Aktuelles in der Stadt

 

 

 

 

 

Ukraine-Krieg:

Am 24. Februar marschierten die Truppen des russischen Diktators Putin in der Ukraine ein. Angeblich herrsche dort eine Naziregierung, die die Russen in der Ostukraine umbringt. Er wolle diesen „Völkermord „verhindern und beging doch selber Völkermord, weil er mit seiner „militärischen Spezialoperation“ nicht militärische Ziele, sondern Krankenhäuser, Schulen und Wohnblocks zerstörte, so wie er das schon in Syrien gemacht hatte.

An sich hatte man gedacht, wegen des atomaren Patts könne es keinen Krieg mehr geben. Aber jetzt überfiel eine Großmacht einen Nachbarstaat und sprach diesem die eigene Staatlichkeit ab, weil der alte KGB-Mann der Sowjetunion nachtrauerte und wieder einen Gürtel von Satellitenstaaten um sich haben wollte. Dabei hätte er doch eher Sicherheit gehabt, wenn er friedlich mit seinen friedlichen Nachbarn zusammengelebt hätte, wie da sin den Jahren 1990 bis 2000 der Fall war. Damals hat man sogar die Frage gestellt, ob man nicht Rußland in die Nato aufnehmen könne.

Aber die Nato griff jetzt nicht ein, weil das einen großen Krieg bedeutet hätte und die Ukraine zwar einen Antrag auf Aufnahme in die Nato gestellt hatte, aber nicht Mitglied war. Man versicherte zwar, man würde den Verpflichtungen gegenüber den anderen früheren sowjetischen Mitgliedern nachkommen werde. Aber einstweilen beschränkte man sich auf Waffenlieferungen (schließlich auch aus Deutschland) und „Sanktionen“, die aber vorerst wenig brachten, weil man bei Gas, Erdöl und Steinkohle von Rußland abhängjg war und deshalb Putins Krieg mitfinanzierte. Auch andere Wirtschaftszweige mußten leiden. Und weil Rußland und die Ukraine viel Getreide lieferten (was man vorher gar nicht so wußte), gab es am 17. März im Lidl und REWE kein Mehl, Zucker und Sonnenblumenöl mehr.

Zu DDR-Zeiten waren wir alle strikt gegen die Aufrüstung. Aber damals ging es um einen möglichen Atomkrieg, gegen den jede Rüstung nichts genützt hätte. Und seit dem Zweiten Weltkrieg hat es nur Bürgerkriege gegeben (in Asien und Afrika, aber auch auf dem Balkan). Jetzt aber hat eine Großmacht einen kleineren Nachbarn mit fadenscheinigen Gründen überfallen. Rußland hätte es besser gehabt, wenn es die Ukraine hätte gewähren lassen, denn die Nato ist ja nur ein Verteidigungsbündnis, einen Angriffskrieg könnte sie nicht gegenüber der eigenen Bevölkerung durchsetzen.

Aber aus Angst vor einem Dritten Weltkrieg kann die Nato dann letztlich doch nicht schützen.

Deshalb ist es verständlich, daß jeder Staat selber aufrüsten möchte. Insofern muß man doch überlegen, ob die christliche Ethik nicht differenziert werden müßte. Ist es nicht doch besser, durch Rüstung abzuschrecken als nachher nur die Wunden zu verbinden? Natürlich gilt auch weiter „Frieden schaffen ohne Waffen“. Abner dieser Satz muß wohl doch ergänzt werden durch das Recht auf Selbstverteidigung.

Die Ukraine hätte natürlich auch die Russen kampflos ins Land lassen können, dann wäre ihr viel Leid erspart worden. Die Ukrainer hätten wenigstens ihr Leben fristen können. Ich selber habe ja auch 25 Jahre unter den Russen gelebt¸ das geht schon, auch wenn es nicht ideal ist. Aber es ist auch verständlich, wenn ein Volk frei sein will. An sich sollte ja auch die UNO kriegerische Auseinandersetzungen verhindern. Aber was nutzt das, wenn der Aggressor im Sicherheitsrat sitzt?

 

Heizkostenzuschuß

Die Regierung hat wieder einmal etwas beschlossen, das völlig weltfremd ist. Ich meine die Zuzahlung der Vermieter zur EEG-Umlage bzw. zur Rechnung für Gas. Wenn ich als Mieter weiß, daß mein Vermieter einen Teil der Heizkosten übernehmen muß, dann gehe ich doch sorgloser mit der Heizung um und regele die Temperatur durch Öffnen der Fenster oder werfe auch einmal der Heizpilz auf der Terrasse an - der Vermieter zahlt ja mit.

