Reinhard Schellmann: Hochstadt in alten und neuen Bildern

 

 

 

Erster Band

Endlich ist das lange geplante Buch erschienen. Es enthält eine Fülle von alten Aufnahmen, vor allem die Fotoplatten der Firma Daubert. So kann man zum Beispiel Abbildungen aller früheren Straßenbrunnen entdecken. Oder es ist eine Zeichnung von 1815 enthalten, die die alte Schule Hauptstraße 4 enthält. Oder es werden Fachwerkhäuser gezeigt, die entweder abgerissen sind oder durch Neubauten ersetzt wurden. Die Bilder reichen bis in die allerneueste Zeit.

Allerdings gibt es - wie bei jedem Buch - auch etwas zu kritisieren. Es ist Ansichtssache, ob man Farbfotos nur schwarz-weiß wiedergibt (zum Beispiel Bild von Usener), wo es doch heute beim Druck keine Rolle mehr spielt, ob eine Seite farbig oder schwarz-weiß ist (In die Landkarten sind ja auch farbige Stellen eingezeichent worden, auch die Bilder aus der Kirche sind farbig).

Dann enthält das Buch auch viele Bilder aus der neueren Zeit. Das mag einen Sinn haben, wenn man ein altes Bild hat und den heutigen Zustand danebenstellen will. Aber es sind auch Bilder dabei, wo es kein altes Bild gibt, weil man alle schönen Häuser einer Straße fest­halten wollte.

Man hätte sich gwewünscht, daß die Bilder in eine etewas bessere Ordnung gebracht worden wären: Die Häuser nach den Straßen und die Personen nach Familien.

Drucktechnisch ist es ungünstig, wenn doppelte Leerstellen stehen bleiben oder bei dem Blocksatz zu große Lücken auftreten, weil keine Trennungen vorgenommen wurden. Üblich ist an sich auch, daß man Zahlen bis zwölf ausschreibt und nicht durch Ziffern wiedergibt.

 

 

Sachlich sind folgende Punkte anzumerken.

(8) Die Dreiecke bezeichnen die ehemaligen Dreimärker, von denen an sich nur der an der Ruhbank deutlich zu sehen ist, der an der Nordostecke stekt ganz im Boden.  An der Südwestecke stand der Karolingerstein. Die Gemarkungsgrenze nach Niederdorfelden verläuft wirklich nur ein ganz kleines Stück (120 Meter) auf der Hohen Straße.

(9) Hinter „Kloster Lorsch“ in Zeile 7 kein Komma. In der Urkunde vor 1846 wird zwar der Name gennant, aber kein genaues Abfassungsdatum.

(9) Die Karte zeigt nur den westlichen Teil des Büchertals, das bis Niederodenbach reichte (zumindest als Verwaltungsbezirk). Interessant ist der Verlauf des Baches, der zwischen Hochstadt und Groschlag eingezeichnet ist und dann in den Landgraben übergeht.

(10) Aus fränkischer Zeit gibt es nur einen Grabfund, nämlich die Fundstelle  8/03 mit einer (wahrscheinlich unechten) Halskette. Aber diese enthält keinen Zahn, keinen Bärenzahn und keine Backenzahn.

 (11) Nach den Veröffentlichungen von Norbert Mankel sollte man nicht mehr die Bezeichnung „Weidbach“ verwenden, sondern „Mühlbach“.

(12) (12) Die Angabe „Hochstädter Gerichtssiegel von 1726“ ist aus einem Artikel in der Frankfurter Neuen Presse von 1962, aber ohne Quellenangabe.

 (13) Bei den Türmen auf der Südseite gibt es eine Differenz. Auf dem Originalplan sind gar keine Türme eingezeichnet. Dann gibt es eine Schwarz-Weiß-Nachzeichnung mit dem Titel „Der Flecken Hochstadt“, auf dem die Türme so eingezeichnet sind wie in dem Heft „Rundgang durch Hochstadt“ von Peter Heckert. Herr Schellmann sagt aber, auf einer Flurkarte von etwa 1910 seien die Türme so eingezeichnet, wie er sie wiedergegeben hat, also neun runde Türme und dazu das Narrenhaus (so auch Seite 20).

Als die neuere Flurkarte gezeichnet wurde, waren die Türme auf der Südseite schon nicht mehr vorhanden. Es könnte also sein, daß der Turm an der Bahnhofstraße und am Haus Lutherstraße 3 reine Phantasie sind (am „Rußloch“ war auch später nur ein Türchen). Es ist auch wahrscheinlicher, daß ein weiterer Turm am Ende der Brunnenstraße stand, auf der gleichen Höhe wie ein Turm auf der Nordseite. Zwischen beiden verläuft die Grenze zwischen Oberdorf und Unterdorf, die wohl auch mit einer Mauer befestigt war. Der Turm war also auch eine Abgrenzung des Oberdorfs gegen das (anfangs allerdings noch nicht vorhandene) Unterdorf.

Unumstritten ist der Turm im Bereich der Ringstraße 4 oder 6 (die drei vorhandenen Bilder zeigen jeweils den gleichen Turm aus anderer Richtung). Dieser Turm und der Turm am Grundstück Hauptstraße 45 standen noch, als die Flurkarte von 1910 gezeichnet wurde.

(15) Oberes Bild: Der Weg vom Bahnhof her teilt sich auf in Jägerstraße (rechts) und Bahnhofstraße (links). Die heutige Fahrgasse zur Klosterhofstraße geht noch weiter links ab.

(16) Das Schild links muß das Ortseingangsschild von „Hohe Tanne“ sein, hier aber von Hinten gesehen mit dem Hinweis auf Hochstadt. Seltsam ist nur, daß das Auto mehr links als rechts fährt (in Fahrtrichtung gesehen).

(17) Die Kalksteine wurde auch zum Bau der Keller von Privathäusern gebrochen. Es gab auch einen Gang, der in Höhe des Grundstückes Am Kirchberg 4 auf den Kirchhof führte.(19) Jetzt wechselt die Schriftart von Times New Roman plötzlich auf Arial oder eine ähnliche Schrift. - Im Vordergrund sieht man den alten Weg nach Dörnigheim (heute von der Autobahn überbaut).

(20) Für die Ringmauer werden unterschiedliche Entstehungszeiten angegeben: Das 13. Jahrhundert nehmen diejenigen an, die von dem kaiserliche Befehl von 1235 ausgehen, daß alle Dörfer eine Schutzmauer erhalten sollten. Die Autorin eines bisher unveröffentlichten Buches über den Altkreis Hanau schreibt, sie sei in drei Abschnitten im 14. bis 16. Jahrhundert entstanden (ohne allerdings eines Beleg dafür anzugeben).

Der Zugang zum Obergeschoß des Narrenhauses ist auf Seite 26 unten zu sehen. Das „spitze Schieferdach“ ist nicht belegt, Herr Schellmann stellt sich ein Dach wie auf dem Obertor vor. Im Jahre 2013 hat man wenigstens ein Flachdach auf den Turm gesetzt. Unterhalb der Steindecke sind noch Löcher für Tragebalken, so daß der untere Raum früher etwas niedriger gewesen sein muß. Vielleicht wurde die Holzdecke gebraucht zur Konstruktion der leicht gebogenen steinernen Zwischendecke, aber vielleicht war sie auch die erste Decke. Der Bodend es Narrenhauses ist etwa einen halben Meter aufgefüllt. Dort liegen auch noch Sandsteine.

Mit einem Bild in der Zeitung wollte Herr Schellmann 2013 beweisen, daß das Narrenhaus früher auch schon verputzt gewesen sei, wie man es 2013 mit einem großen Teil der Ringmauer gemacht hat. Aber das Bild zeigt gerade, daß die Mauer unverputzt war.Und außerdem war das Verputzen des Turms auch ein Fehler. Es gibt auch eine Zugsang von außen druch eine kleine Tür in der Ringmauer. Frau ursula Pohl hat dazu einen Schlüssel, um bei Führungen den Turm von innen zeigen zu können.

Auf dem heutigen Grundstück Hauptstraße 36 stand nicht das Wohnhaus des Bäckers. Der Bäcker wechselte ja fast jährlich und hatte später zum Beispiel seine Wohnung in dem Haus Hauptstraße 49. Innerhalb der Ringmauer stand nur das Backhaus, und zwar unmittelbar neben dem Untertor, wie auf dem Ortsplan von 1715 zu sehen ist. Der Backofen stand entsprechend außerhalb der Ringmauer. Den alten Ortsplan hat Herr Schellmann fotografiert, als er im Besitz von Wilhelm Koch, Niederissigheim (aus dem Haus Hauptstraße 12).

Vor dem Untertor ist auf den historischen Bildern kein Graben mit einer Brücke zu sehen (nur auf demBild von Usener ist rechts so etwas wie ein schmaler Graben angebdeutet, aber er geht nicht weiter). Es ist auch zu bezweifeln, daß ein Graben rund um den Ort ging. Zumindest hätte man ihn nicht mit Wasser füllen können. Eher war vor der Mauer eine ebene Fläche als freies Feld, um auf Angreifer (oder Hasen) schießen zu können. -Vorletzter Abschnitt: Komma  vor  „und so sind heute noch…“. Es wurden vier Schlalentürme abgebrochen, zwei im Norden und zwei im Süden.

(21) Links ein Brunnen (vor dem Nebenhaus von Nummer 4).

(24) Links ist der Turm am Ende der Guldnergasse zu sehen.

(25) Oben: Das Wort „Mord“ ist nicht zu sehen, es könnte höchstens links von Hakenkreuz sein.

(27) Die Unterbringung von psychisch Kranken  ist belegt durch die Angabe, daß eine „narrisch Frau“ aus Dörnigheim dort eingesessen habe.

(29) Die Zeichnung ist in einer etwas besseren Qualität erhalten.

(30) Das „Wohnhaus des Bäckers“ ist nur das Backhaus.

(31) Das kleine Fachwerkhäuschen war früher das Kelterhaus innerhalb der Scheune.

(32) Der Drahtzaun im Vordergrund gehört zum Haus Lutherstraße 1.

(33) Ganz links ist die Südmauer der früheren lutherischen Kirche zu sehen (so auch Herr Schellmann).

(40) Vor dem Haus ein Brunnen, etwas weiter oben als auf dem Bild Seite 41 unten.

(44) Das ehemalige Feuerwehrgerätehaus ist hinten links. Rechts  ist nur ein Vorbau vor der ehemaligen Scheune.

(46) unten: doppelte Klammer

(47) richtig.  … nach dem man früher….

(47) Giebelholz aus dem Haus Hauptstraße 8

(48) Inschrift am östlichen Fenstersims Hauptstraße 17: „dis haus ist gebuet im jar 1535“

Sie kann  nicht gezeigt werden, weil sie nur noch schwach zu erkennen ist.

 (50) Hauptstraße 19: Zunftzeichen. Maischegabel (für Bierbrauer) und Rethaken (für Bender).

 (52) Willi Erdmann ist der Schwiegersohn von Andreas Emmel

(53) Gaststätte „Zum Tiger“, erbaut von…. (Komma)

(54) Daß das obere Bild vor 1892 entstanden ist, kann man daran sehen, daß auf dem Grundstück Hauptstraße 14 noch die alten Häuser stehen. Daß es nach 1887 entstanden ist, sieht man daran, daß an dem Haus Hauptstraße 13 schon die Treppe gebaut ist.

(58) Gemeint ist wohl: Das Rathaus wurde 1963 umgebaut und die Arkaden eingebaut nach dem Vorbild des Rathauses in Groß Gerau. Aber das Foto ist erst nach dem Brand von 1964 entstanden.

(62) Die „Wappen“ sehen auch aus wie Steinmetzzeichen (oder Zunftzeichen).

(64) Unten: Der Wappenstein steht  jetzt vor dem Haus Hauptstraße 9,  Bild Seite 5.

