Die Angst vor Corona kann man nicht mit Hamsterkäufen bekämpfen, wohl aber mit dem Gebet.

Dazu ist auch die Hochstädter Kirche zu bestimmten Zeiten geöffnet. Sozialkontakte sind nur mit Abstand möglich, aber Gott ist nur ein Gebet weit entfernt. Im Fernsehen werden Gottesdienste übertragen (ZDF 9.30 Uhr und dritte Programme unregelmäßig um 10 Uhr. Ich verweise auch auf meine Predigten und "Gedanken zum Sonntag" auf dieser Webseite, die aber nicht die lebendige Gemeinschaft ersetzen können.

 

 

 

 

 

Altes Bild von Hochstadt aufgetaucht

Alte Bilder von Hochstadt tauchen kaum noch auf, sie sind alle schon erfsst und zum großen Teil veröffentlicht. Aber durch den freundlichen Hinweis des Hochstädters Michael Huhn wurde jetzt doch noch im Internet ein Gemälde von dem Graben vor der Ringmauer entdeckt.

Das Bild in Öl auf Leinwand stammt von Carl Peter Burnitz, der vom 14. Januar 1824 bis   18. August 1886 lebte und ein bekannter Frankfurter Maler ist. Das Hochstädter Bild gehört nicht zu seinen bekanntesten Bildern. Aber es zeigt auf alle Fälle den Zustand vor 1886. Vielleicht ist es aus der gleichen Zeit wie die Bilder des Amtmann Usener aus Bergen, der 1860 den Eingang zu den Kalksteinhöhlen (Ringstraße Nord 2), den hohen runden Turm hinter dem Haus Trinkbrunnenstraße 8 und das Untertor mit Backofen zeichnete.

Der Titel des Bildes lautet: „Der Graben vor der alten Stadtmauer in Hochstadt“. Der Graben ist allerdings nicht sehr mächtig, und natürlich handelt es sich nicht um eine Stadtmauer, denn Hochstadt war (trotz des Namens) nie eine Stadt.

Das Original des Bildes in der Größe von 45,9 mal 56,8 Zentimeter befindet sich im Städel­schen Kunstinstitut in Frankfurt unter der Inventarnummer SG 694, ist aber dort nicht ausgestellt. Eine Farb-Fotografie aus dem Jahre 1937 gibt es bei Foto Marburg, ist aber auch  im Kunsthandel käuflich zu erwerben.

Gezeigt wird die nördliche Ringmauer mit einem Rondell (halber Rundturm) hinter einem kahlen Baum und mit einem Haus mit steilem Giebel. Die Frage ist nun, um welches Rondell es sich handelt. Es könnte das Rondell sein, das etwa in der Mitte der Mauer an der Grenze zwischen Oberdorf und Unterdorf steht, etwa im Bereich der Bogenstraße 22. Aber im weiteren Verlauf der Mauer nach Osten stehen keine Häuser mit dem Giebel zur Mauer, wie auf dem Bild dargestellt.

Es müsse sich also um das Rondell an der heutigen Guldnergasse handeln. Das Gelände steigt an, und den Horizont bildet ein stark hervorspringendes Rondell. Hier wird es sich um den Turm am Ausgang der heutigen Straße „Am Kirchberg“ handeln. Die Lücke in der Bebauung an der Straße Am Kirchberg zeigt an, daß hier der Zugang zu einem Rondell war.

Vor der Mauer ist eine fast flache Ebene zu sehen, die aber nach links stark ansteigt. Die Land­schaft gibt diesen Anblick an sich nicht her, denn die dortigen Gärten sind fast ebenso flach wie die Ebene vor der Mauer. Hier hat wohl mehr die künstlerische Freiheit eingewirkt. Auf dem Rain am linken Rand des Bildes sieht man noch vier Bäume und einen Busch, dazu anderer niedriger Bewuchs.

Ob es vor der Mauer einen Graben gegeben hat, lässt sich nicht mehr feststellen. Zumindest kann er nicht sehr tief gewesen sein. Am 24. Juni 1784 wird nämlich über eine besondere Art von Wilddieberei geklagt: das Hasen-Schießen. Dabei werden vor der nördlichen Ringmauer in mondhellen Winternächten abgeschnittene Apfelbaumzweige ausgelegt. Dadurch werden die Hasen angelockt und können von den Schützen hinter der Mauer geschossen werden. Wenn aber vor der Mauer freies Schußfeld war, dann hat es damals wohl auch keinen tiefen Graben gegeben, bestenfalls einen Entwässerungsgraben.

