmen seien einige bereits im Sommer des vergangenen Jahres umgezogen, erklärt Prätzas.
Die bisherige Stromversorgung an den beiden Maintaler Standorten reicht aber nicht aus. An den Entscheidungen, woher der Strom kommen wird und welche Erweiterungen dafür an der Leitungsinfrastruktur erforderlich sind, hat sich die Stadt nicht beteiligt. „Die Kommunen sind hierbei in der Regel außen vor. Das machen Netzbetreiber und Rechenzentrumsbetreiber unter sich aus“, erklärt Böttcher. Auf Nachfrage hat der Netzbetreiber EAM bestätigt, dass er in Maintal „nach entsprechenden Anfragen Leistungskapazitäten vergeben“ hat.
In welchem Maße die erhebliche Abwärme der Rechenzentren genutzt werden kann, prüfen Böttcher zufolge derzeit hingegen die Maintal-Werke. Möglich sei etwa eine Nahwärmeversorgung für das in Bau befindliche Maintalbad und für das neue Wohnquartier auf dem Real-Gelände.
Reichlich Emissionen sollen hingegen in Maintal bei den Gewerbesteuern anfallen. Laut Böttcher steht das zumindest für Edgeconnex fest. Das Unternehmen soll in der Kommune eine Betriebsgesellschaft gegründet haben. Böttchers Amtskollege Klaus Schindling (CDU) in Hattersheim hat es mit der Ansiedlung des japanischen Kommunikationskonzerns NTT vorgemacht. Denn allgemein gilt wohl, dass Rechenzentren im Vergleich zu anderen Branchen wenig neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bringen. Frankfurt soll nach eigenen Angaben 2023 rund drei Milliarden Euro an Gewerbesteuer eingenommen haben.. Edgeconnex hat angekündigt, dass in Maintal rund 45 Arbeitsplätze entstehen sollen, zuzüglich Servicepersonal. Ende 2027 will das Unternehmen ein erstes Modul des neuen Rechenzentrums und das Bürogebäude in Betrieb nehmen.
Für die Region Frankfurt-Rhein-Main gilt Maintal als sogenannte Entlastungskommune. Hier soll reichlich neuer Wohnraum entstehen. Maintal ist nach Hanau Spitzenreiter im Main-Kinzig-Kreis, wenn es um die Schaffung neuen Wohnraums im neuen regionalen Flächennutzungsplan geht. Ganze 41 Hektar Wohnfläche könnten in Maintal laut des überkommunalen Kartenwerks bis 2040 hinzukommen. Es sollen 17 Hektar neu als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Um welche Flächen es genau geht, wird in einer gemeinsamen Sondersitzung des Bau- und Umweltausschusses der Stadtverordneten-versammlung am 21. Oktober beraten.
Immerhin 107 Hinweise hat die Stadt Maintal in der eingehenden Prüfung des Entwurfs zusammengetragen. Viele davon beziehen sich auf fehlende oder falsche Darstellungen in dem Plan. So seien einige Grünstrukturen fehlerhaft abgebildet, Flächen, die für das Stadtklima wichtig wären, würden nicht als solche berücksichtigt, die tatsächliche Nutzung einiger Wohn- und Gewerbeflächen sei nicht korrekt dargestellt, Einträge zu belasteten Gebieten teilweise überholt und die Darstellung von Biotopen wie Streuobstwiesen lückenhaft, fordert die Stadt den Regionalverband zur Änderung auf.
Die Eingaben werfen zum Beispiel die Frage auf, warum nicht „wenigstens Teile der Grünen Mitte als Vorbehaltsgebiet für Natur und Landschaft gekennzeichnet“ seien. Bei der Verkehrsplanung greift der Entwurf gar auf die Zukunft vor und stellt den Bahnhof Maintal-West als Haltestelle der sich im Bau befindlichen Nordmainischen S-Bahn aus, was die Stadt als Planung gekennzeichnet sehen will.
Aber auch neue Kontingente für neue Wohn- und Gewerbeflächen sind enthalten. 2,8 Hektar sollen zum Beispiel für das Gewerbegebiet Mitte in Hochstadt hinzukommen. Zusätzliche Wohnbaufläche soll etwa an der Eichenheege, am südlichen Rand Hochstadts, südlich der Hohl und am sogenannten „Schwarzen Loch“ in Wachenbuchen entstehen. Aber auch das Kling-Gebiet soll nach Beschluss der Stadtverordneten aus dem Mai 2025 künftig als Wohngebiet ausgewiesen werden. Das brachliegende Grundstück gegenüber dem Real-Gelände hingegen soll aus der Wohnbaufläche herausgenommen werden.