(68) Das Haus wurde 1914 neu gebaut, Dr.Seufert hat es erst etwa 1949 gekauft.

 

(77)  In der Draufsicht (Google-Earth) sieht es so aus, als ob die Ringmauer zwischen den Häusern Nummer 36 und 38 sowie 51 und 53 verlief. Herr Schellmannn sagt jedoch, daß er beim Neubau des Hauses Hauptstraße 51 die Fundamente der Ringmauer etwa zwei Meter westlich der Grundstücksgrenze gesehen (und auch fotografiert) habe. Sie sei auch 90 Zentimeter breit gewesen und nicht 40 Zentimeter wie die jetzt noch sichtbare Mauer. Die Balken (im Oberstockwerk und Unterstockwerk) des Hauses Hauptstraße 51 zeigen auch, daß der Aufbau einheitlich war und hier nichts ergänzt wurde.

Die Ringmauer verlief vom Narrenhaus auf die Ringmauer zu, machte aber dann einen kleinen Knick nach Osten auf die Westkante des Backhaus bzw. die Mitte des Untertors zu, heute noch erkennbar in der Milchkammer von Reicherts. An der Südseite des Untertors setzt sie aber etwas weiter westlich an und beult sich dann deutlich nach Westen aus, bis fast auf die Höhe des Verlaufs am Narrenhaus. Die zwischen den Häusern 51 und 53 sichtbare Kalksteinmauer ist nur die Giebelwand des Hauses. Auf der anderen Seite könnte die Ringmauer etwas westlich der heutigen Grenzlinie zwischen den Häusern Hauptstraße 36 und 38 gestanden haben (siehe Seite 83 oben).,

(80) ….eigentliche Weed, die die Hauptstraße ….(Komma)

(84) Vor dem Haus Nummer 57 ist auch ein kleiner Brunnen zu sehen. Das Haus Hauptstraße 55 könnte noch älter sein, denn es hatte nach der alten Numerierung die Nummer 130, während Nummer 57 erst die Nummer 131 hatte.

(86) Die frühere Stelle des Kellereingangs ist auf dem Bild nicht zu sehen, er war innen im Hof.

(90) Bogenstraße 7 mit dem Brunnen an der heutigen Haustür. Vielleicht war dies der Brunnen, der später etwas weiter oben auf der Straße stand. - Vom Haus Am Kirchberg 3 ist kaum etwas zu sehen.

112) Oben: Das Haus hatte die alte Hausnummer 173 (aber „Bahnhofstraße“ ist falsch). An der Stelle der beiden Häuser (Haus und Scheune) steht jetzt das Haus Ringstraße  Süd 26. Ganz links ist der Giebel des Hauses Bahnhofstraße 160 (Fischer) zu erahnen.

(115) Unten: …Bauverbot belegt, bevor sie …. (Komma).

(121) Der „Springbrunnen“ ist wohl doch eher ein Schöpfbrunnen.

(130) Baubeginn der Schule 1905, Erweiterung 1909. Die Inschrifttafel - heute an der Fritz-Schubert-Schule - trägt die Jahreszahl 1911.

(134) Auf dem Ortsplan von 1715 sind fünf Brunnen: Hauptstraße 19, Rathausplatz, Hauptstraße 31, Bogenstraße 7 und Trinkbrunnenstraße 3. Das Zeichen östlich des Rathauses besthet aus einem Kreis (unten) und einem Zeichen, das wie ein „D“ aussieht (oben) und laut Legende der Karte die Brunnen markiert (bei genügender Vergrößerung ist das zu erkennen)..

Alle anderen Brunnen sind offenbar erst später errichtet worden.

Nach dem Bau der Wasserleitung 1833 bzw. 1894 wurde das Wasser in drei „Springbrunnen“ gleitet: Hanauerstraße 4 (nicht 5!), Hauptstraße 4 und Hauptstraße 35 („Krähnchen“ mit Unterweed). Es wird aber auch gesagt, der Brunnen vor dem Rathaus soll von dem Brunnen  vor der alten Schule (Hauptstraße 4) gespeist worden sein. - Wieder die Bezeichnung „Weidbach“ für die „Mühlbach“. - Der Floßgraben verlief durch die tiefste Stelle in der Ortlage, auf dem Bürgerhausgrundstück  auf der westlichen Grenze.

(135) Der letzte Weinberg wurde 1916 von einquartierten Soldaten gerodet und  1917 aus dem offiziellen Verzeichnis gestrichen

 

(138) Das ehemalige Gemeindewirtshaus wurde gegen das Gehöft Hauptstraße 12 (!) getauscht (zweiter Absatz). Der Beginn der Gaststätte „Zur goldenen Krone“ ist richtig mit dem Jahr 1786 (oder 1785) angegeben (nicht 1779, wie die Familie Höhl immer wieder behauptet, denn damals war Michael Weber erst 17 Jahre alt). Das Versandgeschäft hatte sich unter Georg Rauch (ab 1860) schon entwickelt. Das Geschäft wurde 1934 aufgeteilt: Philipp Rauch erhielt von Elisabeth Rauch die Gaststätte, der Schwiegersohn Wilhelm Höhl die Kelterei. -

Die Formulierung „nach dem Zusammenschluß wird ein großer Teil des Firmengeländes nicht mehr benötigt“ schönt den Vorgang sehr: Beim Zukauf von Gelände Anfang der 90iger Jahre hatte Frau Johanna Höhl sich verspekuliert und war wegen der Zinslast praktisch pleite. Deshalb wurde die Firma von der Hassia-Gruppe übernommen und das Gelände zum Baugebiet erklärt, um die Kreditschulden abzahlen zu können.

Die Gaststätte „Zum Tiger“ wurde von Andreas Stein etwa 1725 gegründet. Deshalb hieß sie lange „die Steinsche Wirtschaft“. Der Familie gehörte auch das gegenüberliegende Haus Hauptstraße 18, in dem sich Michael Weber (ein Familienangehöriger) 1786 selbständig machte. Er hat dann 1817 den östlichen Teil der Steinschen Wirtschaft  anbauen lassen (der westliche Teil war eine Bäckerei und kam erst später dazu). Der Name „Zum Tiger“ stammt von Reinhard Keller.

(139) …Betriebsanlage, aber ohne einen Gasthof…(Komma).

(143)  Gaststätte „Zum Tiger“ (Leerstelle fehlt)

(159) Auch diese Seite ist in der Schriftart „Arial“ gedruckt (sonst Times New Roman). -

Die Feier der Kirchweih ist weiterhin ein kirchliches Fest, das eine weltliche Komponente hat, aber dadurch nicht „weltlich“ wird. Daß die Einweihung der Kirche am St. Kilianstag gewesen sein soll, ist ein interessanter Gedanke. Die Kirchweih wird am zweiten Sonntag im Juli gefeiert. Dazu scheint der 8. Juli als der Kilianstag zu passen, denn zumindest wenn der 1. Juli ein Sonntag war. Bei der Einweihung der Kirche galt aber noch der julianische Kalender und der Kilianstag war am 21. Juli. Dieser kann aber niemals der zweite Sonntag im Juli sein. Nach Konrad Appel war 1614 der 8. Juli der Kilianstag. Das paßt das zum Termin der Kerb am zweiten Sonntag im Juli. Aber man muß bedenken, daß es der 8. Juli nach dem julianischen Kalender war. Dieser „zweite Sonntag“ bezieht sich also auf den juliansichen Kalender

 

Andererseits gibt es die Vermutung des Restaurators der Kirche, die Kirche sei den „Zehntausend Märtyrern“ geweiht, die ihn der Sakristei dargestellt sind. Diese Geschichte von den Märtyrern  ist nicht historisch, sondern in der Zeit der Kreuzzüge entstanden zur inneren Stärkung der Kreuzritter. So richtig populär wurde die Geschichte erst um 1500, also in der Zeit, als die Kirche ausgemalt wurde (dann wären die Malereien in der Sakristei gleich alt wie die in der Kirche, könnten aber auch früher entstanden sein). Der Gedenktag der Zehntausend Märtyrer ist aber der 8. Juli bzw. nach dem julianischen Kalender der 22. Juli.

Die Schwierigkeit bleibt damit. Es ist sowieso schwierig, einen datumsmäßig festgelegten Gedenktag mit der Angabe in Einklang zu bringen „zweiter Sonntag im Juli“, denn der muß immer vor oder nach dem eigentlichen Gedenktag liegen.

(163) Anna Maria Bosch wohnte Hanauer Straße 6.

(165) Andreas Brosch wohnte Hanauer Straße 6.

(166) Philipp Rudolf Rauch wurde am 11.9.1923 geboren und wohnte Hauptstraße 23

(167) Nicolaus Lotz, der später nur „Heinrich“ genannt wurde (geboren 4.12.1883) (nicht sein Sohn Friedrich Heinrich Lotz, geboren 10.12.1914). Sie hatten einen Sohn Wilhelm (Seite 169) und eine Tochter Maria ; diese wurde von dem Ehepaar Weißenstein, Ringstraße 8, als Pflegekind angenommen (Gerlinde Trepte sagt, sie sei adoptiert worden), die dann eine ver­heiratete Trepte war (Seite 172). Der Enkel ist Heinz Schäfer, der 1945  bei einem Unfall mit einer Panzerfaust am späteren Klinggelände umkam.

(168) Andreas (geboren 1896) und Wilhelm (geboren 1895) sind Kinder von Wilhelm Rauch, Hauptstraße 18 (Gaststätte „Zum Tiger“).

(169) Wilhelm Lotz wurde am 24.2.1909 geboren als Sohn des Nicolaus („Heinrich“) Lotz, Ringstraße 8.

(170) Rudolf Schäfer, geboren 29.7.1934, stammt aus dem Haus Rohrbachstraße 3 und wohnte später in der Klosterhofstraße.

170) Hans Wagner, geboren 30.06.1909, wohnte am Pfarrhof 2 und war befreundet mit Philipp Heckert aus der Hauptstraße 13.

(171) Elisabeth Huhn, geboren am  4.12.1909) und Katharina Huhn, geboren am 13.4.1911, wohnten Am Felsenkeller Straße 11, Am Felsenkeller 16 und Am Felsenkeller 11.

(174) Philipp Stein V. :Es handelt sich wahrscheinlich um den 1881 geborenen Philipp Stein (ohne zweiten Vornamen) aus Hauptstraße 53.

(176) Das Ehepaar sind Wilhelm Andreas Schmidt, geboren 27.02.1887, und Wilhelmine Burger, geboren 20.03.1891. In der Familie Schmidt hießen durch Generationen hindurch die Männer „Wilhelm“. Der Sohn der gezeigten Familie wohnte Guldnergasse 2 und dessen Sohn wiederum auf dem Aussiedlerhof Wachenbucher Straße. Das Haus Guldnergasse 1 mußten sie verkaufen (an die Familie Döll (Hauptstraße 15), um die Baugenehmigung für den Aussiedlerhof zu erhalten.

Der Lehrer wohnte Weiherstraße 9, das Bild ist aber eher im Hof der Gaststätte „Zur goldenen Krone“ aufgenommen, wohin der Sohn Otto  geheiratet hatte.

(180) Heinrich und Maria Stumpf wohnten Jägerstraße 5. Die Tochter Ingrid hat 2013 ein Buch geschrieben „Hochstadt nach Zeiten“.

(183) Philipp Schmidt senior wohnte Hauptstraße 42. Der abgebildete Sohn hieß auch Philipp

(184) Philipp Stein XIV., geboren 1881, laut „Hochstädter Familien“ Ehrenmitglied im Kirchenvorstand (dadurch zu identifizieren), Hauptstraße 53.