Der „vorgelagerte Graben“ ist wahrscheinlich eine Erfindung von Leuten, die Mauer und Graben immer zusammensehen, wie das bei Burgen (besonders Wasserburgen) die Regel ist.

Aber in Hochstadt konnte man wegen des abschüssigen Geländes einen Graben nicht mit Wasser füllen. Der heutige schmale Graben aus den siebziger Jahren etwas weiter weg von der Mauer dient nur der Entwässerung. Er wurde wohl angelegt, als man in Maintal die Straßenbezeichnung „Wallgraben“ gebildet hat. Die Straße an der Mauer heißt allerdings Ringstraße Nord und die Straße „Wallgraben“ zweigt nur von dieser nach Osten ab. Aber auf jeden Fall ist das Gemälde eines Augenzeugen eine Bereicherung für die Kenntnis des alten Hochstadt.

 

 

 

Übersicht:

Erschließungsbeitrag, Busverkehr,   Dörnigheimer Fußballplätze,  Abholzung.

 

Erchließungsbeitrag

Nun ist es es also doch passiert: Die Stadt hat Zahlu8ngsbescheide an die vier Anlieger des östlichen Maulbeerwegs verschickt, die von 5.000 bis über 70.000 Euro lauten. Dort wurde bekanntlich ein neuer Kanal verlegt und die Straße dabei so ruiniert, daß sie mit Pflaster erneuert wurde (Pflaster ist derzeit bei der Stadt beliebt, obwohl es teuer und weniger haltbar ist als Asphalt). Für die anderen Neubaugebiete im Osten Hochstadts wurden keine Erschließungsbeiträge erhoben. Auch beim Maulbeerweg handelte es sich gar nicht um eine erstmalige Erschließung, denn er besteht seit mehr als 100 Jahren. Bis zum Jahr 2000 war die Stadt auf der einen Seite fast der gesamten Strecke dort Anlieger, hat aber bei der Umlegung  dafür gesorgt, daß dort zwei Privatleute ihre neuen Grundstücke erhielten. Die Straße wurde für den allgemeinen Verkehr freigegeben und schnell zu einer Durchgangsstraße. Bürgersteige sind nicht gebaut worden, eine Fußgängerin wurde schon schwer verletzt. Erst als die Planung fertig war, wurden die Anlieger informiert, ihre Bedenken wurden nicht gehört. Das war wieder einmal eine Meisterleistung in Sachen Demokratie und Bürgerbeteiligung.

 

 

Vorschlag zum Stadtverkehr Maintal

Eine Seilbahn von der Kleinen Lohe nach Vilbel ist genauso unsinnig wie eine Straßenbahn nur von Bischofsheim nach Enkheim (in Hochstadt müßte sie unterhalb des Riederwädchens und damit weitab von den Wohngebieten verlaufen). Die Eisenbahn ist auch keine große Hilfe, denn sie verläuft auch weitab von den Wohngebieten. Die Eisenbahn sollte allerdings in den Stadtverkehr einbezogen werden. Die Züge aus Frankfurt und Hanau kommen im Abstand von sechs Minuten an (wenn man den dann einzigen Bahnhof an die Querspange verlegen würde, wäre der Abstand noch kürzer). Kurz nach Ankunft des Zuges aus Frankfurt  müßten zwei Busse abfahren, einer nach Dörnigheim und einer nach Hochstadt und Bíschofsheim.

 

Strecke 1:  Enkheim - Bischofsheim - Fechenheimerweg- Alt Bischofsheim -Kreuzstein  Hochstadt -Wachenbuchen und zurück

 

Strecke 2: Bahnhof Südseite- Berliner -Straße - Wilhelmsbader Straße - Königsberger Straße- Eschenweg - Kennedystraße - Honeywellstraße - Industriestraße- Hahn Straße - Marie Curie Ring- Kennedystraße -  Rumpenheimer Fähre- Kreuzstein - Goethestraße - Alt Bischofheim - Schäfergasse- Rumpenheimer Weg- Kreuzstein - Hochstadt - Bürgerhaus- Seng Straße (Bahnhof) - Schwimmbad - Westendstraße - Ascher Straße (Siemensschule) - Leuschnerstraße - Backes­weg - Bahnhof.