Der Vorentwurf des Regionalen Flächennutzungsplans sorgte Ende Oktober für Diskussionen. In vielen Punkten forderten die Maintaler Fraktionsvertreter mehr Klarheit. Die Stadt soll kein Überlaufbecken für Menschen werden, die etwa in Frankfurt die Mieten nicht bezahlen können. Maintal soll sich nicht zu einem Eldorado für Grundstückspekulanten entwickeln. Die Verlängerung der Mühlheimer Straße darf nicht gestrichen werden, weil damit die Option Mainquerung per Fähre hinfällig würde. Am Dienstagabend erörterten in einer Doppelsitzung Bau- und Stadtentwicklungsausschuss sowie Ausschuss für Klimaschutz, Energie und Umwelt erstmals den Vorentwurf des neuen Regionalen Flächennutzungsplans und die 107 Punkte umfassende Stellungnahme des Magistrats dazu. Zurzeit läuft die Offenlage des Vorentwurfs.
Nicht alle potenzielle Bebauungsflächen, die der Vorentwurf zeigt, sind neu, hieß es. Aber, „mit der erheblichen Ausweisung weiterer Flächen zum Wohnen habe ich Probleme“, bemerkte Hartmut König (Grüne). Es gebe bereits „riesige Baugebiete“, die bald angegangen würden. Die neuen Flächen könnten Grundstückspekulanten auf den Plan rufen, die auf die Stadt Druck ausüben könnten, um rasch bauen zu können. „Man muss sich fragen, wie groß Maintal werden soll“, stellt König zur Diskussion.
Dass in Maintal Investoren im Wohnungsbau zumindest keine schnelle Mark machen können, dazu soll ein CDU-Antrag beitragen, der im Ausschuss eine einstimmige Empfehlung erhielt. Die Stadt soll sich den neu geschaffenen Paragrafen 36a im Baugesetzbuch zu eigen machen, der die kommunale Hoheit bei Neubaugebieten sichert und den ebenfalls neuen Paragrafen 246e entkräftet, den sogenannten Bauturbo. Damit will der Bund den Wohnungsbau, die Umwidmung von Gebäuden zu Wohnungen oder Nachverdichtungen mit der Abweichung vom geltenden Planungsrecht beschleunigen.
Es gibt umfangreiche Pläne und Handlungsleitfäden, die der Fachdienst Brandschutz, Rettungswesen und Katastrophenschutz kontinuierlich fortschreibt. Tritt ein Krisenfall ein, beruft Bürgermeisterin Monika Böttcher umgehend den Verwaltungsstab ein. Dazu gehören neben der Bürgermeisterin auch der Erste Stadtrat sowie der Stadtbrandinspektor, außerdem Vertreterinnen und Vertreter der Fachdienste Ordnungsbehörde, Allgemeine Ordnungsaufgaben, Stadtladen und Standesamt, Hauptverwaltung und der Pressestelle. Je nach Krisenlage werden weitere Fachdienste hinzugezogen. Die Technische Einsatzleitung liegt bei der Feuerwehr der Stadt Maintal. Doch jede theoretische Vorbereitung ist nur dann wirkungsvoll, wenn sie in der Praxis auch möglichst reibungslos funktioniert. Daher probt der Krisenstab der Maintaler Verwaltung regelmäßig ein Schadensereignis, um Abläufe zu prüfen, Maßnahmen durchzuspielen und den Leitfaden gegebenenfalls zu optimieren. Mit einer gemeinsamen Übung von Verwaltungsstab und Technischer Einsatzleitung zum Thema „Weitereichender Stromausfall“ im Februar 2023 war die Stadt Maintal sogar Vorreiter im MKK.
Im November wurde der Krisenstab mit dem Szenario konfrontiert, dass die Trinkwasserversorgung Maintals über die Hauptversorgungsleitung durch eine Leckage unterbrochen ist. Diese kritische Infrastruktur fällt in den Zuständigkeitsbereich der Maintal-Werke als örtlichen Energie- und Wasserversorger. Bereits nach der ersten Lagebesprechung zeigte sich, dass die Beteiligten trotz des unangekündigten Szenarios gut vorbereitet waren. Kai Vahnenbruck, bei den Maintal-Werken unter anderem zuständig für die Wasserversorgung, hatte bereits vor seinem Eintreffen zur Sitzung des Krisenstabs im Rathaus die erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Trinkwasserversorgung Maintals weiterhin über den Hochbehälter in Hochstadt sicherzustellen.
Der Hochbehälter umfasst eine Trinkwasserreserve von 7.000 Kubikmetern Wasser. Dies entspricht dem Tagesverbrauch aller Maintaler Haushalte. Eine größere Bevorratung ist nicht sinnvoll, da ein täglicher Wassertausch aus hygienischen Gründen erforderlich ist. Gespeist wird der Hochbehälter durch die Versorgungsleitung von Hessenwasser, die über Hanau nach Maintal und weiter nach Frankfurt führt. Dabei erlaubt die Technik, im Notfall die Fließrichtung zu ändern. Im Fall des theoretischen Szenarios einer defekten Leitung auf Hanauer Gemarkung bedeutete dies, dass Maintal für die Dauer der Reparaturen mit Trinkwasser aus Frankfurt hätte versorgt werden können.