(184) Philipp Schmidt wohnte Hauptstraße 42 (siehe Seite 183)

(185) Bei dem Ehepaar handelt es sich nach Angaben von Friedrich Vetter nicht um Lind aus Pfarrhof 1. Durch einen Vergleich mit einem anderen Familienbild der Linds aus der Bischofsheimer Straße 13 handelt e sich um Johannes Lind, geboren 1849, Hauptstraße 13. Das Ehepaar wird auf dem Familienbild aufgenommen zusammen mit Johannes Lind, geboren 1871, und Frau und Kindern. Das Bild dürfte aber in der Bischofsheimer Straße 13 aufgenommen sein. Da die Bilder auf der Seite 189 und 190 von Helga Keim geborene Ljnd stammen dürften, dürfte es sich um ihre Urgroßeltern handeln (und um die Urgroßeltern von Peter Heckert, Hauptstraße 13).

(185) Der Schäfer Ernst war den Sommer über im Vogelsberg auf der Weide, im Winter wohnte er bei Anna Bauer, Römerstraße 21.

(186) In der Mitte Elsbeth Hesse, Am Rathaus 2.

(187) Jakob Seng wohnte Am Rathaus 2

(189) Johannes Lind und Elisabeth geborene Burger, Bischofsheimer Straße 13.

(190) Valtin und Wilhelmine Lind wohnten Bischofsheimer Straße 13, Tochter Helga verheiratete Keim wohnte Rüsterstraße 8.

(193) Familie Gerhard Reichert, Hauptstraße 36

(193) Heinrich Burger, Hauptstraße 28, später Weinbergstraße, Aussiedlerhof.

(195) Christel Link geborene Krapf wohnte Ringstraße 3. Ihre Großmutter wohnte Hauptstraße 4 und 5 und dann auch in der Ringstraße 3, wo auch das Geschäft war.

(196) Die Familie Bauscher, Ringstraße 23

(197) Marie Weißenstein (mit „ß“) geborene Daubert, geboren 1877, Ringstraße Süd 12.

(197) Hausschlachtung bei Familie Mankel (?)

(198) Das Schmiedezeichen ist auf dem Hoftor Hauptstraße 40 angebracht.

(199) Familie Burger, Hauptstraße 24 (Komma).

(199) Elisabeth Hartmann, geboren 1878, wohnte Hauptstraße 37.  Katharina Hartmann, geboren 1906,  wohnte Hanauer Straße 34.

 (201) Empfang des Landrats zur Eröffnung des Straßenfests. Ferdinand Hesse wohnte Am Rathaus 2.  Rudolf Färber wohnte Riederwaldstraße, er war Jagdaufseher bei der Firma Höhl

(205) Theodor Ausäderer wohnte Hauptstraße 43.

(207) Margarethe Heidt geborene Mankel, geboren 1903, aus der Altkönigstraße 4, später Am Pfarrrhof 3 (siehe Seite 251).

(211) Wilfried Demuth, Lutherstraße 9, später Altkönigstraße 8.

Helga Kraft (?)

(213) Lina Röder, Klosterhofstraße 18, Heini Huhn, Am Felsenkeller 16, Wilfried Kegelmann, Hauptstraße 57,Philipp Mankel, (?), Philipp Eibelshäuser, Hauptstraße 44

(214) ???

(216) … „Zur Sonne“, im Vordergrund… (Komma)

(217) Rudi Senz wohnte Bogenstraße 18

(219) rechts Frau Rau, Frau des Pfarrers, ganz links Frau Strubb, Masurenstraße 5..

 (223) Angeblich Erntedankfest 1936. Aber die Uniformen sind Feuerwehruniformen, die Rechen passen auch zu einem Umzug,  links von der Mitte sind Schilder zu sehen.

 [……um 1935 (Leerstelle fehlt)].

(224) Margarethe Strohl, Bischofsheimer Straße 9, Hermine Fliedner, Kalkhausstraße 8, Helga Burger, Weinbergstraße (?), Elsbeth Hesse, Am Rathaus 2

(229) Heute Luisantring (?)

 

(229) Der Dereimärker stand unter dem Mittelteil der Ruhbank …Der Grenzstein, ein sogennanter Dreimärker, steht noch…. (Komma).

(230) Ehemaliger Hochbehälter  (nicht: Wasserwerk)

(231) Der „scheppe Baam“ stand nordöstlich des Schützenhäuschens.

(231) Familie Jost, Taubenstraße 2

(232) Die Ranch von Horst Karau, Schützenstraße 6, stand in Höhe seines Hauses in der verlängerten Schützenstraße das Eckgrundstück links.  - Wieder die Bezeichnung „Weidbach“ für den Landgraben, Brücke am Weg unterhalb des Riederwäldchens.

 

 (233) Die Kirche wurde spätestens 1480 erbaut (dendrochronologisches Gutachten). Herr Schellmann folgt hier der Vermutung seines Schwiegervaters. Sie könnte aber auch früher erbaut sein. Ausschlaggebend ist dabei, wie man das Wappen deutet, das der Engel an der Wand hinter dem Altar hält  (ein Zeichen dafür, daß das Hanauer Grafenpaar den Bau der Kirche unterstützt hat). Das Wappen zeigt nämlich das Hanauer Sparrenwappen und das Nassauer Wappen (Nassauer Löwe, ringsherum mit Rauten besät).

In Frage kommen dabei aber mehrere Grafenpaare:

1. Reinhard II. von Hanau (1370 bis 1451), verheiratet am 18. Januar 1407 mit Katharina von Nassau‑Beilstein (1459 gestorben)(Annahme von Feldmann).

2. Philipp Ludwig III. (1410 bis 1450) (Annahme von Elbwart und Heckert).

3. Philipp II., der Jüngere (1449 bis 1500) verheiratet 1467 mit Adriane von Nassau‑Dil­len­burg (1449 bis 1477) (Annahme von Zimmermann und Lindenberger).

Etwa in der Mitte liegt 1430 und ist deshalb ein vermutetes Datum der Erbauung.

 

Der Wehrturm wurde nach den Aufzeichnungen von Konrad Appel im Jahre 1554 von einem Meister Barthel aus Hanau für 500 Gulden erbaut.

Den alten Turm an der Nordwestecke kann man auch heute noch von außen an den Baunähten und auch an den Absätzen im Inneren erkennen. Vom Dachstuhl aus kann man nur den oberen Teil des Turms sehen (im Inneren der Kirche ist er ja abgerissen). Es läßt sich allerdings nicht feststellen, wie hoch der Turm einmal war, denn der obere Teil ist auch abgerissen (er war wohl am meisten baufällig). Er war der eigentliche Kirchturm. Erst als er baufällig geworden war, hat man den Wehrturm zum Kirchturm umgebaut (Schieferhaube) und die Glocken dort aufgehängt. Auf dem Dachboden ist ein Laufsteg. Von ihm aus kann man die Kuppeln des Kirchengewölbes von oben sehen.

Die Kirche war nicht „ehemals katholisch“, sondern sie ist „in vorreformatorischer Zeit“ erbaut. Zum „Heiligen Kilian“ siehe oben.

Die „Piscina“ war in erster Linie ein Handwaschbecken für den Priester. Dann diente es zur Entsorgung von restlichem Weihwasser und erst zuletzt dem Abspülen von Resten von Brot und Wein (die nach römisch-katholischer Lehre zu Leib und Blut Christi geworden sind) in die geweihte Erde des Friedhofs.

Gut ist der Hinweis, daß sich in der St. Johannis-Kirche in Kronberg und vor allem in der Marienkirche in Büdingen vergleichbare Darstellungen des Jüngsten Gerichts finden.

Es handelt sich bei den Malereien am Chorbogen um Darstellungen des Jüngsten Gerichts: Jesus sitzt auf einem Regenbogen. Unter ihm ist als runde Scheibe die Erde zu sehen. Links von Jesus kniet Maria, rechts steht Johannes, der „Lieblingsjünger“. Unterhalb des Querbalkens sieht man oben einen Engel, etwas weiter unten und etwas nach links eine Heiligengestalt. Sie deuten stellvertretend die Heiligen an, die zu Gott kommen. Rechts dagegen werden die Sünder in den Rachen der Hölle geworfen.

 

In dem Kapitel „Reformation“ sind Einführung der Reformation und der Einführung der reformierten Konfession verwechselt. Nach Luthers Thesenanschlag im Jahre 1517 wurden in Hessen erst 1525 die ersten Gemeinden evangelisch, vor allem in Nordhessen, das unter dem Einfluß des Landgrafen Philipp stand. In den anderen Orten dauerte es etwas länger. In der Regel wartete man einen Wechsel in der Pfarrstelle ab. In Hochstadt wurde die Reformation

wohl 1543 mit Pfarrer Jaekel eingeführt. Es mag aber sein, daß er sich schon vorher der neuen Glaubensrichtung angeschlossen hatte und deshalb im Amt blieb.

Erst später ergab sich die Spaltung in eine lutherische und eine reformierte (nicht: reformatorisch) Konfession innerhalb der Evangelischen („Protestanten“). Weil das Landgrafenhaus reformiert geworden war, sollten auch die Untertanen dieser Form des Protestantismus folgen, die sich von den Schweizer Reformatoren herleitete und den Heidelberger Katechismus ver­wendete. Philipp Ludwig II. setzte die reformierte Richtung seit 1595 durch, vor allem aber sein Nachfolger Moritz von Hessen (fehlendes Komma bei …nicht der Papst, sondern die Gemeinschaft der Gläubigen…).

(234) Der Altar wird auch heute noch „Tisch des Herrn“ genannt. Nur bei den Reformierten war er wirklich ein Tisch aus Holz und kein Altar aus Stein (Bild Seite 242 oben, mit Gitter an der Vorderseite. Dieses Bild ist besonders wertvoll, weil es die Orgel an ihrem Standort im Chorraum zeigt). Die Unterschiede beschränkten sich meist auf solche Kleinigkeiten. Schwerwiegender war der Unterschied beim Verständnis des Abendmahls: Die Reformierten sahen im Abendmahl mehr ein Gedächtnismahl. Aber im Zuge der Aufklärung spielten diese Unterschiede überall in Deutschland immer weniger eine Rolle. Aber mit der wirtschaftlichen Lage der lutherischen Gemeinde hat das nichts zu tun. Die „Hanauer Union“ von 1818 betraf nicht nur Hochstadt, sondern das ganze Hanauer Land.

Auch die Lutheraner von Kesselstadt (und damit Schloß Philippsruhe) waren nach Hochstadt eingepfarrt.

(235) Die Klagen Pfarrer Reichs über den „erbärmlichen“ Kirchenbesuch sind relativ zu sehen. Er ging offenbar davon aus, daß jeder Einwohner zum Gottesdienst zu kommen habe.

( Komma zwischen…..Gegend entworfenen, aber nie ausgeführten…).

(237) Der Kirchhof wurde seit 1841 nicht mehr mit Gräbern belegt, im 1878 sind vielleicht die letzten Gräber eingeebnet worden. Herr Schellmann sagt jedoch, hier sei ihm eine Verwechslung unterlaufen, seine Angaben beziehen sich auf den Friedhof östlich des Ortes.

(238) Im Vordergrund die Ringmauer, etwas dahinter die Kirchhofsmauer mit einem von dieser Seite aus deutlich sichtbaren Türbogen.

(239) Links die Nordwestecke der Kirche mit dem unverputzten ehemaligen Kirchturm.

(244) Oben: siehe zu Seite 233.

Unten: Die Angabe 14.-15. Jahrhundert ist aus dem Buch von Hermann Langheinrich, beruht aber nicht auf Urkunden, sondern auf einer kunstgeschichtlichen Einschätzung.

(245) Die Angabe 17. Jahrhundert ist aus dem Buch von Hermann Langheinrich, beruht aber nicht auf Urkunden, sondern auf einer kunstgeschichtlichen Einschätzung.

 

(251) Margarethe Heidt geborene Mankel, geboren 1903, aus der Altkönigstraße 4, später Am Pfarrhof 3 (siehe Seite 251).