 

Strecke 3 (Gegenrichtung zu Strecke 2, man schneller von einem Stadtteil zum anderen kommt):

Bahnhof Südseite - Siemensschule - Schwimmbad - Seng Straße (Bahnhof Nordseite) - Bürgerhaus Hochstadt - Bischofsheim - Alt Bischofsheim -Schäfergasse - Rumpenheimer Weg -  Kreuzstein - Goethestraße - Rumpenheimer Fähre - Kennedystraße - Industriegebiet - Waldsiedlung - Berliner Straße - Bahnhof.

 

Die Frage bleibt allerdings, ob es mit den Anschlüssen an die Züge und die Schnellfahrstrecke Enkheim - Wachenbuchen immer so klappt. Zur Zeit ist Wachenbuchen bevorteilt bei alle 15 Minuten ein wenig benutzter Bus nach Hochstadt. In Zukunft müßten die Wachenbucher umsteigen, wenn sie nach Dörnigheim wollen

 

Dörnigheimer Fußballplätze:

Wer ist nur auf die unsägliche Idee gekommen, die Sportplätze an der Dicken Buche vollständig umkrempeln zu wollen? Sogleich wird auch ein Lärmgutachten bestellt, bei dem nicht mit einem Gerät gemessen wird, sondern der Lärm „berechnet“ wird (wobei man offenbar mit einer Kulisse wie am Bieberer Berg ausgeht). Hier noch einmal eine Zusammenfassung:

 

Gründe für eine zentrale Sportstätte für die Dörnigheimer Vereine an der „Dicken Buche“ in Dörnigheim

 

1. Es genügt, wenn der Hartplatz zu einem Kunstrasenplatz ausgebaut wird und die Grasplatz neue Sportanlagen mit Tartanbelag erhält. Es geht also nur um eine Rekonstruk­tion und nicht um einen Neubau. Man kann doch einen Platz rekonstruieren, dann den anderen, und erst danach kommt die Germania dazu. Platz für eine Laufbahn und Leichtathletik­anlage ist bereits vorhanden, ein Ausbau mit Tartan ist jedoch sündhaft teuer.  Platz würde nur eine Ausweitung der Tennisanlage erfordern, aber hier ist zu fragen, ob man einem Verein alle Wünsche erfüllen muß.

2. Die Abstimmung der Vereine ist nur ein organisatorisches Problem, auch bei den übergeordneten Verbände ist das möglich, wie andere Beispiele zeigen. Die Pflichtspiele müssen eben abwechselnd stattfinden und die Jugendmannschaften müssen auch den Kunstrasen benutzen dürfen. Gibraltar hat acht Fußballvereine und nur eine Sportplatz!

3. Das Gelände steht sofort zur Verfügung, weil es in städtischer Hand ist. Beide Vereine brauchen eine schnelle Lösung. An der Dicken Buche ist die Stadt Eigentümerin. Hier müssen die Vereine damit zufrieden sein, was ihnen die Gesellschaft zur Verfügung stellen kann, sonst müssen sie bei dem jetzigen Zustand bleiben. Einen Anspruch auf vier Kunstrasenplätze gibt es nicht.

4. Die angebliche Lärmbelästigung ist übertrieben. Eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand gehörte an die Autobahn in Bischofsheim und nicht um einen Sportplatz. Die drei unmittelbaren Einwohner an der Weidenstraße haben sich nicht beschwert (vielleicht weil sie dem Vernehmen nach nicht ganz legal dort gebaut haben). Ein weiterer hat sich beschwert, obwohl er vor Erteilung der Baugenehmigung von dem möglichen Problem wußte. Die Integrative Kindertagesstätte liegt nicht „gegenüber dem Fußballplatz“, sondern 250 Meter Luftlinie entfernt. Die Häuser am Weidenweg stehen nicht zwei Meter von der Sportanlage, sondern hinter den Häusern ist ein großer Hof, dann kommt der Grundstückszaun, dann ein Gebüsch, dann eine Freifläche mit Weg, das Geländer und dann erst der Sportplatz.