An sich ist der Gedanke nicht schlecht, daß man Haueigentümer dadurch zwingen will, Wärmedämmung vorzunehmen. Es gibt sicher solche Menschen, die nur an ihren Profit denken und denen die Kosten der Mieter egal sind. Aber was ist mit den anderen, die alles getan haben?

Ich habe ein 300 Jahre altes Fachwerkhaus vermietet. Als ich selber noch dort wohnte, haben wir mit drei Personen 200 Liter Öl verbraucht, weil wir nur die Zimmer heizten, die auch genutzt wurden (und zum Beispiel nicht das Treppenhaus).

Vor zwei Jahren habe ich beim Mieterwechsel dann die ganze Heizung im Haus erneuert und mit einem Gasofen versehen. Das war damals der Stand der Wissenschaft und die Fachleute sagten mir, bei einem Fachwerkhaus sei nichts anderes möglich. Außerdem wurden auch die restlichen Fenster mit Dreifachverglasung erneuert.

Ich wollte auch noch das Dach besser dämmen lassen. Vier Handwerker habe ich angesprochen, zwei waren auch da, aber der letzte sagte, es gäbe kein Dämmaterial. So sieht doch die Praxis aus.

Es wäre sinnvoller, die Beteiligung der Vermieter von dem Grad der Dämmung abhängig zu machen. Der Schornsteinfeger könnte eine Mängelliste erstellen, und danach richtet sich dann der Zuschuß. Noch besser wäre eine gesetzliche Verpflichtung, alle Möglichkeiten schnellstmöglich auszuschöpfen. Aber wenn ich sowieso zahlen muß, dann stehe ich mich besser, wenn ich auf die hohen Investitionen für Verbesserung der Heizung oder Wärmedämmung verzichte.

 

Photovoltaik

Um noch mehr klimaneutral zu leben, haben wir auf unserem Dach Ende vorigen Jahres eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Den nicht verbrauchten Strom müssen wir allerdings an den örtliche Versorger - hier die Maintalwerke - abgeben.  Dafür erhalten wir zurzeit noch eine Vergütung von 7 Cent pro Kilowatt, aber für den von dort bezogenen Strom (zum Beispiel in den Abendstunden) zahlen wir 35 Cent. Da macht doch jemand Profit mit dem bei uns erzeugten Strom. Ich kann vielleicht 300 Euro im Jahr an Stromkosten sparen, aber nach 20 Jahren habe ich nicht einmal die Hälfte der Herstellungskosten wieder herausgeholt.

Das ist kein Anreiz für Hauseigentümer, sich eine Photovoltaikanlage zuzulegen. Die Montagefirma hat auch absichtlich due Anlage nur so stark ausgelegt, daß wir möglichst viel Strom selber verbrauchen können. Wir hätten noch mehr Platz auf dem Dach gehabt, aber kaum Nutzen. Der einzige Trost ist, daß man wenigstens die Energiebilanz des Volkes verbessern kann und dadurch Gas eingespart wir. Aber so ein wenig Idealist muß man schon sein. In Maintal zahlen die Maintalwerke wenigstens noch 500.00 Euro jährlich an die Stadt. Aber besser wäre, den billigen Strom von den Photovoltaikanlagen den Hartz IV-Empfängern zur Verfügung zu stellen

 

 

 

 

 

I

 

 

Corona:

Ganz unverständlich ist, wie man die Gefahr durch die Pandemie leugnen kann. Durch die Demonstrationen ohne Mundschutz und Abstand wird sie nur noch mehr verbreitet. Die Teilnehmer sollten unterschreiben müssen, daß sie bei einer Erkrankung nicht behandelt werden wollen.

Da fordert die Beatrix von Storch von der AfD, man solle auf die Wissenschaft hören. Dabei handelt die Regierung nicht nach ihren eigenen Wünschen, sondern nach dem, was die Wissenschaft sagt (abgesehen von einigen Wirrköpfen).

Da behauptet eine Frau, es sei heute schlimmer als in der DDR. Wie kann denn die Erinnerung so vernebelt sein? Dort hätte sie bestimmt nicht demonstrieren können, ohne ins Gefängnis zu kommen. Heute darf sie die Regierung kritisieren. Aber wenn sie dann Widerspruch erfährt, dann ist das keine Unterdrückung der Meinungsfreiheit, sondern auch andere dürfen frei ihre Meinung sagen.

Da läuft eine Frau mit dem Grundgesetz in der Hand herum und klagt, ihre Grundrechte würden abgeschafft. Aber hat sie auch gelesen, daß dort steht: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“? Die heute die Einschränkung der Religionsfreiheit beklagen, sind die denn vorher zum Gottesdienst gegangen?

Manche Grundrechte sind doch nur zeitweise eingeschränkt (aber demonstrieren darf man immerhin), weil die Gesundheit der Menschen das höhere Gut ist. Und mit Gottes Hilfe und dem Können der Wissenschaft wird die Pandemie auch wieder eingedämmt.