(254) Familie Hensel Ringstraße Süd 2 (Johannes Wilhelm geboren 1891)

(256) Hinter Paul Henkel stark verdeckt: Peter Heckert (nur Ohr, Arm und Bein)

(258) Familie Schmidt, Hauptstraße 42

(259) Eine Schule wird erst 1555 erwähnt. Aber schon 1535 und 1538 und 1539 wird ein „Glöckner“ (= Küster) erwähnt, der gleichzeitig auch Lehrer war

Von den „niederen Kirchendiensten“ wie Läuten und Uhraufziehen waren die Lehrer schon lange befreit. Durch die Trennung von Staat und Kirche im Jahre 1918 wurde der jeweils „1. Lehrer“ von seiner Verpflichtung zum Orgelspiel und zur Chorleitung befreit, hat aber vielfach als Privatmann und gegen eine kirchliche Bezahlung diesen Dienst weitergeführt.

Für den Neubau der Schule in der Hauptstraße 4 wurden 1851 die alte Schule (Bild Seite 40) und das Nachbarhaus abgerissen und an Stelle Fachwerkhäuser ein einheitlicher Bau aus Basalt und Buntsandstein errichtet.

 

(260) Wilhelm Friedrich Andreas Kegelmann, geboren 1936, Hauptstraße 57.

(264) Die Synagoge war eine umgebaute Scheune. Die Schule ist das heutige Haus Hauptstraße 43 (nicht „gegenüber“). Das Haus der Schwestern Strauß stand in der Süädostecke des Grundstücks.

(264) Kopie des Briefs von Hermann Goldschmidt:

„Bis September 1935 haben meine Eltern ein relativ ruhiges Leben geführt. im Gegensatz zu Wachenbuchen, wo es ziemlich wüst zuging. Mein Vater war mit den Gebrüdern Köppel sehr befreundet. Der eine Bürgermeister von Mittelbuchen, der andere ein ganz hohes Tier im Finanzministerium in Berlin. Der letztere wagte  es noch im Jahre 1935 meinen kranken Vater zu besuchen, zu einem Zeitpunkt. wo die Hochstädter es schon nicht mehr wagten. Im September 1935 wurde meinem verstorbenen Bruder Rassenschande angedichtet. Ein Frankfurter Anwalt empfiehlt die Auswanderung. Kurz darauf mussten meine Eltern Hochstadt verlassen und nach Frankfurt ziehen“.

(267) Die Mikwe wurde zugeschüttet und mit Beton verschlossen, aber die Stelle war noch bis zum Neubau 2012 an dem Muster auf dem Fußboden zu erkennen,

(271): Auch das Ende der Firma Kling ist „geschönt“: Die Firma hatte sowieso eine Filiale in den USA und die Inhaber sahen dort bessere Verdienstmöglichkeiten und zogen ganz in die USA. Die „hohen Auflagen“ waren nur eine Ausrede. Aber für ihr Handeln wurden sie von    der Stadt Maintal noch dadurch belohnt, daß sie ihr Fabrikgelände als Bauland verkaufen durften. Bis nach dem Krieg war es ein Sportplatz (der durch den Sportplatz im Wald nach Hanau ersetzt wurde) und an sich hätte das Gelände wieder aufgeforstet werden müssen.

(275) Apfelweihkelterei Höhl (2008) (Leerstelle fehlt).

(280) Die Aufzeichnungen von Philipp Stein (Hauptstraße 8) hat Herr Schellmann. Aber sie enthalten auch im Wesentlichen nur Angaben aus der Landwirtschaft.

Herr Schellmann hat auch ein Buch mit Zeichnungen von Wilhelm Rocholl.

 

Diese Anmerkungen mindern nicht den Wert des Buches. Flüchtigkeitsfehler könnten in einer zweiten Auflage geändert werden. Das andere ist vielfach Ansichtssache, wo jeder seine Meinung haben kann, solange keine anderen Beweise vorliegen.

 

Natürlich kann man nicht kritisieren, daß der eine oder andere schöne Hof nicht mit abgebildet ist: Wenn man kein Bild hat, kann man keins bringen. Das Gleiche gilt, wenn man den Opa nicht findet, auch wenn der ein Hochstädter Original war.

 

 

 

 

Wohnungen der abgebildeten Personen:

(163) Anna Maria Bosch wohnte Hanauer Straße 6.

(165) Andreas Brosch wohnte Hanauer Straße 6.

 (166) Philipp Rudolf Rauch wurde am 11.9.1923 geboren und wohnte Hauptstraße 23

(167) Wahrscheinlich Nicolaus Lotz, der später nur „Heinrich“ genannt wurde (geboren 4.12.1883) und der auch Enkel hat - und nicht sein Sohn Friedrich Heinrich Lotz, geboren 10.12.1914, der 1955 Ringstraße 8 wohnte, später aber Ringstraße 12. In der Ringstraße Süd 12 wohnte das Ehepaar Weißenstein, das Marie Lotz (auch eine Tochter von Nicolaus Lotz) aus der Nummer 8 als Tochter angenommen hat, die dann eine ver­heiratete Trepte war. Siehe auch Nummer 169.

(168) Andreas (geboren 1896) und Wilhelm (geboren 1895) sind Kinder von Wilhelm Rauch, Hauptstraße 18 (Gaststätte „Zum Tiger“).

(169) Wilhelm Lotz wurde am 24.2.1909 geboren als Sohn des Nicolaus („Heinrich“) Lotz, Ringstraße 8.

(170) Rudolf Schäfer, geboren 29.7.1934, stammt aus dem Haus Rohrbachstraße 3 und wohnte später in der Klosterhofstraße.

170) Hans Wagner, geboren 30.06.1909, wohnte am Pfarrhof 2 und war befreundet mit Philipp Heckert aus der Hauptstraße 13.

(171) Elisabeth Huhn, geboren am  4.12.1909) und Katharina Huhn, geboren am 13.4.1911, wohnten Am Felsenkeller Straße 11, Am Felsenkeller 16 und Am Felsenkeller 11.

(174) Philipp Stein V. :Es handelt sich wahrscheinlich um den 1881 geborenen Philipp Stein (ohne zweiten Vornamen) aus Hauptstraße 53.

(176) Der Lehrer wohnte Weiherstraße 9, das Bild ist aber eher im Hof der Gaststätte „Zur goldenen Krone“ aufgenommen, wohin der Sohn Otto  geheiratet hatte.

(180) Heinrich und Maria Stumpf wohnten Jägerstraße 5. Die Tochter Ingrid hat 2013 ein Buch geschrieben „Hochstadt nach Zeiten“.

(183) Philipp Schmidt senior wohnte Hauptstraße 42. Der abgebildete Sohn hieß auch Philipp

(184) Philipp Stein XIV., geboren 1881, laut „Hochstädter Familien“ Ehrenmitglied im Kirchenvorstand (dadurch zu identifizieren), Hauptstraße 53.

(184) Philipp Schmidt wohnte Hauptstraße 42 (siehe Seite 183)

(185) Johannes Lind und Elisabeth geborene Burger, Bischofsheimer Straße 13

(186) In der Mitte Elsbeth Hesse, Am Rathaus 2.

(187) Jakob Seng wohnte Am Rathaus 2

(190) Valtin und Wilhelmine Lind wohnten Bischofsheimer Straße 13, Tochter Helga verheiratete Keim wohnte Rüsterstraße 8.

(193) Familie Gerhard Reichert, Hauptstraße 36; Heinrich Burger, Hauptstraße 28, später Weinbergstraße, Aussiedlerhof.

(195) Christel Link geborene Kraft wohnte Ringstraße 3. Ihr Großmutter wohnte Hauptstraße 4 und 5 und dann auch in der Ringstraße 3, wo auch das Geschäft war.

(196) Die Familie Bauscher, Ringstraße 23

(197) Marie Weißenstein geborene Daubert, geboren 1877, Ringstraße Süd 12.

(199) Elisabeth Hartmann, geboren 1878, wohnte Hauptstraße 37.  Katharina Hartmann, geboren 1906,  wohnte Hanauer Straße 34.

(205) Theodor Ausäderer wohnte Hauptstraße 43.

(207) Margarethe Heidt geborene Mankel, geboren 1903, aus der Altkönigstraße 4, später Am Pfarrhof 3

(211) Wilfried Demuth, Lutherstraße 9, später Altkönigstraße 8.

Helga Kraft (?)

(213) Lina Röder, Klosterhofstraße (?). Heini Huhn, Am Felsenkeller 16, Wilfried Kegelmann, Hauptstraße 57, Philipp Mankel, (?), Philipp Eibelshäuser, Hauptstraße 44.

(214) ???

(217) Rudi Senz wohnte Bogenstraße 18

(224) Margarethe Strohl, Bischofsheimer Straße 9, Hermine Fliedner , Kalkhausstraße 8, Helga Burger, Weinbergstraße (?), Elsbeth Hesse, Am Rathaus 2

(231) Familie Jost, Taubenstraße 2

 (254) Familie Hensel Ringstraße Süd 2 (Johannes Wilhelm geboren 1891)

(256) Hinter Paul Henkel stark verdeckt: Peter Heckert (nur Ohr, Arm und Bein)

(258) Familie Schmidt , Hauptstraße 42

(259) Philipp Eibelshäuser, Hauptstraße 49, später Schlehdornweg 7 (?)

(260) Wilhelm Friedrich Andreas Kegelmann, geboren 1936, Hauptstraße 57.

 

 

 

 

 

Brunnen in Hochstadt:

Seite 10: Trinkbrunnenstraße

Seite 41: Hauptstraße 4

Seite 49: Hauptstraße 19

Seite 58: Rathaus

Seite 84:  Hauptstraße 57 (ein kleiner Brunnen)

Seite 90: Bogenstraße 7, wahrscheinlich umgesetzt auf der Straße etwas weiter oben

Seite 121: Hanauer Straße 4

Seite 127: Bischofsheimer Straße, Ecke Weinbergstraße

 

 

 

 

Bericht für Stadtjournal

Neues Buch über Hochstadt

Endlich ist das lange geplante Buch von Dr. Reinhard Schellmann erschienen. Der Titel lautet „Hochstadt in alten und neuen Bildern“. Es enthält eine Fülle von alten Aufnahmen, vor allem die Fotoplatten des Poststellenleiters Wilhelm Daubert, der ein begeisterter Fotograf war und eine Reihe von Ansichtskarten herausgebracht hat. Dazu kommen Bilder aus der Nachkriegszeit: die Bilder von Ernst Röder und Heinz Müller und ab 1974 die Aufnahmen von Herrn Schellmann.

Da werden Fachwerkhäuser gezeigt, die entweder abgerissen sind oder durch Neubauten ersetzt wurden. Man kann Abbildungen aller früheren Straßenbrunnen entdecken. Oder es ist eine Zeichnung von 1815 enthalten, die die alte Schule Hauptstraße 4 enthält. Oft werden eine historische und eine heutige Aufnahme gegenübergestellt.

Das Buch enthält viele wertvolle Hinweise zur Geschichte Hochstadts wie zum Beispiel die Deutung der Zeichen an dem Torbogen des Hauses Hauptstraße 19. Es ist ein Gewinn auch für die Hochstädter, die meinen, schon alles zu wissen. Im zweiten Teil werden Personen abgebildet, die vielen alten Hochstädtern noch in Erinnerung sind.