5. An den Häuser im Weidenweg entsteht bei üblichem Fußballspiel ein „Lärm“ von 45 Dezibel (wie nachts in Wohngebieten vorgeschrieben). Wenn die Spieler sich etwas zuschreien, sind es 60 dB, und am lautesten ist der Schiedsrichterpfiff  mit 70 dB. Den Jubel der ganz wenigen Zuschauer kann man nicht messen. Der Lärm in einer voll besetzen Gaststätte beträgt 85 dB.

6. Parkplätze waren bei beiden Fußballplätzen schon immer knapp und wurden vornehmlich von Anliegern genutzt, nicht von Besuchern.  Aber es müssen keine neuen angelegt werden, auch nicht eine Tiefgarage für 100 Autos und schon gar nicht 400 Parkplätze (am Schwimmbad waren gar keine zusätzlichen Parkplätze vorgesehen).

7. Das Gelände ist für Kinder erreichbar, ohne zusätzlich eine Hauptverkehrsstraße überqueren zu müssen.

8. Die Pflege der Sportanlage könnten die Vereine übernehmen (Eine Ausnahme bildet die Pflege der Kunstrasenflächen, da hier Spezialgeräte und Fachwissen erforderlich sind). Bei Übernahme in Erbpacht bekommen die Vereine für die Baumaßnahmen weitere Zuschüsse erhalten können, die die Stadt nicht bekommt.

9. Das Gelände ist ausbaubar und damit zukunftsorientiert. Zunächst aber muß dort kein Wald in Anspruch genommen werden.

10. Wenn noch lange diskutiert wird, erledigt sich das mit dem Verein DSV sowieso, denn bei Verletzungen von Spielern ist er kaum noch spielfähig, Nachwuchs gibt es kaum noch.

11.  Es ist unverständlich, daß die  Staft hier 5 Milionene Euro investieren will für das Freizeitvergnügen einiger weniger. Aber  noch unvertändlicher ist, daß sie das Gelände an der  Eichenheege dann auch für 5 nur Millionen Euro  verkaufen will, also zum halben Verkehrswert. Dort ist  hochwertiges Bauland, am Wald gelegen, gute Verkehrsanbindung und demnächst am Ende einer Sackgasse.

 

Natürlich wäre das Gelände an der Kesselstädter Straße ideal. Aber nachdem es „Bauerwartungsland“ geworden ist, kann man nicht jetzt einen Teil herausschneiden und in „Gelände für Sport und Freizeit“ umwandeln. Wer will das denn gegenüber den Eigentümern vertreten?

 

 

Abholzung:

Immer im Februar bricht das Abholzfieber aus, sowohl bei Hessen Mobil als auch bei der Stadt Maintal. Die Sache wird nicht besser, wenn die Maßnahmen vorher in der Presse angekündigt  und begründet werden. Angeblich ist Hessen Mobil durch Pflegeverträge verpflichtet, das Holz an den Autobahnen und Landstraßen in regelmäßigem Turnus zurückzuschneiden. Die Büsche werden dann „auf den Stock“ gesetzt und sollen neu ausschlagen und dadurch dichter werden. Aber man hat eher den Eindruck, es ginge nur darum, Material für die Pelletsherstellung zu gewinnen.

Angeblich muß man auch der Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Aber an der Hochstädter Südumgehung ließ man gerade einzelne hohe Bäume stehen, die tatsächlich auf die Fahrbahn fallen könnten, während die abgehholzten Büsche keine Gefahr für den Verkehr darstellen. Mit diesem Argument der Verkehrssicherung müßte man an sich beiderseits aller Verkehrswege die Bäume auf einer Breite von 30o bis 40 Metern oder noch mehr abholzen.

 

Auch in Maintal wurden im Februar 2015 fast alle Büsche in der Hochstädter Schütt abgeholzt und an der Friedhofsmauer alle Büsche sowie drei Maulbeerbäume entfernt. Neu ist die Maßnahme, die Bäume in halber Höhe zur Hälfte zu kappen, wie an der Schubert-Schule geschehen, aber auch am Friedhof (da werden die Anwohner erst einmal wieder zufrieden sein). Hier hat man den Eindruck, daß man nicht so recht weiß, wie man im Februar die Leute im Grünbereich beschäftigen soll, da läßt man sie abholzen.