Da will eine Frau sich nicht noch ein drittes Mal impfen lassen, weil es ihr Recht sei, selber über ihren Körper bestimmen zu können. Es müsse auch genügen, wenn der Nachweis erbracht sei, daß sie noch genug Antikörper im Blut hat. Da will sie sich also alle Monat Blut nehmen lassen, ein viel größerer Eingriff als der kleine Piks beim Impfen. Das verstehe, wer will.

Das ist doch hirnverbrannt, wenn man sich in diesem Fall nicht zwingen lassen will. Sicher, wir sind ein freies Land und über unseren Körper können wir weitgehend selber bestimmen. Es wurde keine Diktatur errichtet, die Freiheiten wurden nicht auf immer eingeschränkt.

 

Die Regierung hat nichts (oder wenig) falsch gemacht. Hätte sie gar nichts gemacht, hätte man ihr Untätigkeit vorgeworfen. Wäre sie strenger gewesen, hätte man ihr Handeln als übertrieben bezeichnet. Aber es gibt halt so Lute, die stampfen mit dem Fuß auf wie ein kleines Kind, das unbedingt Recht behalten will: „Ich lasse mich nicht zwingen, denen zeige ich es schon!“

Grundsätzliche Impfgegner berufen sich auf das Grundgesetz. Doch dieses kennt nicht nur die Rechte des Einzelnen, sondern auch die Rechte der anderen auf Schutz und Fürsorge, vor allem der Kinder unter zwölf Jahren und der Kranken, die nicht geimpft werden dürfen.

Wer sich nicht impfen läßt, der handelt asozial, weil er keine Rücksicht auf andere Menschen nimmt. Und wem die anderen gleichgültig sind, der müßte sich doch wenigstens sagen, daß es um ihn selbst geht, um seine Gesundheit. Aber manche scheinen zu denken; „Ich bin gesund, ich kriege das nicht!“ So denken auch die Raucher. Aber während die Entwöhnung vom Rauchen sehr schwer ist, tut das eigentliche Impfen nicht einmal weh, und die nachfolgende Schmerzen am Arm sind vernachlässigenswert.

Neuerdings kosten die Tests eine Gebühr. Das ist auch gut so, denn weshalb soll die gar nicht so zuverlässigen Tests die Allgemeinheit bezahlen? Weshalb unterzieht man sich immer wieder den unangenehmen Tests, wo ein kleiner Piks alles überflüssig macht? Und die erheblichen Krankenhauskosten bei einer Infektion sollte der Impfgegner auch selber tragen.

Man könnte natürlich auch sagen: Sollen sie sich doch nicht impfen lassen, dann sterben sie mit der Zeit aus. Aber sie gefährden ja auch andere (siehe oben). Wir können nur froh sein, daß es die Impfungen gibt, sonst bleiben am Ende auf der Erde nur die Viren übrig,

 

 

Keine Angst

Vor 500 Jahren stand Martin Luther vor dem Reichstag in Worms und mußte sich rechtfertigen für seine Vorschläge zur Reformierung der Kirche. Sicher hat sein Herz mächtig geklopft, als er als kleiner Mönch aus Erfurt vor dem Kaiser und den anderen Größen des Reichs Rede und Antwort stehen sollte. Jeder Mensch darf Angst haben – auch ein Martin Luther. Aber er war durch sein Gewissen und das Ringen mit Gott im Gebet zu einer Erkenntnis gekommen, die war alt war, aber zu seiner Zeit verschüttet gegangen war. Er berief sich in seiner Antwort auf die Heilige Schrift und auch schon auf die Gründe der Vernunft. Dadurch wurde er - obwohl noch ganz in der alten Zeit stehend – zu einem Verfechter einer neueren Zeit. Von seinem mutigen Bekenntnis zehren wir noch heute: Auch der Einzelne muß sich nicht einer Mehrheit unterwerfen, wenn diese nicht Recht hat.

Jedem Menschen kann man nur sagen, wie es in dem Kinderbuch „Der kleine Angsthase“ heißt: „Du mußt deine Angst überwinden!“ Jeder hat die Aufgabe, die Angst in seinem Leben einmal grundsätzlich zu überwinden, aber auch immer wieder in den einzelnen Situationen, wo die Angst wieder hochkommt. Wir können nicht machen gegen die Angst, aber wir können sie überwinden.