Das Buch eignet sich auch hervorragend als Geschenk, auch für die Verwandten und Bekannten, die heute außerhalb von Hochstadt leben. Es ist zum Preis von 25 Euro in der Arztpraxis in der Ringstraße 23 erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zweiter Band

Den zweiten Band von „Hochstadt in alten und neuen Bildern“ hat Reinhard Schellmann jetzt herausgebracht. Noch mehr als im ersten Band ist Wert darauf gelegt, historische Aufnahmen von Gebäuden mit ihrem heutigen Aussehen zu vergleichen. Aber auch eine ganze Reihe von Personen ist wieder zu entdecken. Auch wer schon lange in Hochstadt wohnt wird wieder viele neue Informationen erhalten. Und wer noch nicht so lange dort wohnt, wird sich leichter in die Geschichte des Ortes hineinleben können. Am Schluß des Buches sind diesmal auch viele Aufnahmen von Straßen außerhalb des Ortskerns zu finden, die zum großen Teil von Heinrich Seibel aufgenommen wurden.

Dem interessierten Leser werden auf 280 Seiten die Veränderungen in Hochstadt in den letzten 100 Jahren vorgestellt. Dabei stößt man auf manche positive Beispiele, wie Eigentümer wieder den ursprünglichen Zustand eines Hauses hergestellt haben. Beispiele dafür sind die Häuser Kirchberg 11 und Trinkbrunnenstraße 2, die verputzt waren, bei denen aber das Fachwerk wieder freigelegt wurde. Überhaupt wird der gute Zustand der Häuser von heute deutlich im Vergleich zu ihrem Aussehen vor 60 oder 70 Jahren

Es sind aber auch die negativen Beispiele zu sehen, wo Häuser renoviert wurden, aber das Fachwerk nicht freigelegt wurde, wie das an sich die Ortssatzung bei Renovierungsarbeiten vorsieht. Das Gleiche gilt für Steinbauten, die früher kleinere Fenster mit Fensterläden hatten und aufgemalte Eckquaderung und weitere Gestaltungsmerkmale, heute aber langweilig einheitlich verputzt sind. Selbst in der historischen Hauptstraße stehen einige Häuser, die völlige Neubauten sind und die sich nicht so gut einpassen wie die Klinkerhäuser aus der Zeit um 1900. Vor allem in den letzten Jahren hat man sich von Seiten der Behörden nicht mehr so sehr um eine denkmalgerechte Gestaltung gemüht.

In diesem zweiten Teil ist nicht so viel zu beanstanden, weil nur wenig Text vorhanden  ist.

 

(47) Blick auf den Kellereingang (Leerstelle).

(55, unten) Das Bild zeigt nur das Haus Nummer 5, auch wenn es es so aussieht, als seien es zwei Häuser. Das Haus Nummer 7 stand etwas zurückgesetzt in der jetzigen Einfahrt und begann dort, wo jetzt noch der Absatz am Haus ist.

(106, oben) Die Hauptstraße muß später als 1985 gepflastert worden sein, denn auf der rechten Seite wird die Erneuerung der Kanalisation im Jahre 1986 gezeigt. Am 6. Dezember 1986 wurde die Hauptst6raße eröffnet.

(108, oben) Es ist schon das Synagogengrundstück, aber nicht der Standort der Synagoge. Auf Seite 109 müßte es heißen „auf den Zugang zur ehemaligen Synagoge“ und „rechts oben die Stelle des Eingangs zur ehemaligen Synagoge“.

(115) Fehlende Leerstelle: „um 1926“, im Hintergrund die Häuser Hauptstraße 40 und 38.

(119, oben) Ein Torbrunnen im 17. Jahrhundert wird wohl kaum außerhalb der Ringmauer gestanden haben. Außerdem ist von einem solchen Brunnen sonst nichts bekannt

(137, unten) Ist das Fischgrätmuster noch original? Nach Aussage von Herrn Langheinrich wurde die ganze Westseite neu aufgeführt (mit Betonsockel). Das Muster ist auch sehr regelmäßig, jedenfalls regelmäßiger an der Ostseite, die sicher noch alt ist

(139) Der Anbau war doch wohl links (vom Betrachter aus gesehen), rechts sieht man noch das Fenster des Haupthauses, an dem rechts gar kein Platz für einen Anbau gewesen wäre.

(148) Auf dem oberen Bild ist ganz links noch ein Brunnen zu erkennen. Dieser sieht aber nicht so aus wie der gemauerte Brunnen auf Seite 149. Es muß dann wohl ein eigener Brunnen gewesen sein. Er steht auch nicht vor dem Haus Brunnenstraße 7, sondern vor dem Kelterhaus des Hauses Hauptstraße 10

(216) Glocken:  Seite 216 oben und  220 (beides 1958)

(218) Die Schule wurde 1905 erbaut und 1910 erweitert und 1911 neu eingeweiht (siehe Tafel an der Fritz-Schubert-Schule)

 

 

Noch eine Kleinigkeit. Nach einem Doppelpunkt, auf den ein vollständiger Satz folgt, wird groß geschrieben.

 

 

 

Dritter Band

Herr Schellmann hat noch weitere Bilder mit Hochstädter „Persönlichkeiten“. Es wäre schön, wenn er sie in einem dritten Band noch veröffentlichen würde, denn bekanntlich sehen die Leute sich selber oder ihre Vorfahren  und Nachbarn am liebsten. Das kulturelle Engagement eines Privatmanns für die Geschichte kann nicht hoch genug geschätzt werden. Das neue Buch ist nur bei Herrn Schellmann persönlich erhältlich

 

(1) Ringmauer 

Abgesehen von den Tortürmen und dem Narrenhaus waren die übrigen Türme auf ihrer Rückseite offen (Schalentürme). Den oberen Abschluss bildete ein schiefergedecktes zum Dorf hin offenes Zeltdach. In unregelmäßigen Abständen waren in die Mauer trichterförmige, nach außen sich verengende Schießscharten eingelassen. Zwischen der Mauerinnenseite und den Häusern (meist den Rückseiten von Scheunen) verlief ein zwei Meter breiter Gang um den gesamten Ort herum, der Eigentum der Gemeinde war. Nur das Haus des Schweinehirten am Obertor und das Haus des Bäckers am Untertor waren mit ihrer Rückseite unmittelbar an die Mauer gebaut. Einen Wehrgang nahe der Mauerkrone, der eine Wehrfähigkeit deutlich hätte steigern können, hatte man sich jedoch nicht leisten können.

Parallel zur Außenseite der Ringmauer verlief ein ihr vorgelagerter Graben und ein Wall (Bild von Helmut Schmidt, Seite 22 oben). Diesen Geländestreifen nannte man „die Schütt". Während des 30-jährigen Krieges wurden zur größeren Sicherheit des Fleckens die Gräben vor den Toren tiefer gemacht und mit neuen Zugbrücken versehen. Im Jahre 1644 wurde der Graben unter der Zugbrücke am Obertor erweitert und „in die Viereck gemauert“. Ferner schaffte man zwei Haken an „so an die Rollen gemacht damit die Brücke aufzuziehen“. In Anbetracht der Hanglage war das Auffüllen der Gräben mit Wasser nicht möglich, aber zumindest im unmittelbaren Bereich der Tore hat sich in den Gräben Wasser befunden, denn 1606 entstanden für die Gemeinde Kosten „wie die Wasser vor den Thuren besichtiget worden“.

Nachdem Ringmauer und Gang ihre strategische Bedeutung verloren hatten, konnten die anliegenden Grundstücksbesitzer gegen Ende des 19. Jahrhunderts diesen Gang einschließlich der Ringmauer von der Gemeinde erwerben. Davon haben aber nicht alle Gebrauch gemacht, weshalb auf der nördlichen Seite auch heute noch Abschnitte des Ganges Gemeindeeigentum und so für jeden zugänglich sind.

Die Schalentürme Am Kirchberg/Bogenstraße und an der Guldnergasse sind 1918 abgerissen worden. Von der südlichen Ringmauer haben sich nur wenige Reste zwischen dem Hirtenhaus und der Straße Am Pfarrhof sowie ein hoher Turm mit Mauerresten hinter der zerstörten Synagoge erhalten.

(9) Am Schlußstein des Torbogens nur noch Reste der Sparren des Hanauer Wappens, das man anscheinend mutwillig abgeschlagen hat

(14) Erster Turm. Zweistöckig mit einem nach dem Gang zu schiefergedeckten Pultdach.

(15) Der Turm am Kirchberg wurde gegen Ende des Ersten Weltkriegs abgerissen (auf Seite 7 im Jahr 1918). Die Eingangstür wurde (unnötigerweise) verbreitert. Beim Haus rechts daneben sieht man, daß da Dach geknickt ist, weil man den Gang an der Ringmauer noch einbezogen hat. Die Mauer ging bis unter das Dach, das aber schon auf der Mauer aufsaß. Es sieht so aus, als sei die Ringmauer durchgängig noch ein Stück erhöht worden, ehe man noch ein Stück moderne Mauer draufgesetzt hat. Wenn man diese noch etwas mehr zurückgesetzt hätte, wäre der Anblick besser, die Fensterreihe sieht nicht besonders aus.

20) Der Turm am Ende der Guldnergasse war dreistöckig, ähnlich wie der Turm weiter unten Die unteren Schießscharten hat man aufgebrochen, um besser zu den Gärten gelangen zu können. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs hat man den Turm ganz abgerissen

(23) Der Turm ist zweistöckig, innen kann man noch die Auflagen für den Umgang erkennen. Aber an sich fehlte der Mauer ein Wehrgang, so daß man Angreifer nur von den tiefliegenden Schießscharten aus bekämpfen konnte. Auf diesem Bild sieht man, daß vor der Mauer unregelmäßige Vertiefungen waren. Und nach den Gärten zu steigt das Gelände merklich an, Burnitz könnte also mit seinem Gemälde doch recht haben. Allerdings ist nicht nachgewiesen, daß das Gelände überall so war (siehe Seite 19), und ein Wassergraben war es schon gar nicht. Am Ende der Schützenstraße stand kein Turm,

(29) Auf einem Foto von 1920 weist die Ringmauer am Narrenhaus nach Verlust des Putzes in ihren oberen Anteilen starke Schäden am Mauerwerk auf. Damals waren alle Steinbauten des Dorfes einschließlich der Kirchhofsmauer, der Kirche, des Rathauses und der Türm zum Schutz der teilweise schlechten Qualität der Kalksteine mit Putz verkleidet und damit vor Witterungsschäden geschützt

(30) Das 2013 ergänzte flache Dach des Narrenhauses entspricht nicht dem historischen Vorbild und soll nur dem Schutz des Bauwerks vor weiterem Verfall dienen. Original vielleicht wie Seite 32 oder wie Obertor

(32(Über der gotischen Eingangstür gibt es noch eine obere Eingangstür in das zweite Stockwerk. Dort sieht man noch die Auflager der seit langem fehlenden Balkendecke. Bei der Restaurierung muße hier der Schutt entfernt werden, der sich bis zur Höhe de Schießscharte angesammelt hate.

(33) Hinter der Eingangstür führten zwei Stufen hinab in die Arrestzelle, die Vertiefung ist heute mit Bauschutt verfüllt

(34) Die flachgewölbte Decke im Gefängnis wurde später eingefügt und ersetzte eine Holzbalkendecke, wo der die Vertiefungen für die Balken noch in der Wand zu sehen sind.

(36) Die Bürgermeisterrechnung von 1598 enthält eine ausführliche Aufstellung der Baumaterialien und Handwerkerleistungen. Das Untertor ist weniger auf Verteidigung als auf Repräsentation ausgerichtet als das ältere Obertor.

(37) Wenn man aus dem Untertor heraustrat, stand rechts ein besonderes Pfortenhäuschen, das durch ein Stück Mauer fortgesetzt wurde. Auf der linken Seite war auch eine Mauer, die genau so lang war wie die auf der rechten Seite (ein Graben ist au Bildern allerdings nicht erkennbar).

(39) Die Synagoge muß nicht eine frühere Scheune gewesen sein, sie wurde nur erbaut wie jedes Fachwerkhaus jener Zeit. Allerdings steht sie in einer Reihe mit den Scheunen der Nachbargrundstücke

(40) Das Haus Ringstraße 35 (müßte es nicht ein gerade Hausnummer haben?) ist das langjährige Fotostudio Lippa? Wann wurde es erbaut?