 

 

Die Grünen würden es auch kaum besser machen
Die Partei Bündnis 90 / Die Grünen ist nicht mehr die von 1980. Längst hat sie die Vorteile von Regierungsämtern erkannt und weiß auch, daß man auf die Bedürfnisse der Wirtschaft eine gewisse Rücksicht nehmen muß. Ausgerechnet Ministerpräsident Kretschmann ist gegen die CO 2-Steuer. Und in Hessen billigten die Grünen die Ausweitung des Frankfurter Flughafens, als sie mit in der Regierung waren. Weil das Thema „Umweltschutz“ aber jetzt in den Vordergrund gerückt ist, erhalten die Grünen bei Wahlen starken Zuspruch, weil man nur ihnen zutraut, wirklich etwas zu tun. Ein Kreuz auf dem Stimmzettel hat man schnell gemacht und damit sein Gewissen beruhigt. Aber selber daraus dei Folgerungen zu ziehen und das Leben zu ändern, ist viel schwerer. Auch die Poilitiker haben es in der Opposition immer leichter, gute Forderungen aufzustellen. Aber das dann in konkrete und bezahlbare Politik umzusetzen, ist ene andere Sache.

Der CDU und SPD würde es gar nichts bringen, wenn sie dieses Thema mehr auf ihre Fahnen schrieben, das Heil kommt nur noch von den Grünen. Die noch „Große Koalition“ darf machen, was sie will, es wird immer wieder behauptet, es gäbe nur Stillstand und es werde nur so weiter gewurstelt. Dabei hat gerade die SPD manches erreicht. Die CDU bremst halt immer wieder, weil sie Rücksicht nimmt auf die Wirtschaft und die Arbeitsplätze. Sie hat den Wünschen der SPD im Koalitionsvertrag nachgegeben, um an der Macht zu bleiben, aber mit dem Gedanken, bei der praktischen Umsetzung in den Einzelheiten dann Probleme zu machen. Dennoch ist sogar im Ausland der Eindruck entstanden, der Mindestlohn sei von Frau Merkel eingeführt worden (sie hat ja selber gesagt: „Das haben wir doch gut gemacht!“).
Übrigens: Eine CO 2-Steuer würde kaum eine Lenkungsfunktion haben. Wer fahren muß, der fährt auch wenn der Benzinpreis noch so hoch ist. Und frieren will auch keiner. Die Flugpreise könnte man höher machen durch eine gerechte Besteuerung des Flugbenzins. Aber man sollte doch nicht meinen, man könne die Umweltprobleme mit einem Schlag lösen. Was über viele Jahrzehnte entstanden ist, läßt sich nur schwer zurückdrehen
Natürlich  (wenn auch erst in 20 Jahren) ist es schlimm, wenn im Rheinland und in der die Braunkohlengruben still gelegt werden. Aber das kann man nicht umgehen, indem man die AFD wählt um „denen im Westen“ eins auszuwischen).
Die Schülerproteste am Freitag machen mit Recht darauf aufmerksam, daß mehr getan werden müßte. Aber wenn man da konsequent sein wollte, dann müßte man wieder Landwirtschaft mit Pferden und Kühen treiben, dann müßte man Autos, Bahnen und Flugzeuge abschaffen und wieder mit der Postkutsche fahren. Für Fernsehen, Computer und Handy wäre vielleicht noch Strom aus Windkraftanlagen da, aber dagegen sind die Grünen ja auch.

 

 


Wie die SPD es macht, ist es falsch

Nachdem der Parteitag der SPD den Koalitionsverhandlungen mit der Union zugestimmt hat, bleibt ihr keine Wahl mehr. Ihr wird sowieso schon die Schuld an der Verzögerung der Regierungsbildung gegeben, obwohl doch die Jamaika-Leute es versemmelt haben. Wenn sie jetzt aussteigt, ist sie ganz unten durch. Wenn sie aber mitmacht, dann stöhnen alle über die „Groko“ und den angeblichen Stillstand und den fehlenden Neuanfang. Die gleichen Leute, die die SPD zur „Übernahme der Verantwortung“ gedrängt haben, werden sie nach Abschluß des Koalitionsvertrags verdammen.