Als kleines Kind hatte ich immer Angst, wenn die Sirene heranfliegende Bombenflugzeuge ankündigte. Beim ersten Ton lief ich schon zum Keller, stellte mich aber nur hinter die Kellertür, damit ich im Falle eines Falles doch noch davonlaufen konnte. Mein Vater war ganz enttäuscht, als meine Mutter das in einem Feldpostbrief schrieb, daß sein Sohn so ängstlich war. Auch als Schüler lief ich oft nur an den Hauswänden entlang und ging allen Menschen aus dem Weg-.

Erst viel später wurde mir klar, wie ich diese Angst überwunden habe. Ich war 14 Jahre alt, als ich mit der kirchlichen Jugend in einem Zeltlager war. Ich war allein ein Stück fortgegangen und machte mich schnell auf den Heimweg, als es zu dämmern anfing. Ich hätte im großen Bogen am Waldrand entlang zurückkehren können. Aber ich faßte mir ein Herz und ging

Quer durch den Wald. Jetzt oder nie, dachte ich. Die Richtung wußte ich und ich kam auch gut an. Seitdem hatte ich keine Angst mehr. Mit 16 Jahren fuhr ich nachts mit dem Fahrrad umher, auch durch den Wald – ohne Licht. Ich dachte mir: Wenn mit jetzt wirklich einer begegnet, dann wird er sicherlich die gleiche Angst haben!

Als ich in der DDR einmal mit einem hohen Vertreter des Landkreises verhandelte wegen eine Gasverteilerstation, die unbedingt im Pfarrgarten errichtet werden sollte, da drohte mir der Mann: „Sie wissen, daß wir auch administrative Mittel haben, Sie zu zwingen!“ Ich antwortete spontan: „Das weiß ich, aber trotzdem habe ich keine Angst vor Ihnen!“ Er sah mich verdutzt an, denn so etwas war er nicht gewohnt. Auch ich war etwas erschrocken über das, was ich gesagt hatte, aber es ist nichts weiter erfolgt.

Inder DDR war das übrigens sehr einfach mit der Angst. Wenn jemand in einer Todesanzeige den Bibelspruch haben wollte: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“ dann hat die Zeitung zwar die Gebühr gern genommen, aber den Bibelspruch nicht mitgedruckt. Das offizielle Argument war: „Im Sozialismus braucht man keine Angst zu haben!“

Betrachten wir deshalb, wie das im Kapitalismus ist: Über ein Jahr haben wir schon mit der Corona-Pandemie zu tun. Da gibt es auch Leute, die sagen: „Das ist doch nur eine leichte Grippe. Die wird nur von den Regierenden als Vorwand benutzt, um der Bevölkerung die Grundrechte zu nehmen!“ Sie achten deshalb nicht auf Abstand und Mundschutz. Die Krankheit trifft nur die anderen, ich bin doch gesund. Aaber wenn sie es dann haben, dann wollten sie im Krankenhaus auch die beste Behandlung haben.

Viele haben zu Recht aber Angst gehabt. Nach jedem Kontakt mit anderen Menschen war wieder die bange Frage in der folgenden Woche: Habe ich mir nicht doch etwas aufgelesen? Selbst die Geimpften habe noch ein geringes Restrisiko. Die Pandemie hat tief in unser Leben eingegriffen. Als ich mit einem Schulkameraden zum 80. Geburtstag telefonierte, sagte er: „So etwas haben wir noch nicht erlebt!“

Und dennoch haben wir Grund, zuversichtlich zu sein. Egal in welcher Gesellschafts- oder Wirtschaftsform wir leben, ob wir gesund oder krank sind, ob wir glücklich oder betrübt sind – unsere Welt ist Gottes Welt. Er herrscht über sie und auch über uns. Oder sagen wir besser: Er sorgt für uns, er behütet uns, er ist für uns da. Wir können nur wie Luther sagen: „Gott helfe mir. Amen!“

 

Verschwörungserzählungen

Zunächst war es nur ein kleines Virus im fernen China, dann hatten es einige Firmenmitglieder aus Bayern. Dann aber kam der Karneval in Nordrhein-Westfalen, ein Volksfest in der Oberpfalz und die zurückkehren Ski-Urlauber aus Österreich und Italien Und auf einmal waren wir alle bedroht. Die Behörden erließen strenge Maßnahmen: Kindergärten und Schulen wurden geschlossen, Reisen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt, es gab ein Abstandsgebot und ein Kontaktverbot mit Menschen außerhalb des Haushalts, auch wenn es sich um Familienmitglieder handelte, die außerhalb wohnten.

Auf einmal wurde deutlich, was wirklich notwendig ist zum Leben: Essen und Trinken, Arbeiten und der Gang zum Arzt (aber nur, wenn es unbedingt notwendig war). Die Enkel sollten nicht mehr zu den Großeltern und die Eltern nicht mehr zu Besuch ins Krankhaus oder ins Altersheim. Das bedeutete aber: Keine Großveranstaltungen, keine Demonstrationen, kein Einkauf über die Lebensmittelgeschäfte hinaus, keine größeren oder auch nur kleineren Feste, kein Sport, keine Kultur und auch keine Kirche.