Welche Rolle wird Maintal ab 2026 im Main-Kinzig-Kreis spielen? Das war die zentrale Frage, die sich in der Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend als roter Faden durch die Diskussion zum regionalen Flächennutzungsplan (RegFNP) zog. Einberufen hatte die Stadt die Sitzung, weil sie ihre Eingaben zum Entwurf des neuen Plans bis zum 15. Dezember beim Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main abgeben muss – eine Frist, die nach der nächsten regulären Sitzung am 15. Dezember nicht zu halten gewesen wäre.
Die Liberalen wollten den Anmerkungen nämlich einen allgemeinen Kommentar anfügen und darin ganz klar darauf hinweisen, dass die Ausweisung neuer Baugebiete „in erster Linie“ dem Bedarf der „bereits in Maintal ansässigen Bevölkerung“ dienen solle. FDP-Vertreter Joachim Fetzer hatte die anderen Ausschußmitglieder damit gegen sich aufgebracht. Vor allem SPD-Fraktionsvorsitzender Sebastian Maier fand die Formulierung „widerlich“ und unterstellte der FDP, sie wolle mit dieser Denkart eine „Mauer um Maintal“ ziehen. Man sei „Grenzstadt vor den Toren Frankfurts und trotzdem mitten im Main-Kinzig-Kreis (MKK)“, konkretisierte Fetzer diese Vision in der Stadtverordnetenversammlung. Diese Rolle müsse man künftig „selbstbewusst wahrnehmen“. Bürgermeisterin Monika Böttcher widersprach: Man müsse sich nicht von Frankfurt abgrenzen, sondern profitiere von der Nähe zur Metropole.
MKK und Maintal fremdelten, lautete Friedhelm Duchs (Grüne) Interpretation der Rolle der ab 2026 größten Stadt des Landkreises. „Wir gehören nicht so richtig dazu“, fand er und wies darauf hin, dass der regionale Flächennutzungsplan Maintal als Entlastungskommune definiere. „Die Frage ist: Wer entlastet die Entlastungskommunen?“, kritisierte Duch die finanzielle Ausstattung der Stadt. Denn die Entwicklung neuer Wohngebiete erfordere den Ausbau der städtischen Infrastruktur, Mittel dafür gebe es allerdings keine, ereiferte er sich.
Diskussionen gab es lediglich zu einigen bekannten Flächen, etwa dem Kling-Gelände. Die CDU hätte das Gebiet gerne zu einem möglichst großen Teil in Wohnbauland umgewandelt, die WAM wollte einen „ökologischen Bürgerpark“ einrichten. Die Grünen wollten es in Wohn- und Gemeinbedarfsfläche aufteilen. Die Mehrheit konnte sich dem FDP-Antrag anschließen, es sowohl als Wohngebiet als auch als Grünfläche auszuweisen.
Auch die derzeitige Grünfläche am Ortsausgang Bischofsheim, die ein Investor zumindest zu einem Teil mit Wohnhäusern bebauen will, wurde diskutiert. Uneinigkeit bestand vor allem darüber, zu welchem Teil hier Kleingärten angelegt werden sollen. In einem Beschluss aus 2022 steht die reichlich dehnbare Formulierung, dass das Grundstück „in wesentlichen Teilen als Kleingartengebiet ausgewiesen“ werden soll. Die FDP hielt zunächst 50 Prozent Wohnfläche für angemessen – der Rest soll für Gärten vorgesehen werden –ging in einem neuen Antrag aber auf 25 Prozent Grünfläche zurück. „Ein volles Wohngebiet verträgt Maintal an dieser Stelle nicht“, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Schäfer. Die CDU sah auch eine Konkretisierung erforderlich, wollte 50 Prozent der Fläche unversiegelt lassen und auf der zweiten Hälfte Wohnungen und Gewerbe ermöglichen.
Der Ausschuss für Bau- und Stadtentwicklung hat im Dezember über das geplante Rechenzentrum auf dem Sirius-Business-Park diskutiert. Dabei ging es auch darum, wie Klimaschutzmaßnahmen integriert werden können, etwa durch Fassadenbegrünung und Baumpflanzungen. Bis Februar sollen konkrete Aussagen zu Emissionen wie das Brummen der Großrechner, der Ausstoß von Kohlendioxid und Wärme vorliegen. Böttcher betonte, dass Rechenzentren sehr wohl einen Wert für Kommunen haben: „Sie sind verkehrsarm, bringen Gewerbesteuer, schaffen Arbeitsplätze“. Maintal sollte „die Chancen nutzen und die Nachteile regeln“