(42) Entlang der westlichen Seite des Hauses, an dessen Stelle heute Ringstraße 26 steht, floß der Floßgraben, der von der tiefsten Stelle der Hauptstraße her kam. Die Öffnung in der Rjngmauer wurde mit einem Eisengitter gesichert

(43) Zwischen dem Wohnhaus und der Scheune auf dem ehemaligen Grundstück Bahnhofstraße 173 bestand eine Lücke. Zwischen der Scheune und dem Haus Bahnhofstraße 160 stand ein Schalenturm, wie die Gemarkungskarte von 1855 zeigt. Am Ende der Brunnenstraße befand sich auch ein Turm, das Gegenstück zu dem Turm nördlich der Rohrbachstraße und als Abschluß des Oberdorfs

(44) Grundmauern des Turms hinter dem Haus Lutherstraße 3. Die Kalksteine wurden aber alle entsorgt und eine Mauer aus Natursteinen aus dem Baumarkt ersetzt

(45) Die Mauer geht heute nicht mehr so weit nach vorne. Der Gang ist durch ein Eisengitter abgesperrt

(46) Fotos von dem Turm in der oberen Ringstraße nicht von Daubert, sondern von Hoffotograf Schubert aus Hanau).

(47) Das die Mauerlücke verschließende neue Mäuerchen ist unterhöhlt und einsturzgefährdet, eine Eisenstange stützt es etwas ab

 

(49)

Die Kirchhofmauer hat mit ihrer im Grundriss einer Ellipse ähnlichen Form eine Länge von 120 Metern und eine Dicke von 80 Zentimeter Ihre Höhe vermindert sich auf der Straßenseite vom Glockenturm hangaufwärts von 4 Meter auf 2,10 Meter. In diesem Bereich stützen fünf breite Pfeiler die Mauer zur Straße hin ab. Im Osten erscheint sie nach der Überbauung durch anliegende Gehöfte deutlich erhöht  Aber sie war auch tatsächlich hoch, weil sie dort am meisten gefährdet war. Als Baumaterial hat man den in der Gemarkung vorkommenden Kalkstein verwendet.

 

Einen Anhalt für die Erbauungszeit gibt das auf der West -und Ostseite erhaltene Fischgrätmuster aus dem 12.-13. Jahrhundert, das an der Westseite zwischen dem 4. und 5. Pfeiler(vom Turm aus gezählt) erst 1986 wieder freigelegt worden ist. Das älteste Bauwerk Maintals ist im Laufe der Zeit im Westen in Teilen mit Basaltsteinen wieder ausgebessert bzw. im Norden nahezu im Ganzen mit Kalkstein neu aufgeführt worden. Da an der gesamten Anlage alle Merkmale fehlen, die die Bezeichnung Wehrkirchhof rechtfertigen könnten, sollte man weiterhin nur vom Kirchhof im Sinne eines besonders geschützten Bereichs sprechen.

Der von der Mauer umschlossene Kirchhof war bis 1841 Bestattungsort für die Verstorbenen. Auf der Nordseite liegt das Bodenniveau etwa 1 Meter höher als am Westeingang, was mit der Schaffung neuer Grabstellen in übereinander liegenden Schichten zusammenhängen dürfte [das Gelände ist so hängig]. Bei einer Bedrohung von außen wird der Kirchhof der Bevölkerung als letzte Zufluchtsmöglichkeit gedient haben.

 

Von den noch erhaltenen Grabsteinen stammt der älteste aus dem Jahr 1592. Die teilweise langen Inschriften auf den anderen Steinen geben neben persönlichen und familiären Angelegenheiten oftmals den Leichentext und die Hoffnung auf Wiederauferstehung wieder.

 

Das Tor des Glockenturms war der einzige Zugang zum Kirchhof. Dazu schreibt Conrad Appel in seiner 1594 begonnenen Chronik „ Anno 1554 ist der glockthurm alhie Meister Barthel von Hanau vergeeidigt worden für 500 Gulden zu machen das mauerwerck". Demnach ist der Turm neu errichtet worden und war von Anfang an als Glockenturm gedacht nachdem der Kirchturm baufällig geworden war [Der alte Kirchturm wurde erst weit später 1786 abgetragenOb es an seiner Stelle einen Vorgängerturm gegeben hat oder der Eingang des Kirchhofs nur mit einem hohen Bohlentor geschlossen werden konnte, ist nicht überliefert [Aber der innere Bogen wird ein Rest des Friedhofstors gewesen sein].

An prominenter Stelle, auf Kosten der Gemeinde erbaut und unterhalten, sollte der Glockenturm schon von weitem als markantes Wahrzeichen eines wohlhabenden Ortes gesehen werden. Schon vor 1854 entschied man sich, dem wenig eindrucksvollen spitzen Steinhelm eine Schieferhaube aufzusetzen, wonach der weite Blick in die Umgebung wegen der hoch liegenden Gauben nicht mehr gegeben war [Auch durch die Fenster in den Gauben kann man die Umgebung sehen].

(51) Die Kirchhofmauer wurde um 1930 verputzt [Wurde sie nur neu verputzt oder war sie es schon immer, wie im Zusammenhang mit dem Narrenhaus, Seite 29, gesagt wurde].

(53) Durch den Abriß Kirchenhäuschens am Turm entstand eine Lücke in der Mauer, die überwiegend mit Basaltsteinen wieder geschlossen wurde

(54) Die Mauer vor dem Haus Kirchberg 4 war noch 1979 flach mit Backsteinen abgedeckt, so daß das Regenwasser leichter in die Mauer eindringen konnte.

Die Mauer zwischen Kirchhofsmauer und Ringmauer ist der Rest einer abgerissenen Scheune auf dem Grundstück Kirchberg 4, die Lücke zur Ringmauer (wo der Gang war) wurde noch geschlossen.

(55) Wegen der spitzwinkligen Anordnung der Kalksteine im Fischgrätmauerwerk datiert Dehio die Erbauung in das 12. 13. Jahrhundert

(56) bis Sekte 57: Bilder von den Reparaturarbeiten an der Kirchhofsmauer. An der westlichen Mauer wurden nur die oberen Teile erneuert und wegen des Regens spitz ausgeführt. Im Norden mußte die Baufälligkeit abgetragen werden. Das dortige Fischgrätmuster ist sehr exakt ausgeführt, aber nicht original.

(58) Im Osten wurde auf einem Stück der Mauer noch ein weiteres Stück aufgesetzt, das auch etwas über die Mauer hinaussteht. Wegen der zwei großen Fenster kann es nicht Teil der Wehrmauer gewesen sein, die man an der gefährdeten Ostseite erhöht hätte. Andrerseits ist die dahinter stehende Scheune ein eigener Fachwerkbau, der nicht die Mauer einbezieht.

(60) die G5absteien an der Südmauer wurden erst nach 1841 aufgestellt, Zum Teil waren sie vorher in der Kirche.

(62) Grabstein des Gastwirts Johann Georg Koch, der 1723 die Gemeindewirtschaft ersteigerte. Oben in der Kartusche sind die Zunftzeichen Rethaken und Maischegabel abgebildet, so wie auch an seinem Haus Hauptstraße 19.

(63) Auf der Höhe des alten Zifferblatts der Turmuhr sind auf der Südseite des Turms die Stäbe einer zweiten Sonnenuhr zu sehen.

(64) Die Modelle des Turms wurden 1951 angefertigt als man darüber diskutierte, ob der Turm wieder sein früheres Aussehen haben sollte. Der Turm wurde aber nicht als Wehrturm für den Kirchhofs erbaut (die Zeit war längst vorbei, weil man ja die Ringmauer hatte).Zinnen und Wehrgang hatten mehr symbolischen Charakter. Vielleicht war der Grund für den Bau der Wunsch der Einwohner, außer dem unscheinbaren Kirchturm noch ein repräsentatives Bauwerk im Ort zu haben

(66) Der obere Teil des Hackenstiels wurde von einer Gewehrkugel beschädigt; dabei wurden Teile des umgebenden Gesteins bogenförmig angehoben, so daß der Eindruck eines Wingertkneips entstand. Das alte Hochstädter Wappen zeigt eine Hacke mit einem Stiel und der nach rechts abgeknickten Hacke.

(67) Bei dem Bild nachtragen. Fritz Bamberger 1854.(70) Im zweiten Stockwerk des Turms sind die Sandsteinkonsolen für die Decke fast vollständig abgebrochen, so daß die Decke von mit Balken abgestützt werden mußte.

(71) Im dritten Stockwerk ist noch der Gang für das Gestänge zum alten Zifferblatt der Kirchturmuhr zu sehen. Eine mechanische Uhr wird erstmals 1584 in der Bürgermeisterrechnung erwähnt: „2 seil an die Uhr“ und 1627 heißt es „vor Blei an das Uhrgewicht“

(72) Im vierten Stockwerk sind nach allen vier Seiten die Gauben mit den Schallfenstern du auch der Glockenstuhl.

(75) Das Medaillon an der alten Glocke zeigt das Relief einer Nymphe mit Pflanzen.

Im Bereich der Glockenschulter sind die Namen der Kirchenältesten und der Bürgermeister aufgeführt

(78) Den Umgang kann man noch durch eine Tür betreten und auch hinter dem ehemaligen Zinnenkranz um den Turm herumgehen. Die Zinnen sind zwar abgetragen, aber die zwischen ihnen liegenden Sandsteinplatten sind noch erhalten geblieben.

(79) In der Westseite des Steinhelms ist noch ein größeres Loch und ein kleineres Loch findet sich auf der gegenüberliegenden Seite. Sie wurden wohl gebraucht beim Hochziehen der großen Glocke. Die Glocken wurden an der westlichen Seite des Turm hochgezogen; dabei mußte die Mittelsäule im Fenster vorübergehend herausgenommen werden.

(81) Das Fachwerkhäuschen links neben dem Turm war der Stall für das Vieh des Lehrers,

Auf dem alten Ortsplan vn 1715: „ein gemeiner Platz, auf dem de r Schulstall steht neben der Kirche“ (gemein = gemeindeeigen). Mit auf dem Bild der Ortsdiener Böhm mit der Schelle.

(82) Neben dem Schulstall waren noch zwei Schuppen, die mit einer auf die Straße vorspringenden Mauer umgeben waren.

 

(83) Kirche

Die Kirche wird erstmals im 13. Jahrhundert in dem Lehensverzeichnis Gerhard III. von Eppstein erwähnt. In dieser Aufstellung von Grundbesitzverhältnissen wird die Lehensübertragung von Graf Poppo von Wertheim (1165-1212 nachweisbar) an Gerhard III. von Eppstein beschrieben. Der lateinische Text lautet: „Item de comite Bapone curiam unam in Hohinstat et investituram ecclesie eiusdem loci“. Zu Deutsch: „...weiterhin vom Grafen Poppo ein Hofgut in Hochstadt übertragen und das Recht an der Kirche dieses Ortes den Pfarrer einzusetzen“

Wahrscheinlich kurze Zeit später hat Gerhard III. seine Rechte und die damit verbundenen Einkünfte aus den Ländereien als Unterlehen an die Herren von Karben weitergegeben, die ihrerseits wieder kleinere Anteile des Grundvermögens an verschiedene Personen abgetreten haben. Nach dem Aussterben der Familie von Karben 1729 fiel das Patronat an das Erzbistum Mainz [Es fiel nur deshalb an Mainz, weil dieses schon vorher der Ober-Lehnsherr war. Wie es von Poppo von Wertheim an Mainz gekommen ist, ist damit unklar].

 

Schutzpatron der Kirche war nach einer Urkunde aus dem Jahr 1499 der Heilige Kilian [Deren Angaben man allerdings anzweifeln muß].