 

Das war natürlich ein ziemlicher Schock. Schon bald gingen Verschwörungserzählungen gehen besonders in den sozialen Netzwerken „viral“. Ein neues Virus hatte die Welt aus ihrem Tritt gebracht. Corona ist ein Fest für jeden Verschwörungsideologen, der munter Fakten und Fantasie vermischt.

  • Die Mondlandung - lief im Filmstudio.
  • Terroristische Attentate - von Schauspielern inszeniert.
  • Das Coronavirus - eine Biowaffe der Chinesen.
  • Von den Regierungen herbeigeführt, um die Demokratie zu unterdrücken.
  • Flughafen Berlin-Brandenburg- Produktion von Atomwaffen unter dem Flughafen

Medizinische Behauptungen:

  • Mit Fluorid versetzte Zahnpasta verursacht Krebs.
  • Impfen schützt nicht vor Krankheiten, sondern fördert diese.
  • Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO dienen nicht der Bevölkerung, sondern nur den Interessen der Pharmaindustrie.
  • Hinter der Pandemie stecken geheime Mächte, die die Weltordnung zu ihren Gunsten über den Haufen werfen wollen.
  • Hinter der Pandemie steckt Bill Gates, der als Erster ein Gegenmittel entwickeln und damit weitere Milliarden verdienen möchte.

 

Anziehungskraft:

Ausgerechnet im Zeitalter freier Informationen glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen. Solche Theorien wollen komplexe politische und globale Zusammenhänge vereinfachend erklären als das verborgene Handeln Einzelner und Sündenböcke benennen. Sie liefern einfache Antworten und sortieren die Welt in Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Auf diese Weise bieten sie eine Möglichkeit, die Komplexität der Welt zu verringern, Orientierung zu schaffen und simple Erklärungen zu liefern - gerade auch in der Corona-Krise. Letztlich sind sie ein Mittel gegen Verunsicherung für Menschen, die Zufälle nicht als Erklärung akzeptieren können.

Die Anziehungskraft dieser Verschwörungstheorien liegt in der Spaltung zwischen Hell und Dunkel, Gut und Böse. Es gibt hier kein Grau. Dabei unterschätzen die Anhänger dieser Vor­stellungen aber den Zufall und wollen überall „Strippenzieher“ sehen. Solche Theorien vereinfachen, aber die Wahrheit ist oft kompliziert.

 

Drei Gruppen:

Die Menschheit wird von den Anhängern der Verschwörungstheorien in Gruppen eingeteilt:

1.) Die Verschwörer, die im Verborgenen agieren und alle Fäden in der Hand halten

2.) Die Masse des Volkes, die getäuscht und dumm gehalten wird

3.) Die Elite der Wissenden („Truthe“), die die Wahrheit hinter der Fassade und die Machenschaften der Verschwörer erkannt zu haben meint.

So sortiert sich die ansonsten unübersichtliche Welt. Schuldige am eigenen Leid sind schnell gefunden. Und weil es der Mensch nicht nur einfach mag, sondern schwer Dinge anerkennen, die ohne erkennbaren Grund einfach so geschehen, hat es der Verschwörungsgläubige auch in dieser Hinsicht gut. Für ihn ist klar: Was geschieht, passiert, weil die Verschwörer es so wollen. Damit sind Zufälle, Pannen, Unfälle und alles nicht Fassbare beseitigt. Das bringt eine enorme Entlastung (Der Fachbegriff dazu: „Kontingenzbewältigung“).

 

Grundtypen:

Es lassen sich verschiedene Grundtypen von Verschwörungstheoretikern charakterisieren:

Typ 1: Die Verärgerten - „Alles unnötig übertrieben!“

Der Typ des Verärgerten beschreibt Menschen, die sich durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion in ihren gewohnten Lebensvollzügen gestört und eingeschränkt fühlen. Sie sind der Meinung, die ganzen Maßnahmen seien unnötig und (oder zumindest) übertrieben. Weil die „Verärgerten“ die Maßnahmen ablehnen, neigen sie dazu, die Gefahren der Pandemie zu negieren. Wenn nun aber die Krankheit als ungefährlich definiert wurde, entsteht eine Erklärungslücke für die Begründung der vorhandenen Maßnahmen. Das macht die „Verärgerten“ anfällig für Verschwörungserzählungen. Die Lücke schließt sich nämlich, indem man den Regierenden unterstellt, in Wahrheit einen ganz anderen, heimlichen Plan zu verfolgen. Die Einschränkung von Freiheitsrechten ist dann nicht mehr der Kollateralschaden des Infektionsschutzes, sondern wird zur eigentlichen Absicht erklärt, der man sich natürlich widersetzen müsse.