 

Frau Merkel lehnt eine Minderheitsregierung ab, sie will eine stabile Regierung, d.h. sie will allein mit starker Hand regieren können wie bisher. Sowie Frau Merkel gewählt ist, sind alle Schwüre vergessen und sie macht wieder, was sie will. Ihre eigene Partei ist ja ein „Debattenfriedhof“, von daher hat sie nichts zu befürchten, nicht einmal mehr von der CSU.

 

Die SPD wird wieder in die Koalitionsdisziplin eingebunden und kann wieder nur Einiges gegen den Widerstand der Union durchsetzen. Leider hat sie vor der Wahl zu wenig auf ihre Erfolge hingewiesen und nicht deutlich gemacht. daß weitere Verbesserungen für die Bevölkerung nur an der Union gescheitert sind (zum Beispiel die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung). Die SPD sollte immer wieder betonen: Wenn ihr mehr wollt als das Minimalprogramm im Koalitionsvertrag, dann müßt ihr die SPD wählen (oder die Grünen).

 

Als Martin Schulz im Wahlkampf sagte, er werde nicht in ein Kabinett unter Merkel eintreten, dann wollte er damit nur sagen, daß er keinen Plan B habe für den Fall, daß er nicht gewählt wird. Als Wahlkämpfer muß er von sich selbst überzeugt sein. Man hat ihm ja vorgeworfen, er sei doch nur der Bürgermeister von Würselen und habe keine Erfahrung in einem höheren Amt. Um diesen Makle zu beheben, muß er ein Minsteramt anstreben. Daß er aber jetzt Außenminister werden will, wo doch Siegmar Gabriel gesagt hat, er würde es gern weiter machen und Schulz es ihm wahrscheinlich versprochen hat, als Gabriel auf eine Kanzlerkadidatur verzichtete, ist doch seltsam. Da hilft es auch nicht, wenn man sagt, jedes Amt sei nur befristet und Gabriel müsse sich damit abfinden.

Inzwischen sind Schulz und Gabriel weg vom Fenster. Die Bemerkung mit seiner Tochter hat Gabriel als Witz gemeint, aber das hat ihm niemand abgenommen. Daß er die Partei beleidigt haben soll ist entstanden aus der Tatsache, daß ihm niemand beigestanden hat, als Schulz ihn verrdängt (dem er ja einst erst den Weg erst frei gemacht hätte). Bei der Nachfolgefrage hat man wieder den gleiche Fehler gemacht, einen persönliche Vorschlag zu verööfentliochen, hinter den die Ppartei kaum zurückkann.

 

Es wird der SPD nichts anderes übrigbleiben, als sich zum Wohle des Volkes zu opfern, damit es endlich eine Regierung gibt und damit wenigstens ein Minimum ihrer Vorschläge umgesetzt wird. Bei der nächsten Wahl wird sie hart abgestraft werden und dann bei den zehn Prozent landen, die ich ihr schon für 2017 vorausgesagt hatte. „… denn schuld daran ist nur die SPD“.

 

 

Im Februar 2016 hat die SPD eine ganze Reihe von Vorschlägen für eine sozialere Gesellschaft gemacht. Die CDU hat gleich abgewunken, weil das nicht im Koalitionsvertrag stehe. Und die Grundrente, die im Koalitionsertrag steht, will sie auch ablehnen. Aber das ist i9hre Taktik: Erst einmal den Vertrag unterschreiben, damit die Koalition zustande kommt, dann aber wieder alles „vergessen“. Dabei ist die Grundrente ein starkes Stück sozialer Gerechtigkeit für diejenigen, die unverschuldet (geringer Lohn, Arbeitslosigkeit) nicht genug Rentenpunkte erwerben konnten. Auch der Verzicht auf Bedürftigkeitsprüfung ist bei einem Rechtsanspruch in Ordnung. Man könnte höchstens bei einem Ehepaar sich die Rente des Partners ansehen und eine Kappungsgrenze einziehen, über der keine Grundrente mehr für den Partner gezahlt wird. Damit bliebe man im Rentensystem und würde andere Einkünfte und Vermögen nicht mit heranziehen.

 

 

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