Im Jahre 1498 urteilte der Generalvikar des Erzbischofs Berthold von Mainz in Sachen der erzbischöflichen Finanzverwaltung in Mainz gegen das Nonnenkloster Zum Throne, den Pfarrer von Hochstadt Heinrich Genseler, die Herren von Carben und alle Zehntherren in Hochstadt, dass die Verklagten verpflichtet seien, den Chor der Pfarrkirche zu Hochstadt herzustellen. Mit dem Jahr 1498 wird eine Kirche erstmals wieder nach dem 13. Jahrhundert urkundlich gesichert erwähnt.

Die Kirche ist über den Fundamenten von Vorgängerbauten im Wesentlichen neu errichtet worden. Über den Baubeginn und Bauverlauf ist nichts Schriftliches überliefert. Nach der Jahreszahl über dem Schlussstein des Chorbogens müssen die Arbeiten 1490 abgeschlossen worden sein [?]. Einen weiteren Hinweis auf die Vollendung des Bauwerks gab die dendrologische Untersuchung aus dem Dachgebälk des Chors, nach der das Holz kurz nach 1480 gefällt und verarbeitet wurde. Das Sandsteinrelief im Chor zeigt das Wappen des Hanauer Grafenhauses mit den roten Sparren auf goldenem Grund, so wie es bis um 1500 vom Hanauer Grafenhaus geführt wurde. Dieses Wappen taucht in Stein gehauen oder gemalt über 15mal in der Kirche auf, was darauf hindeuten könnte, dass Philipp der Jüngere, der von 1467-1500 die Hanauer Grafschaft regierte, die Baumaßnahmen wiederholt finanziell unterstützt haben wird.

 

Die Hochstädter Kirche und der Chor der Marienkirche in Hanau sind nahezu zeitgleich erbaut worden. Wenn auch der Hanauer Bau im Vergleich mit einer Dorfkirche ungleich aufwändiger ist, so ergeben sich doch einige Übereinstimmungen in der Ausgestaltung.

 

Will man hartnäckigen Gerüchten glauben, soll vom Kirchturm ein unterirdischer Fluchtgang bis zum Felsenkeller bzw. zum Schützenhäuschen geführt haben. Dafür gibt es aber keinerlei Belege. Tatsache ist, dass früher nördlich der Ringmauer in Gruben aber auch unter der Erdoberfläche Kalksteine gebrochen wurden, wobei mehrere kurzstreckige Gänge in unterschiedlichen Richtungen entstanden sind. Für eine Verbindung zwischen dem Kirchturm und dem Gelände außerhalb der Ringmauer, fehlt bisher jeglicher Anhalt.          

 

Die Kirche ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet [um einige Grad abweichend] und setzt sich im Wesentlichen aus vier - in Bruchstein gemauerten - Bauteilen zusammen. Im Westen beginnend mit einem längseckigen, dreischiffigen Kirchenschiff (Hauptschiff). Zwei Pfeilerreihen gliedern das Mittelschiff sowie die beiden Seitenschiffe. Die einzelnen Schiffe unterteilen sich in Längsrichtung in je drei Joche, wobei das Mittelschiff breiter und höher ist als die anschließenden Seitenschiffe (gelb).

Die Pfeilerreihen sind ungleich ausgebildet. Während die südlichen Pfeiler über achteckigem Grundriss als spitzbogige Arkaden ausgebildet sind (dunkelblau) weist die nördliche Pfeilerreihe über rechteckigem Grundriss rundbogige Arkaden auf (rot)

An das Mittelschiff schließt östlich des längsrechteckigen Chors mit dreiseitiger Apsis an (hellblau). Das längsrechteckige Chorjoch und die Apsis sind etwa 3,50 Meter niedriger als das Mittelschiff, jedoch insgesamt etwas breiter ausgebildet. Das Bodenniveau des Chors liegt eine Trittstufe höher als das Kirchenschiff. Der Übergang zwischen Chor und Mittelschiff erfolgt durch einen spitzbogigen Triumphbogen.

Beide Gebäudeteile (Chor und Kirchenschiff) sind mit einem 4-teiligen Kreuzrippengewölbe versehen. Die Apsis besitzt einen polygonalen Abschluss. Die Dienste der Gewölbe enden oberhalb der Pfeiler. Eine Ausnahme bildet der Dienst am nordöstlichen Pfeiler des Mittelschiffs, der etwa bis zur Mitte der Pfeilerhöhe reicht. Auf der Südseite liegt außen zwischen Chor und Mittelschiff ein quadratischer Anbau, der als Abstellraum/ Heizungsraum genutzt wird (hellgrün). Auf der Chornordseite liegt die über längsrechteckigem Grundriss errichtete Sakristei (rot), welche mit einem Tonnengewölbe überspannt ist. Grundriss und Text: Ingenieurbüro Frischmuth, Jonas Klöckner

 

Entwurfszeichnung zu den Umgestaltungsplänen der Kirchennordseite von 1743. Demnach ist die Kirchturmspitze nicht über die Firsthöhe der Kirche hinaus gegangen. Bei dem Außenmaß des Turmes von 4,1 x 4,1 Meter und einer Mauerstärke von ca. 0,9 Meter lag das Innenmaß bei nicht einmal 6 Quadratmeter. Eine Erweiterung nach Westen kam wegen der Nähe zur Kirchhofmauer nicht in Betracht. Deshalb entschloss man sich 1554, am Kirchhofeingang einen neuen Glockenturm zu bauen und 1743 den inzwischen baufällig gewordenen Kirchturm bis zur Traufhöhe abzutragen. Aus der verbliebenen Nordseite brach man ein neues Fenster aus, das in der Größe dem benachbarten gleichkam. Um den Lichteinfall weiter zu erhöhen, wurden die alten Fenster nach unten zu erweitert, deren Maßwerk mit dem Mittelsteg entfernt und durch schmalere Metallbänder ersetzt.

 

(86) Beim Bau der Mauer des nördlichen Seitenschiffs wurden einfach Kalkbruchsteine verwendet. Der alte Kirchturm wurde jedoch aus statischen Gründen vorwiegend mit behauenen

Kalksteinquadern gemauert. Die Gewände für Türen und Fenster sind aus Sandstein. Rechts neben dem neuen Fenster sind auch.Basaltsteine vermauert.

(87) Der Dachstuhl wurde erneuert, weil der alte die Wände auseinander zu drücken drohte. Zur Sicherheit wurden auch noch die Stützmauern errichtet. Die Mauern sollten unter der Traufe auslaufen (wie auf der Südseite), aber auf der Nordseite wurde das nicht erreicht. Die Fundamente waren früher mit Erde bedeckt. Weil aber Feuchtigkeit eindrang, hat man sie wieder freigelegt.

(88+89) An der Westseite hat man den linken Teil des Giebels neu mit Basaltsteinen gemauert (diese wurden erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts verwendet). Die zugemauerte obere Öffnung war kein Fenster, denn das hätte man in der Mitte des Turms angebracht. Es handelt sich

um die obere Turmtür, die wahrscheinlich durch eine hölzerne Treppe zu erreichen war.

Man mußte die Tür so weit nach Norden rücken, weil die Außentreppe erst neben dem Westeingang beginnen konnte. Über diese obere Turmtür waren der Dachstuhl und die Glocken zu erreichen. Vom Oberstockwerk wird es auf der Ostseite einen Durchgang zum Dachboden der Kirche gegeben haben. Der Zugang zum Erdgeschoß wurde 1743 mit zugemauert

(92) Die dem Eingangsbereich vorgesetzte Vorhalle hat ein schiefergedecktes Dach in Form eines Eselsrückens.

Die Fenster waren bis nach dem Krieg mit einfachen großflächigen Scheiben verglast. Heute haben sie sechseckige bleigefaßte Scheiben ähnlich wie Butzenscheiben.

(94) Auf dem Wappenschild über dem südlichen Eingang sind die Hanauer Sparren nur angedeutet zu erkennen. Das spitzbogige Portal wird von zwei sich überschneidenden Birnstäben hervorgehoben.

(96) Löwenkopf mit Pflanzenreliefs

(97) Der Fenstersturz des dreibahnigen Fensters ist zerbrochen. Ein breiter, nur von innen sichtbarer Riß zieht sich durch das darüberliegende Mauerwerk. Die Tür könnte von dem Gewände der heute zugmauerten Tür im Erdgeschoß des alten Kirchturms stammen. Wenn hier aber eine Seitenkapelle war, dann ist die Tür original. Der Zugang ging nicht zum Chor, sondern in das Hauptschiff. Das Fenster im Nordgiebel der Kirche hat eine Tür mit einem Flugloch für Schleiereulen oder Turmfalken

(98) An der Ostseite kommt die Kirchhofsmauer ganz nahe an die Ringmauer heran. Dazwischen fanden sich eine Scheune (heute nur noch ein Schuppen) und der Gang hinter Ringmauer.

(100) Nördliches Sakristeifenster: Oberer Abschluß mit drei Dreipaßbögen mit zwei Nasen.

(101) Nach der Zeichnung von Ernst Wenzel von 1910 lag der Arkdenbogen im dritten Joch noch tiefer als heute. Auch die anderen Arkaden an der Nordseite waren nicht so hoch wie heute (Oder ist das nur die Perspektive der Zeichnung?). Zum Einbau der nördlichen Empore mußte die Turmwand nahezu bis auf die Höhe der anderen Arkaden aufgebrochen werden [Wie passen die Fenster zu dieser Theorie? Auch das Fenster an der westlichen Arkade paßt nicht. Auch der Neubau der Rundbögen wäre natürlich schwierig]. Richtig ist aber, daß der hintere Arkadenbogen bis heute niedriger ist, er wurde ja erst in die Wand des alten Turms gebrochen, als man die Emporen einbaute

(102) Bilder der Fundamente, die beim Heizungsbau freigelegt wurden

(103) Blick auf den Chor mit der Orgel: Unter der Orgelempore standen drei Bankreihen und links und rechts die vergitterten Sitzplätze für die Kirchenvorsteher. Der hölzerne Altar war mit einem schwarzen Tuch bedeckt und hatte ein Holzgitter, das aber zur Kirche hin einen Stehplatz für den Pfarrer zuließ. Der Aufgang zur Kanzel lag auf der linken Seite. Der Schalldeckel ist heute nicht mehr erhalten. Um 1935 stand gegenüber der Kanzel vor dem Torbo-gen ein gußeiserner Ofen.

(104) Die erste Orgel wurde 1697 von der Marienkirche in Hanau übernommen und von dem Hanauer Orgelbauer Valentin Markert auf der Westempore aufgestellt, die damals zusammen mit den anderen Emporen eingebaut wurde. Hinter der Orgel liegt in der Westwand ein Eichenbalken, etwa auf gleicher Höhe wie der Balken über dem Chorbogen, so daß auch hier der Rest einer früheren Balkendecke vorliegen dürfte.

(105) Eine Kanzel wird erstmals 1636 bei der Schilderung der Kriegsschäden erwähnt. Eine ähnliche Kanzel wie die heutige steht in der Dörnigheimer Kirche (dort von 1705).

(109) Restaurator der Firma Pracher

(108) Während der Restaurierungsarbeiten 1987 sah man in der Wand links neben dem Bildnis der Maria einen Riß. Schellmann vermutet hier die Südseite eines früheren Durchgangs vom Dachboden des Chors auf die zuvor flache Decke des Mittelschiffs [Haben Chorraum und Kirchenboden die gleiche Höhe, auch wenn man sich die Gewölbe wegdenkt?]  Entsprechende Risse traten auch nach der Restaurierung wieder auf. Aber zu dem unteren Bild schreibt er, der auch über die Seitenschiffe gehende Balken sei der Anfang einer zumindest geplanten Balkendecke, deren Ausführung man aber zugunsten eines Gewölbes fallen ließ. Hatte das Kirchenschiff eine flache Decke oder nicht?]. Auf den Seiten 132 und 133 zeigt Schellmann eine Rrekonstruktion der vermuteten Tür, siejhe auch Seite 135.