 

Typ 2: Die Esoteriker - „Impfzwang verhindern!“

Die Motivationslage der ersten Gruppe trifft nun auch auf Menschen, die sich schon länger in einer kritischen Distanz zur wissenschaftlich begründeten Medizin befinden. Das betrifft zum Beispiel Anthroposophen, die ihre Kinder auf der Waldorfschule nicht gegen Masern impfen lassen wollen, oder Esoteriker, die es gewohnt sind, inneren gefühlten Wirklichkeiten stets mehr Realität zuzubilligen als nüchternen wissenschaftlichen Fakten. Hier treffen die Verschwörungserzählungen von bösen Pharmakartellen, die angeblich einen globalen Impfzwang auslösen wollen, auf angelehnte, wenn nicht schon ganz geöffnete Türen und aktivieren entsprechende Widerstandsenergien. Sie haben ein egoistisches Freiheitsverständnis ohne Rücksichtnahme auf andere.

 

Typ 3: Die Fundamentalisten – „Gott erlöst aus der Krise!“

Es gibt davon auch eine christlich geprägte Form wie zum Beispiel die „Christen im Widerstand“. Inhaltlich geht es in erster Linie um die Forderung, an gewohnten Gottesdienstformen mit Versammlung zu gemeinsamen Liedern und Gebeten festhalten zu können. Man wähnt sich durch besondere Gottesnähe geschützt. Wer aber trotzdem krank wird, der hat halt nicht genug geglaubt. Auch hier kombiniert sich dies leider mit Offenheit gegenüber Verschwörungserzählungen.

 

Typ 4: Die Antikapitalisten  „Demonstrations- und Kulturfreiheit retten!“

Wieder andere sehen im Lockdown den Versuch, einen ohnehin anstehenden Zusammenbruch des globalen Finanzmarktkapitalismus zu verschleiern. So hofft die Bewegung vom „Demokratischen Widerstand“, dass diese Krise „auch eine Chance zur Erneuerung“ sein könne und „unsere künftige Wirtschaftsgesetzgebung (basis-)demokratisch, transparent & ergebnisoffen verhandelt“ werden könne. Dazu braucht es natürlich Foren, Diskussion, Begegnung, Meinungsaustausch und Demonstrationen - was alles durch den Infektionsschutz behindert wird, und deshalb demonstrieren sie dagegen.

 

Typ 5: Rechte Trittbrettfahrer – „Hauptsache gegen den Staat!“

Dem fünften Typ ist es egal, ob die Viren nun harmlos oder gefährlich sind. Hauptsache, es lässt sich damit Stimmung gegen den Staat machen. Alles, was die bestehende Ordnung destabilisiert, hilft denen, die eine neue Ordnung nach eigenen Regeln errichten wollen. Rechtspopulisten und Neonazis haben bemerkt, dass hier Emotionen bei für sie neuen Zielgruppen möglicherweise in politischen Gewinn zu übersetzen sind. Seitdem versuchen sie, diese Energie auf die eigenen Mühlen umzuleiten. Dazu wurden bekannte Rechtsextremisten als Anmelder zahlreicher Anti-Corona-Demos aktiv und machen auf eigenen Internetseiten und Social-Media-Kanälen kräftig Stimmung (nach Harald Lamprecht, Glaube und Heimat 12/212)

 

Misstrauen gegen Eliten:

All diese Vermutungen haben etwas gemeinsam. Sie verfügen typischerweise über zwei Merkmale. Misstrauen gegen Eliten. Während der Corona-Pandemie richtet sich das Misstrauen vor allem gegen Wissenschaftler, Medien und Pharmakonzerne. Die erkennbare Ursache dafür findet sich in der persönlichen Betroffenheit und der Angst, belogen zu werden. Personen mit einem generalisierten Misstrauen gegenüber Macht sind besonders anfällig für Gerüchte. Es geht hier nicht um vereinzelte Spinner, sondern um eine Tendenz, die auf fast die Hälfte der Bevölkerung zutrifft.