(111) Der Dienst am ersten Arkadenpfeiler an der Nordseite reichte ursprünglich bis zum Boden, wurde aber wahrscheinlich abgeschlagen, um einen weiteren Sitzplatz in begehrter Lage zu schaffen. Die Rippen enden oberhalb der Arkadenpfeiler auf gekehlten Konsolen. An der Westwand und Ostwand des Mittelschiffes und in den Seitenschiffen laufe die Rippen einfach in den Wänden aus.

(112) Der offene Ringschlußstein wird von einer lose aufliegenden Holztafel abgedeckt. Durch dieses „Himmelsloch“ ließ man in vorreformatorischer Zeit zu Pfingsten eine hölzerne Taube herab, um die Herabkunft des Heiligen Geistes anschaulich darzustellen.

Südliches Seitenschiff mit Weinranken: Schlußstein in Form eines Dreipasses mit Dreieckspitzen, auf dem Wappenschild soll eine Wolfsangel, ein aus Eisen geschmiedetes Jagdgerät, das früher zum Fang von Wölfen eingesetzt wurde. Die mit Widerhaken versehenen Enden wurden mit Ködern (zum Beispiel mit den Eingeweiden erlegter Jagdtiere) bestückt und an einem Baum so hoch aufgehängt, dass der Wolf danach springen musste, um zuschnappen zu können. Allerdings wird die Wolfsangel meist mit einem Querbalken dargestellt.

(113) Bei den Pflanzen geht es mehr um eine ornamentale Ausschmückung und weniger eine bestimmte Pflanzenart und auch nicht unbedingt um Heilpflanzen.

(114) Besonders die Pflanze an der Westseite des südlichen Seitenschiffs läßt manche Möglichkeiten der Deutung auf eine bestimmte Pflanze zu.

Der bittersüße Nachtschatten hat in der Natur weiße Blütenblätter und schwarze Fruchtstände.

(115) Der Opferstock am Südeingang ist eine Nachbildung (?)[Einer der Opferstöcke war ohne Auftrag von einer Steinmetzfirma gestaltet worden].

(117) Im südlichen Seitenschiff ist die Wand im Osten plötzlich um 10 Zentimeter geringer. Die ältere Mauer im Westen gehörte wohl zu einem Vorgängerbau. Der Sprung setzt sich nach oben bis über das Gewölbe hinaus fort. Im rechten Winkel dazu verlief bei der Öffnung des Fußbodens eine 80 Zentimeter breite Mauer durch das Mittelschiff bis an die Wand des nördlichen Seitenschiffs. Sie dürfte auch von einem Vorgängerbau stammen, der aber doch eher schmaler gewesen ist als die heutige Kirche

(118) Die Gemälde im Chor sind 1973/74 von dem Malermeister Robert Wölfel freigelegt und neu ausgemalt worden.

(119) Die Decke des Chores in der Marienkirche in Hanau sind ähnlich ausgeführt wie die in Hochstadt. Weitere Parallelen sind der Heilige Laurentius auf dem Bratrost in der Sakristei, der Heiligkreuzaltar und das frühere Wandbild mit der Legende von den 10.00 Märtyrern. Das legt nahe, daß in beiden Kirchen die gleichen Künstler tätig waren

(120) Das Relief des Engels im Chor ist aus drei Stücken wieder zusammengesetzt.

(121) Die Nordwand des Chors während der Restaurierung 1973. Links oben ist noch ein Engel zu sehen, daneben ein Medaillon, in der Mitte sieht man das Hanauer Wappen mit Helmzier

(122) Das dreibahnige Fenster ist auf einem Foto aus den vierziger Jahren einbahnig, ohne jedes Maßwerk und mit einfacher Fensterverglasung. Aus Luftschutzgründen war das Maßwerk wohl herausgenommen worden. An der Wand hat der Maler Wölfel eine zugemauerte Öffnung beschrieben, die er für eine Sitznische hielt. Heute ist davon noch eine 1,60 Meter hohe Fuge zu sehen, die teils verstrichen ist. Hier hätte eine Öffnung zu dem heutigen Heizungsraum gewesen sein können [sehr unwahrscheinlich, siehe oben].

(123) Zwölf Medaillons in der Sakristei und an den Seitenwänden im Chor anstelle (?) der üblichen Weihekreuze als Symbol für die zwölf Apostel.

In der blauen Umrandung ist ein Sprung. Der läßt sich an sich nur so erklären, daß hier der oder die Maler sich verrechnet haben. Unter dieser Stelle vermutet Schellmann die frühere Sakramentsnische

(125) Die Grabsteine in der Kirche standen früher auf dem Kirchhof

(127) Die zum Christentum übergetretenen Soldaten des Kaisers Hadrian wurden auf seinen Befehl von einer Mauer in den Tod gestürzt.

(130+131) Bilder vom Tonnengewölbe über dem Chorraum

Bilder vom Dachstuhl über dem Chorraum

(135) Jetzt heißt, durch die Erweiterung des Durchgangs vom Kirchenschiff zum Dachboden über dem Chor sei es zu einer Schwächung des Mauerwerks mit Rißbildungen gekommen sein.

Die Kosten für die Erneuerung des Dachstuhls im Jahre 1768 in Höhe von über 1500 Gulden wurden durch Abholzung eines Waldstücks am Butterbaum aufgebracht.

(139) Die untere Kehlbalkenlage hat im Bereich des alten Turms eine Aussparung für eine Treppe aus dem Kirchenschiff auf den Dachboden (nicht nur den Turm)

(143) Rathaus während der ersten Sanierung des Hauptstraße 1964 mit Asphaltbelag

(143) Längsschnitt des Rathauses von 1910 mit drei gleichgroßen Eingangstoren an der Ostseite (Die Holzsäule in ersten Stock ist um 90 Grad verdreht dargestellt und heute nicht mehr vorhanden, Bilder Seite 148 und 149)). Die Zeichnung scheint seitenverkehrt zu sein,denn die Ansicht ist wegen der Bögen von Osten, da muß der Turm rechts sein

(144) Die untere Halle des Rathauses hatte nach allen Seiten Zugänge oder Fenster, von denen nur noch an der Ostseite am Turm in seiner ursprünglichen Form erhalten ist und als Eingang für Erdgeschoß und Obergeschoß dient. Der „Spielhausbrunnen“ ist freistehend eingezeichnet, laut Ortsplan von 1715 stand er aber halb im Rathaus.

(145) Bemerkenswert am Gasthaus: Die zweiseitige Treppe mit Kellereingang, das große Hoftor daneben (heute Gaststube) und das niedrigere Dach des linken Haues (heute Klinkerbau).

(146) Nach Wilhelm Mankel wurde das Rathaus 1683/84 nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut

(147) Vor Brand gab es an der Südostseite nur eine schmale Tür (Seite 143), beim Wiederaufbau (des Dachstuhls) war schon die Arkade schon den vier großen Bögen nach drei Seiten eingebaut. Dies sollte an sich nur ein Durchgang für Fußgänger sein, damit sie nicht auf der dort engen Straße gefährdet werden. Mit der Zeit nahm aber die Gaststätte die Fläche immer mehr in Anspruch, stellte zunächst nur Tische und Bänke dorthin, sperrte dann aber die Öffnungen mit Plastikmaterial ab.

(151) Über der Tür im ersten Stock des Turms des Rathauses ist das Hanauer Wappen abgeschlagen [Auch am Obertor und an der Kirche hat man das Wappen abgeschlagen. Das könnte nach 1866 gewesen sein, nachdem Kurhessen und damit auch die Grafschaft Hanau preußisch geworden war.

(152) Im Turm aus dem 16. Jahrhundert mit seinem Eingangsbereich dürfte noch am ehesten die ursprüngliche Bausubstanz erhalten sein. Der Giebel der Nordseite ist heute verschindelt, dahinter ist aber noch Fachwerk vorhanden. Im Unterstockwerk war auf der Ostseite eine Tür.

Rechts vom Rathaus war eine Schmiede (Seite 153)

(160) Hauptstraße 11 (Oberbäcker): Das Hau hatte eine hohe Treppe zum Laden, die oben in einer überdachten Veranda endete. Links war das große Tor, das auch als Zufahrt zum Haus Hauptstraße 13 diente. Das Torhaus dürfte später angebaut worden sein. Die Toreinfahrt wurde später zu einem Bäckerladen umgebaut und später als Friseursalon genutzt. Die Fenster im Erdgeschoß wurden verändert und sind nicht mehr maßstäblich

(163) Das Haus Kirchberg 1 war das einzige Fachwerkhaus in Hochstadt, das wegen seiner Bauweise um 1500 in dem Standardwerk „Das hessisch fränkische Fachwerk“ von Heinrich Walbe abgebildet ist. Es wurde 198998 von dem Schreinermeister Valentin Burger abgerissen und durch einen Klinkerbau ersetzt.

(164+165) Das Haus Hauptstraße 17 ist wohl das älteste noch erhaltene Fachwerkhausaus dem Jahr 1535. Es hat ein überstehendes Obergeschoß, Knagggen und gebogene Streben und Gegenstreben. Im Erdgeschoß wurde das Fachwerk durch Mauerwerk ersetzt. A n der Ostseite unter dem rechten Fenster im oberen Stock war ein Balken mit der Inschrift „Dis haus ist gebut 15 im jar 35“ (Seite 165). Die Jahreszahl ist heute nicht mehr zu erkennen, weil der Balken abgeschliffen wurde.

(168) Zum Nebenhaus Hauptstraße 19 gehörte 1715 noch ein größeres Grudnstück, das bis zur Brunnenstraße reichte.. Ob es dort eiene Zufahrt gab, ist nicht ersichtlich. Im Eingangsbereich vom Hof her war links eine Tür zum Viehstall (Hühner?)

Rechts ist der Eingang zum Haus mit der einzigen erhaltenen zweigeteilten Tür in Hochstadt.

An der unteren Tür ist ein Klopfring, auf der Rückseite befindet sich ein altes Türschloß. Auf dem Balken über der Tür steht dünn eingeritzt die Jahreszahl 1756. Es wurde also erst nach dem Torhaus erbaut, die die Jahreszahl 1741 trägt.

(173) Das Bild mit den zwei Pfauen über dem Eingang zum Saal ist heute unter Platten verborgen.

(174-176) Bilder des Synagogengrundstücks und des Hauses Hauptstraße 45

(177) Hauptstraße 49: Eines der ältesten Häuser mit sich überkreuzenden und gebogenen Steben und Gegenstreben. Bild der Sandsteintafel Seite 188 unten

(182) Rohrbachstraße 3: Ofenstein aus dem Sockelbereich des Hauses Schützenstraße 6 mit dem Kopf eines Fabelwesens mit Nasenring

(184) Trinkbrunnenstraße 4: Fachwerk auf der Wetterseite durch Ziegelsteine ersetzt. Die Treppe ist heute anders. Ein Stein auf dem Treppenabsatz von 1170 trug neben den Initialen

des Zieglers Andreas Weber auch die Formen für Ziegelsteine und Biberschwänze. Über dem Kellereingang des Anbaus steht „AW“ und die Jahreszahl 1768.

(189) Hanauer Straße 1: Bilder

(190) Klosterhofstraße 2 (noch ohne Anbau im Süden)

(191) Klosterhofstraße 4: Die 1905 erbaute und 19211 erweiterte Schule wurde 1986 abgerissen.

(193) Weinbergstraße 2: Wirtschaft Strohl. Der Einfahrtbereich wurde nach dem Neubau des nördlichen Teils entgegen den behördlichen Auflagen einheitlich verputzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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