 

Verbreitungsdrang:

Verschwörungstheoretiker haben in der Regel ein größeres Bedürfnis, ihre Meinung zu verbreiten, als Anhänger von seriösem, durch Studien belegtem Wissen. Die Folge ist häufig ein nahezu uneinholbarer Vorsprung an Vernetzung und der Verbreitung von Inhalten im Internet. Die öffentlich-rechtlichen Medien werden als „Lügenpresse“ abgetan und die abstruse Wahrheit im Internet gesucht. Es kommt ja erst einmal keiner auf die Idee, offensichtlich gut belegte Dinge zu rechtfertigen

 

Erklärungsversuche:

1.) Rund 46 Prozent der Deutschen denken, dass geheime Organisationen großen Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Im Zweifel vertrauen sie mehr auf das eigene Gefühl als auf Expertenwissen. Das ist erst mal nur eine Tendenz ohne konkrete Ausprägung. Natürlich sind nicht alle diese Menschen überzeugte Verschwörungstheoretiker. Unter bestimmten Umständen werden sie es aber: Trennung, Krankheit, Jobverlust oder andere krisenhafte Ereignisse können die Tendenz verstärken. Psychologen sprechen von der Kontrollverlust-Hypothese: Demnach macht ein Kontrollverlust im eigenen Leben den Glauben an Verschwörungs­denken wahrscheinlicher. Dahinter steckt oft der Wunsch, der eigenen Machtlosigkeit zu entkommen und eine Situation zu beherrschen, statt sie einfach zu akzeptieren.

 

2.) Ein weiterer Erklärungsansatz, warum Menschen an derartige Gerüchte glauben, ist der Wunsch nach Einzigartigkeit. Manche Menschen ziehen Befriedigung daraus, über vermeintliches Hoheitswissen zu verfügen. Das kann erstaunliche Ausmaße annehmen. Einige glauben selbst dann noch an die präsentierten Theorien, als diese längst als frei erfunden enttarnt worden waren.

 

3.) Je stärker die Verschwörungsmentalität einer Person ausgeprägt ist, desto mehr befürwortet sie alternative Verfahren und umso mehr lehnt sie konventionelle Heilmethoden wie Impfungen oder Antibiotika ab.

 

 

Was gegen Verschwörungstheorien hilft

Verschwörungsglaube verhindert angemessenes Verhalten und zerstört Vertrauen. Was also tun? Andreas Hahn bietet eine Checkliste an -.und rät unter anderem zum hartnäckigen Logiktest, um Widersprüche, Ungereimtheiten und manipulierte Informationen aufzudecken. Auch die Informationsquellen sollten überprüft werden. Und dann bringt er eine uralte journalistische Frage ins Spiel, die hochaktuell ist und sicher bleibt: Wem nutzt diese Verschwörungsideologie („cui bono“), wem die angebliche Aufdeckung? Und will man mit denen in einem Boot sitzen?

  • Der Logiktest: Versuchen Sie, Widersprüche, Ungereimtheiten, Fehler und manipulierte Informationen, Quellen (Bilder) der Erzählungen enthüllen. Eine fiktive Verschwörungstheorie zeichnet sich in der Regel durch einen großen Umfang, eine große Reichweite und hohe Effektivität aus - Zufälle werden ausgeschlossen.
  • Die Informationsquellen: Fragen Sie, ob es andere, unabhängige Belege gibt, Welche Nachrichten werden dort noch verbreitet? Prüfen Sie, ob sich der Verfasser ermitteln lässt, und schauen Sie, ob es auf einer Homepage ein Impressum gibt.
  • Die Gretchenfrage: Überlegen Sie, wem diese Verschwörung nutzen könnte - und wem die angebliche Aufdeckung.
  • Die Analyse: Stellen Sie ernsthafte Überlegungen an, wie man tatsächlich etwas bewirken kann.

 

Umgang mit Verschwörungserzählungen:

Man kann Verschwörungstheoretiker nicht mit Argumenten und Fakten überzeugen, denn die würden ja ihr ganzes Gedankengebäude zum Wanken bringen. Wer es trotzdem probieren will, sollte möglichst genau nachfragen: Warum glaubst du das? Warum ist diese Quelle für dich aussagekräftiger als eine andere? Wer sind diese ominösen Strippenzieher? Warum machen die das?

In der Schule wünschte man sich einen stärkeren Schwerpunkt auf wissenschaftliches Denken: Wie liest man eine Statistik? Was ist eine Metastudie? Warum muss kritisches Denken Widersprüche aushalten.

Natürlich ziehen die Verschwörungsideologien ihren Anschein, einleuchtend zu sein, aus dem Umstand, dass wir etwas nicht wissen. Wissenschaftlich lässt sich eben nie exakt beweisen, dass etwas nicht existiert. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass es keine weißen geflügelten Einhörner gibt. Vielleicht sind die Tiere nur sehr selten und zudem unheimlich scheu und geschickt in der Tarnung. Genauso kann man niemals beweisen, dass eine Verschwörung nicht existiert. Man könnte sie höchstens aufdecken, wenn sie existiert.

Nun könnte man sagen: Lass sie doch reden, die Verschwörungsideologen! - Geht nicht, denn Verschwörungs­mythen erzeugen Opfer, auch ganz real. Das zeigender norwegische Massenmörder Anders Breivik und die Attentäter von Christchurch und Halle, die vollgepumpt waren mit Verschwörungsideologie.

 

Glaubende Menschen:

Wer aber behauptet, er kenne alle Lösungen, belügt sich selbst und andere. Glaubende Menschen dagegen haben die Fähigkeit, Widersprüche und Unsicherheiten auszuhalten. Wir brauchen mehr Mut zu Mehrdeutigkeiten. Keine Partei vertritt meine Interessen zu hundert Prozent, keine Zeitung bringt die hundertprozentige Wahrheit. Trotzdem kann man eine Partei wählen und mit wachem Verstand eine Zeitung lesen. Und mit etwas mehr Gottvertrauen kommen wir durch die Krise. Weil wir Gott auf unserer Seite haben, sind wir „die Starken“.

 

Die Haltung der Kirchen:

Es gab Leute in der Kirche, die kritisierten die Kirchenleitungen, weil sie nicht auf das Recht der freien Religionsausübung gepocht haben, die Kirche sie doch „systemrelevant“. Auf einmal war sie lebenswichtig, vor allem für die, die so gut wie nie hingingen. Nun hätte man die 8 bis 12 Gottesdienstbesucher in großen Kirchen gut auf Abstand unterbringen können, aber es ging ja um Veranstaltungen, bei denen die Menschen dicht gedrängt sitzen oder stehen.

In Frankfurt haben ein Freitagsgebet und ein Gottesdienst der Baptisten gezeigt, was entstehen kann. Insofern war es schon richtig, dass sich die Kirchen solidarisch zeigten. Das Recht auf Religionsausübung wurde ja nicht abgeschafft, sondern nur zeitweise eingeschränkt und durch andere Formen ersetzt.

 

Es gibt auch Leute, die sahen die neue Krankheit nur als leichte Grippe an oder lachen über ein Virus, das man ja nicht sehen kann. Die paar Toten müsse man in Kauf nehmen, denn sterbe müsse jeder ja sowieso. Das erinnert an die „Starken“ in Korinth, an die der Apostel Paulus schreibt: „Sehet aber zu, dass diese eure Freiheit nicht gerate zu einem Anstoß für die Schwachen!“ (1. Kor 8,9). Damals ging es nur um das Essen von Fleisch von Tieren, die im heidnischen Tempel geschlachtet worden waren:                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Aber heute ist es doch ein starke Zeichen der Solidarität, wenn die weniger gefährdeten jüngeren Leute auf etwas verzichten um der alten und vorerkrankten Menschen willen oder sogar noch für sie einkaufen gehen. Freiheit ist schon ein hohes Gut, aber sie findet ihre Grenze am Wohl des anderen. Keiner ist ein Feigling, der christliche Liebe übt.

In Krisenzeiten sind immer die Welterklärer da, die es schon immer gewusst haben. Früher hat man eine Seuche wahlweise auf Gott oder den Teufel zurückgeführt. Nun: Gott war es sicher nicht, und den Teufel gibt es ja gar nicht. Aber wenn der Glaube fehlt, dann muss man eben zu abstrusen Erklärungsversuchen greifen.

Verschwörungstheorien haben viel mit Religion zu tun. Sie sprechen dieselben Bereiche unseres Gehirns und Denkens an. Wo gläubige Menschen eine Hoffnung sehen, sehen Verschwörungsanhänger böse Mächte am Werk. Sie suchen Schuldige; die all das Elend verursacht haben: „Die Hexen“ oder „die „Juden“ oder „die Ausländer“. Sie sehen etwas, was andere nicht sehen, und sehen sich als „Wisssende“ von der grauen Masse ab und sind ganz allgemein gesprochen „die Guten“.

Verschwörungsmythen jeder Art haben immer auch eine antisemitische Signatur. Eine Studie der Amadeu Antonio Stiftung hat das schon vor zehn Jahren eindrucksvoll bewiesen: Egal, bei welcher Verschwörungstheorie man anfängt, man landet immer bei „Rothschild“, also „den Juden“. Dass dies in Krisenzeiten noch gefragter ist, verwundert nicht.

Schmerzhaft ist, dass auf den Demonstrationen auch wieder Christenmenschen dabei sind.

Als Kirchenmitglieder sind wir oftmals Teil des Problems sind. Das müssen wir aber offen ansprechen. Es ist Unsinn zu sagen: Wir sind die Guten und die anderen sind die Bösen. Paulus bringt das gut auf den Punkt, wenn er schreibt: „Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten“ (1. Korinther 10,23).

 

 

Viele Landeskirchen stellen über ihre Weltanschauungsbeauftragten Informationen zu Verschwörungsideologien zur Verfügung wie die Broschüre „Verschwörungstheorien“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und von Kurhessen-Waldeck.

 

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